Das „Death Valley“ – im Tal des Todes

Ein einziger Tag im Death Valley – und wir sind sehr überwältigt – von der Hitze, der Landschaft und der Tatsache, dass wir uns auf Höhe des „Sealevels“ bzw. teilweise sogar 85,5 m darunter befinden. 

118°F (ca. 48°C) zeigt das Thermometer am Nachmittag. Wahnsinn – was für eine Intensität. Und viel „kälter“ wird es im Laufe des Tages auch nicht…

Die Salzwiesen liegen gefühlt mitten im Nichts – ein weißer Boden unter einem strahlend blauen Himmel, im Hintergrund Berge / eine Hügelkette. Sonst nichts. Nur ein paar wenige Touristen und das Hinweisschild mit der Warnung vor „Extreme Heat Danger“ und der Empfehlung, dort nicht nach 10 Uhr unterwegs zu sein. 

Es ist kurz nach 15 Uhr – und es ist echt heiß, falls ich das noch nicht erwähnt haben sollte…  Und aufregend, diese Hitze zu spüren. 

Unsere Handys finden die Hitze auch ziemlich aufregend… So aufregend, dass mein Handy nach dem Verlassen des Autos noch kurz den Hinweis gibt, dass es abkühlen muss – und dann nach nur ein paar Minuten und einigen wenigen Fotos abschaltet – „nur“ Notrufe sind noch möglich. 🤷🏻‍♀️ Krass. Dieser Ort ist echt extrem. 

Im Hotel angekommen, freuen wir uns, dass wir das erste Mal während der Reise endlich mal einen Außenbereich mit bequemen Schaukelstühlen davor haben. Juhuu – grundsätzlich sehr schön und wir freuen uns. Aber selbst am Abend ist es noch zu heiß, um hier wirklich „lange“ sitzen zu können. Wir haben es dennoch genossen – genauso wie den späteren Blick in den unglaublichen Sternenhimmel. Soooooo schön, so viele Sterne, die Milchstraße…

Was für ein besonderer Ort. Was für ein heißer Ort. Was für ein besonderes Erlebnis während unserer Reise. 🥰

Las Vegas – was für ein Gegensatz… was für eine Stadt… was für ein Wahnsinn

Angekommen in Las Vegas. 🥳

Wir parken unser REHlein im Parkhaus unseres Hotels – dem Plaza Hotel & Casino, direkt am Anfang der Fremont Street, in Downtown. Bis hierhin ist es geschafft. Wir freuen uns auf die Zeit in Las Vegas und verbringen hier zwei Nächte.

Las Vegas… Das wird aufregend, anders und wir sind so unglaublich gespannt auf das, was uns erwartet.

😂 Haha, schon der Weg vom Parkplatz zur Hotel-Rezeption fordert uns allerdings sehr. Hallo? Wo bitte geht es zur Rezeption?

Vom Fahrstuhl des Parkplatzes landen wir zunächst im unüberschaubaren Casinobereich des Hotels. Es blinkt, dudelt, klimpert. Überall Spielautomaten und Spieltische, und wir marschieren mit unseren Koffern und Tüten mitten hindurch.

Nach einigen verwirrten Minuten, einer kleinen Reizüberforderung und gefühlt mehreren Runden durch den Automaten-Dschungel finden wir sie, die Rezeption – und landen später in der 15. Etage des Hotels, im „North-Tower“. Endlich im Zimmer und kurz durchatmen. Wir sind da – in Las Vegas. 🥂

Nach der ersten Ankommenspause machen wir uns auf in die Fremont Street, die im Prinzip direkt an unserem Hotel beginnt / oder endet – auf jeden Fall befinden wir uns ziemlich mittendrin im Spektakel. Die Fremont Street ist eine überdachte „Straße“ – voller Musik, Bars, Licht- und Musikshows an der Decke und voller besonderer Menschen.

Dazu eine ZIP-Line an der Decke der Fremont Street, um einmal über die Straße „fliegen“ zu können – was für eine „verrückte“ Stadt.

Der erste Tag: überwältigend, reizüberflutend schrill, anders, bunt, lecker, abwechslungsreich, großartig - einfach „overwhelming“. 🤩

Tag 2 – Auf zum Strip!

