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Angekommen in Indonesien 😀

Was ich zuerst erwähnen sollte: es sind Ferien in ganz Indonesien und „alle“ Moslems feiern das Ende vom Ramadan. Was das bedeutet erfuhren wir gleich bei unserem ersten Ausflug von Bandung zum Krater „Kawah Putih“ – südlich von Bandung gelegen. Unzählige (!) Autos, Kleinbusse, zum Teil auch Reisebusse und noch mehr Mopeds und Motorräder führen die gleiche Strecke wie wir… Ich weiß nicht, ob ich jemals so viele Mopeds gesehen habe, wie hier in den ersten Tagen – und vor allem heute auf unserer Strecke…

Es sind wirklich Massen an Mopeds, die jede kleine Lücke auf der Fahrbahn ausnutzen und mal rechts oder links vorbei ihren Weg suchen – und finden. Das machen alle anderen Fahrzeuge zwar auch, aber die Mopeds sind natürlich beweglicher und damit auch noch aktiver zugange. Bereits auf dem Hinweg reihen wir uns somit in eine endlos scheinende Fahrzeugschlange ein, um zum Kratersee zu gelangen. An einem großen Parkplatz unterhalb des Kraters steigt man dann in einen Kleinbus um, der uns im schnellen Tempo und mit jaulendem Motor zum Kratersee bringt. Die Fahrt erinnert uns sehr an die Fahrt auf der LKW-Ladefläche zum Golden Rock in Myanmar. Zum Glück saß nun aber kein k…. Kind neben mir  🙊 

Oben angekommen begegnen uns verständlicherweise die gleichen Menschenmassen, die zuvor noch in ihren Autos und auf den Mopeds saßen – Wahnsinn! Per Lautspecher wird der Kratersee und die Umgebung beschallt – mit Warnhinweisen, die auch auf diesen Schildern zu finden sind.

Als wir den Kratersee erreichen, sind wir begeistert: vor uns liegt ein unglaublich türkisfarbener Kratersee des Patuha-Vulkans, dessen Farbe sich je nach Sonneneinstrahlung verändert. Am Rande des Sees befindet sich überall Schwefel und bei gutem Sonnenlicht leuchten das Gelb des Schwefels und das Türkis des Sees wunderbar zusammen.

Im Anschluss geht es weiter – vorbei an einer großen Teeplantage – zu den heißen Quellen des Vulkans. Überall dampft und blubbert es, und an zahlreichen kleinen Badeplätzen baden die Menschen in dem heißen Wasser oder reiben sich mit dem – mit Sicherheit sehr gesundem – Schlamm ein. Ich hatte etwas von dem Schlamm an den Händen und frage mich seitdem, wie lange die Menschen wohl brauchen, um den gesamten Körper wieder von dem Schlamm zu befreien. Ich zumindest fand den Schlamm sehr hartnäckig… 😉

Aufgrund der Heiligkeit eines Bereiches dieser „Anlage“ durfte sich Matthias ein neckisches Gewand um seine Hüften binden und so verbrachten wir hier eine ganze Weile, um uns das Treiben und die vielen Quellen und Tümpel anzuschauen. Ein schöner Ort.

Nicht so schön war hingegen die Rückfahrt nach Bandung. Die Motorräder, Mopeds und Autos hatten sich in der Zwischenzeit vervielfältigt und so brauchten wir tatsächlich 5 Stunden für eine Strecke von ca. 50km…  Für uns letztendlich halb so wild, denn wir saßen nur im Auto und konnten zwischendurch auch mal das eine oder andere Auge zumachen… Für unseren Fahrer aber eine nervige und anstrengende Angelegenheit.

Bandung selbst ist nicht sonderlich schön… um es mal vorsichtig auszudrücken. Es ist die dritt- oder viertgrößte Stadt Javas, laut, voll und hässlich wir haben keine wirklich schönen Ecken finden können – und dabei haben wir uns so bemüht. Schon am Tag der Ankunft sind wir mehrere Stunden durch die Stadt gegangen, um die schönen Seiten Bandungs zu finden…

Es wird sie bestimmt geben, aber wir haben sie nicht gefunden. Macht aber auch nichts, denn wir waren eh nur für zwei Nächte hier und hatten einen schönen Ausflug zum Kratersee.

Morgen geht es weiter nach Yogyakarta – zusammen mit all den anderen. Es sind Ferien in Indonesien  😎

HzG