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Am Ufer eines Sees, am Hang gelegen, liegt unser Hotel am Rande des Belum Nationalparks. Die Sonne scheint, das Restaurant ist offen zum See gelegen und wir genießen an diesem Nachmittag noch den Charme unseres Infinitypools – Entspannung pur!

(Dass hinter dem Resort eine fette Straße verläuft, muss ich ja jetzt nicht unbedingt erwähnen… – aber man muss ja auch irgendwie zum Hotel hin- und wieder wegkommen.)

Der Pool, die Frösche, die Äffchen, das Wildschweinchen – das ist schon alles sehr idyllisch.

Für den nächsten Tag ist eine Bootstour geplant – eine „Erkundungstour“ im Royal Belum Nationalpark. Zusammen mit einer fünfköpfigen holländischen Familie (mit denen wir schon in Melaka die Radtour gemacht haben) saßen wir nun im Boot und sollten abstimmen, ob wir lieber zu den Elefantenplätzen oder dem Wasserfall wollten. Letzter sei jedoch sehr schwer zu erreichen und mit einem mindestens einstündigen „Trekking“ hin und noch mal eine Stunde zurück verbunden. Zudem glaubt der Guide, dass es aufgrund der Hitze vermutlich sehr anstrengend für uns werden würde… Jaja, wir haben verstanden – wir nehmen die Elefantenplätze…

Doch zunächst – so steht es in unserer Reisebeschreibung – „machen wir uns auf die Suche nach Rafflesia, die nicht nur durch ihre Größe sondern auch durch ihren unangenehmen Geruch beeindruckt“. Mit unserem flotten Boot gehts quer über den großen und verschlungenen See.

„Suchen“ mussten wir die Rafflesia-Pflanze allerdings nicht wirklich. In weiter Ferne sahen wir schon 2-4 Boote am Ufer liegen.. Von dort führte ein mit einem kräftigen Seil gesicherter Weg den Hang hinauf. Es folgte ein fettes Rafflesia-Hinweisschild und nach weiteren 5 Minuten bergauf „fanden“ wir Rafflesia – zum Glück ohne Geruch, aber auch ohne Blüte. Es sei sehr selten, Rafflesia in voller Blüte zu sehen – so dass wir damit auch nicht gerechnet haben.

Wieder im Boot ging es laaaaaaaange über den See, bis zu unserem nächsten kurzen Stopp: den Elefantenplätzen… gemeint sind die „salt licks“. Plätze, zu denen die Elefanten kommen, um mit ihren Stoßzähnen in der Erde zu graben und die dortigen Mineralien zu sich zu nehmen. Wir fanden große Löcher / Aushöhlungen in der Erde und jede Menge Elefanten-Pup, wie die Holländer „es“ benannten.

Zudem berichtete der Guide von den 13? 14? 15? (ich habe es vergessen) Tigern, die hier leben würden… Wir bräuchten uns allerdings keine Gedanken machen, dass plötzlich ein Tiger gesprungen kommt… Ein Tiger würde sich erst mit einem deutlichen Knurren ankündigen. Na dann bin ich ja beruhigt… 😳

Zum Glück waren wir nach ca. einer knappen halben Stunde wieder im Boot und somit in Sicherheit – sofern es da tatsächlich noch Tiger geben sollte…

Nach einer weiteren sehr laaaaaaangen Bootsfahrt erreichen wir schließlich ein Dorf der „Ureinwohner“. UNS erreicht wiederum der Regen, der sich schon seit einiger Zeit am Himmel ankündigte. Dass Dorf besteht auf ein paar Häuschen für die Bewohner und einer Hütte für Gäste. In selbiger dürfen wir Platz nehmen, um dort unser Mittagessen einzunehmen. Gemütlich. 😊👍🏼

Mittlerweile regnet es in Strömen, unser Guide lacht und sagt „welcome to the rainforest“ und bittet uns, wieder im Boot Platz zu nehmen. Da haben wir ihn nun also doch noch – den Wasserfall… Es ist deutlich kühler geworden und bei einer Geschwindigkeit von gut 30 km/h merkt man die fetten Regentropfen SEHR deutlich auf der Haut. Nach einer guten Stunde Fahrt kommen wir patschnass (und ich auch durchgefroren) im Hotel an. Heiße Dusche, ein Tee – dann ist die Welt wieder in Ordnung. Und morgen gehts auf die Insel 😍