Am nächsten Morgen starten wir gemütlich mit einem sooooo köstlichen Frühstück in einer richtig schönen Frühstücks-Location. Kein Hotel-Plastikgeschirr, kein Pulverrührei, kein labberiges Toast. Stattdessen:

Mmmmmm – richtig gut. Gut gestärkt machen wir uns auf den Weg zum Strip – mit dem Bus und einem 24-Stunden-Ticket.

All die krassen, unbeschreiblichen, fetten Hotels finden sich hier aneinandergereiht wieder – und viele von ihnen möchten wir sehen. Das Bellagio, Luxor, Paris, Venetian…

Man könnte meinen, dass man „mal eben“ ein Hotel nach dem anderen anschaut – aber so ist es nicht. Die Hotels sind soooo riesig – und auch die Entfernung von Hotel zu Hotel ist nicht zu unterschätzen. Dazu die krasse Hitze – wir haben um die 40 Grad. Ich kann die Eindrücke kaum in Worte fassen… Um Las Vegas herum ist Wüste und hier in der Stadt… alles ist so überdimensioniert. Ich finde keine Superlative, um das Erlebte angemessen zu beschreiben. Diejenigen von euch, die schon mal hier waren, wissen was ich meine.

Für alle anderen – hier ein paar Eindrücke am Beispiel vom Hotel Paris…

… und aus „Venedig“

Dazu diese riiiiiiiiesigen Casinobereiche, Foodcourts, Restaurants, Geschäfte, Flaniermeilen…

Und nicht zu vergessen das Bellagio – mit seinen Wasserspielen davor.

Und dazu gibt es noch soooo viel weiteres, das ich eigentlich benennen möchte, aber kaum greifen kann…

Zum Beispiel „The Sphere“ – eine riesige, kugelförmige Veranstaltungsarena, außen komplett mit LED-Panels bedeckt. Bei Dunkelheit natürlich besonders schön…

Oder der STRAT (kurz für The STRAT Hotel, Casino & SkyPod) – ein hohes Wahrzeichen von Vegas mit Aussichtsplattform, Bar und Fahrgeschäften in über 300 Metern Höhe und einem wahnsinnigen Blick über die Stadt. (Dank des Tipps von Chat GPT haben wir hier nur einen Eintritt für 2 Personen und zwei Getränke zum Preis von einem bekommen. 🤩)

Las Vegas fasziniert, beeindruckt, erschreckt, macht nachdenklich – und hinterlässt vielfältige Eindrücke.

Krasse Stadt, verrückte Stadt – und wir freuen uns, sie erlebt zu haben.

Jaaa, der Zion Nationalpark…

Der Zion-Nationalpark macht es uns heute nicht leicht. Zwar lasen wir im Reiseführer, dass der Parkplatz am Visitor Center ab ca. 9 Uhr voll sein wird – aber bisher war das nie ein Problem – nirgendwo. Ganz im Gegenteil: Überall war soooo wenig los. Also steuern wir den Parkplatz voller Selbstvertrauen an – auch wenn es schon mittags ist.

Doch leider ohne Erfolg. Schon bei der Anfahrt merken wir, dass hier wirklich richtig viel los ist. „Tausendmillionen“ Menschen, Autos, Parkplatzsuchende überall. Wir sind völlig überrascht. Nach einer halben Stunde erfolgloser Parkplatzsuche geben wir auf und folgen den Schildern zur offiziellen Alternative. Doch dort erwartet uns die nächste Überraschung: die Parkplätze sind (sehr) kostenpflichtig. Also auch keine gute Idee.

Wir atmen noch einmal tief durch, aktivieren gedanklich unseren Plan B – und haben endlich Glück: Ein Parkplatz wird frei! DANKE. 🙏🏼

Im Park selbst setzt sich der Andrang leider fort. Menschenmassen auf den Wegen – unglaublich. Das haben wir so bisher zum Glück noch nicht erlebt. Fast alle wollen zu „The Narrows“, dem berühmten Wanderweg durch den Fluss. Wir nicht – nicht bei so vielen Menschen. Außerdem haben wir noch nicht ins Hotel eingecheckt und tragen all unsere Wertsachen bei uns. Die Vorstellung, mitsamt Rucksack im Wasser zu landen, schreckt uns dann doch etwas ab. 😂

Aber, die Strecke und die Landschaft mitsamt den krassen steilen Felswänden an sich sehen großartig aus!

