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Nach einer sehr kurzen Nacht treffen wir uns gleich morgens um 8h mit unserem Guide Mr. Aung, der uns durch die nächsten beiden Tage leitet und begleitet. Ein junger Mann, der uns mit vielen Informationen versorgen möchte. Sein Englisch ist für mich jedoch SEHR gewöhnungsbedürftig und es dauert lange, bis ich mich halbwegs (!) eingehört habe…

Unser Fahrer bringt uns in einer ca. 4-stündigen Fahrt nach Kin Pun an den Fuß des Mt. Kyaiktiyo. Während des Fahrens muss ich innerlich immer wieder darüber schmunzeln, dass hier in Myanmar Rechtsverkehr herrscht, die Autos aber allesamt ihr Lenkrad auch auf der rechten Seite haben… Mr. Aung erklärt uns, dass hier bis vor ca. 45 Jahren Linksverkehr war… Soweit so gut, aber ich finde es mehr als verwunderlich (oder lustig), dass die Menschen immer noch mit Autos fahren, die eigentlich für Linksverkehr konzipiert sind… Und es handelt sich hierbei nicht um uralte Autos, die noch von „damals“ übrig geblieben sind. Aber gut, die Leute werden sich daran gewöhnt haben.   🙂

Gegen Mittag kommen wir in Kin Pun an. Hier herrscht ein unglaubliches Treiben, denn alle Menschen, die nicht zu Fuß den Berg „erklimmen“ wollen, müssen hier in einen der zahlreichen Trucks umsteigen. Das bedeutet, man sitzt – auf Bänken angeordnet – auf der Ladefläche der Trucks. 7 Bänke mit überschaubarer Sitzfläche und auf jeder Bank müssen 6 Personen sitzen. Und was nicht passt, wird passend gemacht   😉   Kurz gesagt: man sitzt etwas beengt   🙂


Die Fahrt an sich ist grundsätzlich aber sehr lustig. Die Fahrer fahren in einem geübten Tempo den Berg hoch und man schmiegt sich in jeder Kurve noch etwas enger an seinen Nachbarn oder seine Nachbarin… Neben mir saß zunächst – vor Abfahrt – ein kleines Mädchen und ich dachte, dass ich Glück habe, da unsere Reihe dann nicht so voll war… Aaaber – das Mädchen musste dann von der Mutter auf den Schoß genommen werden, damit noch eine weitere Person in die Reihe passte. Wäre ja alles nicht so wild gewesen, WENN es dem Mädchen während der Fahrt nicht mit jeder rasanten Kurve noch etwas schlechter ergangen wäre… Kurz (bitte entschuldigt die Info): sie erbrach sich bereits nach wenigen Minuten… Zum Glück in eine Tüte, die sich aber mit der Zeit deutlich füllte… Das Mädchen tat mir wirklich sehr leid, denn es ging ihr sichtlich schlecht, ABER… ich wäre entspannter gewesen, wenn sie sich mehr zur anderen Seite gedreht und nicht so gerne zu uns geschaut hätte… Nun ja – nach knapp einer Stunde Fahrt sind wir angekommen: ich noch trocken (der Mönch vor dem Mädchen nicht) und dem Mädchen ging es hoffentlich schnell wieder besser   🙂

Die Atmosphäre oben ist großartig. Unglaublich viele Menschen strömen in Richtung des goldenen Felsen. Einige von ihnen kamen von ganz unten und nicht wenige davon lassen sich von jeweils vier Menschen auf einer Art Trage tragen. Am Wegesrand: Bude an Bude, um Schmuck, „Leckereien“, Getränke usw. zu verkaufen. Wenn man möchte, kann man aber auch einfach nur sein Handy laden   😉

Und das ist der „Golden Rock“ – der goldene Felsen. Eines der wichtigsten buddhistischen Stätten in Myanmar. Frauen ist der Zutritt direkt zum goldenen Felsen verboten, Männer haben Zutritt und kleben Goldplättchen um Goldplättchen auf den Felsen. Niemand wird sich fragen, warum der Felsbrocken nicht runterfällt… Er wird von einem Haar Buddhas im Gleichgewicht gehalten!


Wir verbringen den halben Nachmittag dort und auch abends sind wir erneut zum Felsen, um dort die Abend- bzw. Nachtstimmung zu genießen.

Am nächsten Morgen geht es ähnlich spektakulär weiter. Wir verlassen das Hotel und stehen mitten im Tumult. Etliche Menschen strömen zum Felsen und zudem passieren zahlreiche Mönche den Weg, mit der Bitte um Almosen.

Ich hätte hier noch viel Zeit verbringen können, um einfach nur zu schauen…

Aber, heute geht es zurück nach Yangon…

Dafür geht es es zunächst wieder mit dem rasanten Truck bergab, bevor wir ab Kin Pun wieder mit unserem Fahrer weiterfahren. (Die Fahrt nach unten verlief übrigens ohne Komplikationen – obwohl wir extra eine Plastiktüte für eventuelle Notfälle dabei hatten… Gerne hätten wir sie dem Touristen neben uns angeboten, der – aus Versehen? – eine Betelnuss vom Herren neben ihm angenommen hat… Er machte beim ersten Hineinbeißen ein paar merkwürdige Geräusche und kaute in der Folge sehr „hohl“ auf dem Teil herum…. Ausspucken wollte er sie dennoch nicht   🙂   )