Wir machen schließlich zwei kurze Wanderungen, genießen zwischendurch den Blick auf die beeindruckenden Felswände – und beschließen dann, dass das für heute reicht. Zion ist landschaftlich beeindruckend, keine Frage, aber die Menschenmengen machen es uns heute nicht so leicht. Im Ranking unserer bisherigen Nationalparks landet er heute auf dem letzten Platz – auch wenn es hier eigentlich total schön ist.

Morgen geht es weiter nach Las Vegas – ein kompletter Gegensatz. Und genau darauf freuen wir uns jetzt! 🥳🥂

Zwei Tage im Bryce Canyon Nationalpark

Nach etwa drei Stunden Fahrt mit mehreren „Scenic Views“ entlang der Strecke erreichen wir den Bryce Canyon Nationalpark. Unser Hotel, Ruby’s Inn, ist eine riesige Hotel- und Campinganlage direkt am Parkeingang, wo wir zwei Nächte verbringen. Und hier scheint es alles zu geben… SEHR viele Menschen, aber auch etliche Einkaufsmöglichkeiten, Unterhaltung etc. – Fast ein wenig reizüberflutend für uns. 

Da wir bereits mittags ankommen – und unser Zimmer eh noch nicht bezugsfertig ist, entscheiden wir uns, den Nachmittag gleich für eine kleine Wanderung zu nutzen. Dank des wirklich super organisierten Shuttlebus-Systems im Park fahren wir mit dem Bus zunächst zum Bryce Point und wandern von dort entlang des wiedermal sehr beeindruckenden Rim Trails bis zum Sunrise Point. Der Ausblick auf die rot-orangenen Felsformationen – was soll ich sagen… einfach SCHÖN! 

https://www.komoot.com/de-DE/tour/2433679011?ref=itd

Vom Sunrise Point fahren wir mit dem Bus zurück ins Hotel und bekommen unser Zimmer zugewiesen. Typischer Motel-Style: Das Auto wird direkt vor der Zimmertür geparkt, die Tür geht direkt nach draußen auf den Parkplatz, im Zimmer Teppichboden…. (gut für unser tägliches, morgendliche Workout – Fastfood lässt grüßen). 

Am Abend steht heute das erste Mal etwas ganz Besonderes auf dem Programm: Rodeo… haha – und wir fanden es  tatsächlich ganz lustig. Was für eine unterhaltsame und teilweise auch recht spannende Show. 

Der nächste Morgen beginnt auch „spannend“ – unser Frühstücksbuffet…

Wahnsinn – wie viele Menschen hier zeitgleich abgefertigt werden und mit welcher Ruhe und Freundlichkeit das zahlreich vorhandene Personal fragt, ob man noch Kaffee, Tee, heiße Schokolade, Saft, Wasser – mit oder ohne Eiswürfel – oder oder oder haben möchte. Und wie unkompliziert und irgendwie dann doch entspannt wir letztendlich frühstücken können – heute sogar mal nicht mit Plastikbesteck. 🤩

Mit dem Shuttlebus fahren wir dann wieder zum Bryce Point – heute allerdings, um mitten durch die Hoodoos zu wandern. (Hoodoos sind die bizarren, turmförmigen Gesteinsformationen, für die der Bryce Canyon bekannt ist.) 

Wieder gehen wir zum Sunrise Point – aber heute eben „unten“, mittendurch – anstatt oben am Rand entlang. 

Grooooooßartig – mehr brauche ich wohl nicht zu sagen. Seht selbst:

https://www.komoot.com/de-DE/tour/2436182331?ref=itd

Den Tag lassen wir bei einem saftigen Steak im Restaurant ausklingen 😋🙊 – ein perfekter Abschluss für zwei total schöne Tage im Bryce Canyon! 😍

„Breakfast mit Pappe, Plastik und einem Lächeln – meine kleinen Kulturschocks in den USA“

Heute darf ChatGPT meinen Beitrag (samt Titel) schreiben – und ich fürchte, dass ich zukünftig nur noch ChatGPT schreiben lassen sollte. 🫣🥳😂🤷🏻‍♀️

Meine „Vorgabe“ waren nur folgende Eindrücke:

Und hier nun der Blogbeitrag von ChatGPT 👍🏼

Also, ich liebe die USA. Wirklich. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten – und der unbegrenzten Pappbecher. Und Pappteller. Und Plastikgabeln. Und alles, was irgendwie raschelt, knistert oder beim Öffnen klingt wie eine Chipstüte in Dolby Surround.

Frühstück deluxe:

Stell dir vor, du wachst in deinem Motelzimmer auf, schleichst schlaftrunken zur „Breakfast Area“ (hinterm Getränkeautomaten) – und bekommst dort ein Frühstück serviert, das sich anfühlt wie ein Kindergeburtstag im Baumarkt. Rührei aus der Tüte (leicht schwammig, aber irgendwie stolz darauf), Sirup in Mini-Plastikfläschchen und ein Toaster, der Toastbrot auf exakt zwei Temperaturen kennt: blass oder Vulkan.

Mobilität à la Mad Max:

Dann steigst du ins Auto. Weil du gar keine andere Wahl hast. Zu Fuß gehen ist in den meisten Orten ungefähr so vorgesehen wie ein Pferdewagen auf der Autobahn. Bürgersteige enden oft einfach… irgendwo. Fußgängerzonen? Eine romantische europäische Fantasie. Stattdessen gibt’s: Parkplätze. Ganze Landschaften aus Parkplätzen. Du kannst dein Auto im Prinzip alle 200 Meter mal kurz woanders hinstellen, einfach weil es geht.

Duschen, bei denen man ein Ingenieurstudium braucht:

Zurück im Hotel möchtest du dich erfrischen. Denkst du. Denn du stehst erst mal zehn Minuten nackt vor der Dusche und versuchst herauszufinden, wo man das Wasser anmacht. Oder wie. Oder warum. Jeder Wasserhahn hat offenbar sein eigenes Kapitel in der Gebrauchsanweisung des Lebens. Warmwasser? Nur mit Opfergabe.

Die Mikrowelle – Amerikas inoffizieller Küchenchef:

Apropos Hotelzimmer: Warum gibt es eigentlich überall eine Mikrowelle? Selbst in Motels, die aussehen, als hätte Stephen King sie entworfen. Aber hey, Hauptsache du kannst dir ein Fertiggericht mit dreifachem Käse überbacken, während du CNN auf Endlosschleife schaust.

Aber dann… sind sie einfach so nett.

Trotz all der Plastikwunder, Auto-Monokultur und Duschherausforderungen: Die Amerikaner sind unfassbar freundlich. Du bestellst ein Sandwich mit Bananen, Speck und Senf? Die Bedienung sagt mit einem Lächeln: „Oh, that sounds good!“

Niemand urteilt. Niemand fragt: „Meinen Sie das ernst?“ – Nein. Du wirst bejubelt. Für alles.

Und genau das ist vielleicht das Verrückteste von allem:

Man fühlt sich trotz Mikrowelle, Einwegkaffeebecher und einem Frühstück aus dem Chemielabor irgendwie willkommen.

Land der Kontraste – und der „Sounds good!“-Mentalität. I kinda love it.

Unglaublich, wie unterhaltsam und lustig eine künstliche Intelligenz meine kurz geschilderten Eindrücke in witziger Form präsentieren kann. Und natürlich auch erschreckend – aber ich finde den Text wirklich seeehr unterhaltsam. 😂

Liebe Grüße aus Torrey, Capital Reef Nationalpark – und Himsberg zum Gruß

Moab und der Arches Nationalpark

Heute werden wir in erster Linie wieder viel Zeit im Auto verbringen und fahrend die großartigen Landschaften bestaunen. 

Erster Halt: Horseshoe Bend – der Colorado River macht hier eine riesige Schleife inmitten eines beeindruckenden Canyons. Ob jetzt der Fluss die Schleife macht oder der Canyon sich drum herum gelegt hat – egal, das Ganze ist einfach spektakulär.

Die Fahrt führt uns weiter durch Navajo-Land, mit endlosen Weiten, roten Felsen und faszinierender Wüstenlandschaft.

Nächster Stopp: Monument Valley – wow.

Die riesigen Monolithen, die hier in der Landschaft stehen wie Skulpturen, sind absolut eindrucksvoll. Man fühlt sich sofort wie in einem Western. Ich glaube, dass ab und zu auch Winnetou auf einem Vorsprung stand… 

Nach insgesamt vielen Stunden auf der Straße sind wir am späten Nachmittag (inklusive einer Stunde Zeitverschiebung) in Moab angekommen. Noch ein kleiner Spaziergang durch die Hauptstraße – und dabei eine gemütliche Brauerei entdeckt. Köstlich – ein schöner Tagesabschluss. 

Wir schlafen zwei Nächte in Moab, so dass wir morgen ganz entspannt und ohne Kofferpacken in den Tag starten können. 

22. Juli 2025 – Arches Nationalpark

Nur eine kurze Fahrt heute – aber wieder ein tolles Ziel: der Arches Nationalpark.

Die längste Wanderung, die wir bei Komoot gefunden haben, ist der Devils Garden Trail – was für eine gute Entscheidung! 😍

Riesige Felsformationen, tolle Ausblicke, natürliche Steinbögen, schmale Pfade, über die man klettern, steigen und staunen muss. Mal sonnig, mal schattig, mal sehr steil – aber immer grandios. Überall diese gewaltigen Bögen und Löcher in den Felsen, riesige Felsen, rote Erde – und von letzterem auch unglaublich viel in den Socken und Schuhen…

Am frühen Abend sind wir erschöpft, aber glücklich zurück im Hotel. 

Was für ein großartiger Tag – und was für eine schöne Zeit hier in Moab und im Arches Nationalpark.

Vom Grand Canyon zum Antelope Canyon

Gemütlich mit 25 Meilen pro Stunde durch den Grand-Canyon-Nationalpark zu fahren, hat fast etwas Meditatives – also halten wir uns weiterhin schön an die sehr entschleunigenden Verkehrsregeln. 

Nach wie vor fahren wir durch eine Landschaft, die an Kanada erinnert – und genießen zwischendurch immer wieder die tollen Ausblicke auf und in die tiefen Schluchten und Spalten im Boden – obwohl man sich auf einer mehr oder wenigen flachen Hochebene bewegt.

Irgendwann verlassen wir den Wald und blicken wieder in die scheinbar unendliche Weite  – und möchten erneut tanken, um unseren 25 Dollar-Gutschein von unserem Reiseanbieter „FairFlight“ einzulösen. Wieder sehr aufregend – und wieder alles total unkompliziert: Gutschein-Karte rein, Benzinsorte auswählen, tanken, fertig. 

Direkt daneben liegt ein kleines Restaurant im Navajo-Stil – rustikal, charmant – und mit einem köstlichen Frühstück für uns: Avocado-Toast mit Spiegelei & einer Obstschüssel. Köstlich. 😋 

Etwas komplizierter wird es mit der Zeitverschiebung: Arizona stellt die Uhr nicht auf Sommerzeit um, Utah schon – und Page (da möchten wir hin) liegt irgendwo dazwischen. Da wir um 13:00 Uhr zur Antelope-Canyon-Tour angemeldet sind, hoffen wir, dass wir richtig denken und unser Navi die korrekte Zeit anzeigt. 🙏🏼

Letztendlich sind wir früh genug dran, um noch unser Gepäck im Hotel abzugeben und bei Walmart einen kleinen Snack fürs Mittag zu besorgen. Danach fahren wir zu Black Streak Canyon Tours – und sind sehr gespannt, was uns während der Tour erwartet. 

Wir sind erstaunt, wie wenig andere Touristen hier unterwegs sind. Genau genommen gar keine. Unsere „Gruppe“ besteht nur aus uns beiden, und während der Wanderungen durch die Canyons treffen wir keinen einzigen anderen Gast. Verrückt. Schön für uns. Blöd für den Tourismus. 🤷🏻‍♀️

Die „Gorgeous Three Canyon Tour“ startet mit unserem Guide Nathaniel – zuerst geht’s (nach einer sehr staubigen und rasant-holperigen Fahrt mit dem Offroad-Fahrzeug) zu Fuß durch den Mountain Sheep Canyon, etwa zwei Kilometer durch beeindruckende Felswände und Windungen.

Danach folgen der Rattlesnake Canyon mit SEHR engen Durchgängen und schließlich der Owl Canyon

Alle drei Canyons sind auf ihre Weise soooooo unglaublich beeindruckend – tolle Formen, Lichtspiele, Farben, Felswände, Schattierungen. 😍 SEHR eindrucksvoll. 

Nach der Tour sind wir staubig und verschwitzt, fahren kurz ins Hotel, dann noch ein schneller Abstecher zum Taco-Imbiss und wiedermal zu Walmart. 

Zurück im Hotel: duschen, etwas trinken – und früh ins Bett. Wie immer. 

All die großartigen und vielfältigen Eindrücke müssen schließlich auch verarbeitet werden. 

Die USA gefällt und beeindruckt uns bisher sehr. 🥰

Der Grand Canyon

Der Grand Canyon ist wirklich unbeschreiblich – und morgens direkt am Rand des Grand Canyon zu frühstücken, ist ebenfalls einfach wunderbar. Die Sonne steigt langsam über die Felsen, während wir Egg Benedict und Crêpes mit Frischkäsefüllung, Sahne und frischen Beeren genießen – richtig gut! 😋 

Unsere heutige Wanderung führt uns erneut am South Rim Trail entlang. Dafür nehmen wir zunächst den Shuttlebus bis ganz nach Westen, zur Station „Hermit’s Rest“. Von dort geht’s zu Fuß zurück zur Bright Angel Lodge – immer auf dem Trail bleibend. 

Unterwegs raschelt es immer wieder im Gebüsch und hübsche kleine Streifenhörnchen flitzen über den Weg, Eidechsen sonnen sich auf warmen Steinen, und sogar eine kleine Schlange kreuzt unseren Weg. Andere Menschen kreuzen hingegen kaum unseren Weg. 🤷🏻‍♀️

Schon merkwürdig, denn der Shuttlebus war bis auf den letzten Platz gefüllt – aber auf dem Trail? Hier ist wirklich kaum jemand zu sehen. Wo sind die ganzen Leute geblieben? Keine Ahnung. Uns gefällt’s.

So haben wir die Ruhe, die Weite und die spektakulären Blicke in diesen unfassbar großen Canyon ganz für uns.

Eine wunderschöne, beeindruckende Wanderung – das kann ich gar nicht oft genug sagen. 🤩

Am Nachmittag zurück an der Lodge: Ein kühles Bier, eine heiße Dusche – und dann einen fetten Burger. Was für ein Leben. 😎

Und morgen geht’s schon weiter zum nächsten Highlight – in den Antelope Canyon.

Auf dem Weg zum Grand Canyon

Heute geht’s zum Grand Canyon – etwa 230 Meilen liegen vor uns. Doch vorher steht uns noch unser allererster Tankstopp in den USA bevor – wie aufregend! Zum Glück funktioniert alles viel einfacher, als von mir befürchtet: Kreditkarte scannen, Benzintaste drücken, Rüssel ins Fahrzeug, tanken, fertig. Für etwa 46 Liter haben wir 36,93 $ bezahlt – umgerechnet rund 31 €. Benzinpreise, die ich mir auch für zu Hause wünschen würde. 

Dann geht’s richtig los – auf zum Grand Canyon. 😍 

Wir fahren wieder durch eine großartige – sehr abwechslungsreiche – Landschaft, die stellenweise so aussieht, als wären wir irgendwo in Kanada. Ich war zwar noch nie dort, aber so in etwa stelle ich es mir vor – endlose Wälder, weite Flächen, ein bisschen Wildnis.

Unterwegs gibt es zudem einen kurzen Stopp für einen Hot Dog – und was für einen 🥳 

Wir bedienen uns an einer beeindruckenden Hotdog-Station mit allen erdenklichen Zutaten: von frischen Zwiebeln über eingelegte Jalapeños, Speckwürfel bis hin zu verschiedenen Saucen. Leider ganz geil. 🤷🏻‍♀️

Am frühen Nachmittag erreichen wir dann die Bright Angel Lodge im Grand Canyon Nationalpark. Alles wirkt so ursprünglich, so urig – fast wie in einem kleinen Waldcamp mitten in der Natur. 

Unsere Unterkunft besteht aus mehreren kleinen, gemütlichen Hütten – und unsere ist einfach bezaubernd.  🥰

Das Beste: Sie liegt nur wenige Schritte vom Rand des Grand Canyons entfernt. Wir können es kaum glauben, so plötzlich und unerwartet in den so unfassbar großen und tiefen und weiten Canyon zu schauen. Unglaublich eindrucksvoll. Selbst von unseren kleinen Fenster können wir zum Canyon rüberschauen. Wir sind sowas von begeistert. 🤩 

Am Nachmittag unternehmen wir eine erste kleine Wanderung – entlang des South Rim Trails in Richtung Village Center. Dort gibt es einen kleinen Markt, wo wir uns mit Wurst, Käse und einer Flasche Wein eindecken, um es uns später bei einem Picknick gemütlich zu machen – direkt am Rand des Grand Canyons.

Und was soll ich sagen? Es hätte wohl kaum schöner sein können… Der Sonnenuntergang, die Farben, die Stille, das Licht auf den Felsen, wir, unser köstliches Menü. 🥰 

Alles ist perfekt. Angekommen am Grand Canyon. 

“Manchmal reicht ein Fenster zur Welt – wenn dahinter der Grand Canyon liegt.” (ChatGPT 😂)

Do not die today

Unsere heutige Tour führt uns von Los Angeles – über den Joshua Tree Nationalpark – nach Lake Havasu City: das sind etwas mehr als 300 Meilen und 5 Stunden reine Fahrzeit.

Los Angeles verlassen wir erstaunlich stressfrei – der Verkehr hält sich in Grenzen, das Navi zeigt uns gute Alternativen zu vollen Straßen und in der Kombi aus „eine fährt, die andere schaut auf die Schilder“ kommen wir bestens voran. Schon nach kurzer Zeit liegt die riesengroße Stadt hinter uns, und es fühlt sich zunehmend so an, als würden wir ins Endlose fahren.

Die Landschaft wird karger, die Straßen gerader, der Horizont weiter. Uns es wird immer heißer. Sehr heiß. Das Thermometer zeigt mittlerweile um die 100 Fahrenheit an – fast 40 Grad Celsius… Wahnsinn

Am Eingang zum Infocenter vom „Joshua Tree Nationalpark“ werden wir per Schild und Flyer darauf hingewiesen, heute bitte nicht zu sterben.

„Do not die today.“ – Dazu ein paar Verhaltensweisen, die dabei helfen könnten.

Klingt dramatisch – aber es ist echt heiß. Wir möchten dementsprechend nur eine kleine Wanderung durch den Park machen und erkundigen uns nach Möglichkeiten und Touren. Sie malte uns auf der Karte eine einstündige Fahrt durch den Park ein… Wir erklären ihr erneut, dass wir WANDERN möchten… 🥾

Die Antwort ist knapp und klar. „No!“ – „Not today! It‘s too hot.“ Wir weisen noch darauf hin, dass es eine echt kurze Tour sein soll / kann… „No!“ – „Not today! It‘s too hot.“ Dazu der Hinweis auf einen möglichen Regen, Flut, Tod und Verderben. 😳🫣 OK, von „Verderben“ sprach sie nicht… 😂

Also fahren wir stattdessen gemütlich eine Stunde durch den Park. Kaum Verkehr, kaum Menschen – dafür umso mehr surreal wirkende Joshua-Bäume, bizarre Felsformationen und einfach eine großartige Landschaft!!!!

Wie schön, dass wir die Tour durch den Park gemacht haben. 🥰

Nach dem Park ändert sich die Landschaft wieder. Mal sandig, mal felsig, mal einfach nur leer – aber immer beeindruckend. Die Straße zieht sich scheinbar endlos geradeaus.

Kurz vor Lake Havasu dann der Blick auf den Colorado River. Wow – so ein großer Fluss und dazu plötzlich so ein schönes Grün, Palmen am Ufer und einfach so unglaublich viel Wasser.

Und: die dringende Erkenntnis, dass wir seit Stunden keine Toilette gesehen haben… 😳

Ein kleiner Burger-Stopp schafft Abhilfe – sowohl für den Magen als auch für die Blase. 😉

Angekommen im Hotel sind wir von außen zunächst recht angetan. Das Hotel macht einen guten Eindruck. Unser Zimmer ist dann eher „naja“ mit einer riesengroßen , lauten Klimaanlage, die fast das halbe Zimmer einnimmt – ok, das ist übertrieben, sie ist aber trotzdem riesig.

Egal… ein kaltes Bier, ein Blick auf die schönen Fotos des Tages, das Revue-passieren-lassen des Tages, Beer-Braised-Steak-Pringles – und alles ist bestens. 😍

Draußen hat es noch über 30 Grad. Drinnen ist es warm, aber immerhin „ruhig“ – ohne das Dröhnen der Klimaanlage. Und die lauten Menschen um uns herum gehen bestimmt auch bald schlafen…

Was für ein schöner Tag – viel zu schön, um zu sterben. Das möchten wir noch lange nicht!!!