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Der Weg von Camagüey nach Trinidad ist lang – nicht für deutsche Verhältnisse, aber für kubanische schon: knapp 260 km liegen heute vor uns – mit mehreren Stopps UND einer Überraschung, wie Javier immer wieder ankündigt. 🤷🏻‍♀️

Unser erster offizieller Stopp ist Sancti Spiritus (A) – eine kleine Stadt, die wir nutzen, um uns die Füße bei einem „Bummelchen“ zu vertreten und um eine historische Steinbrücke – wohl die älteste Brücke Kubas – zu bewundern…

Sancti Spiritus ist ähnlich „beschaulich“, wie viele Orte hier auf Kuba, die wir bisher besucht haben…

Langsam aber sicher „wächst“ meiner Meinung nach allerdings das Warenangebot…
Hier und da gibt es mittlerweile mal ein Kekschen oder „Teilchen“ zu kaufen – und ein paar andere Dinge, die fast niemand braucht…

Hier in Sancti Spiritus gibt es sogar einen kleinen „Markt“…
Mehrere Stände haben sich aneinandergereiht und verkaufen ein paar Klamotten, Schuhe, Plastikutensilien…
Ich frage mich, ob das die „Mitbringsel“ DER Kubaner sind, die die Möglichkeit haben, nach Mexiko zu reisen, um dort einzukaufen und ihre Waren auf Kuba wieder zu VERkaufen… 🤷🏻‍♀️ Vielleicht…

Wir fahren weiter ins Tal der Zuckermühlen – ins Valle de los Ingenios
Wir sehen auf Kuba leider nur noch sehr wenig Zuckerrohrfelder, aber damals gab es hier etliche Felder – und leider auch viele Sklaven. Mitten im Zuckermühlental steht der Torre de Iznaga (B) – der sogenannte Sklaventurm. Welch gruseliger Name für eine schlimme Vergangenheit. Wie passend, dass sich ausgerechnet heute Wolken am Himmel zeigen…

Von diesem Turm wurden die Sklaven beobachtet, dir damals in den scharfkantigen Zuckerrohrfeldern die Drecksarbeit erledigen mussten. „Die Sklaven wurden von der Turmglocke zur Arbeit gerufen und sie wurden auch von hier aus überwacht. Unruhe und Ansammlungen der Sklaven, die in Aufstände münden könnten, sollten so von den Aufsehern früh bemerkt werden. Heute gilt der Turm als Mahnmal. Man kann den Turm besteigen und einen weiten Ausblick über das Valle de los Ingenios genießen“ (Wikipedia 🙈)


Nachmittags erreichen wir dann Trinidad, steigen etwas oberhalb des Ortes aus und gehen zu Fuß in die Stadt. Etwas Bewegung nach so viel Fahrerei tut gut – auch wenn es nur etwas (!) Bewegung ist…

„Natürliche Gastlichkeit strahlt die rund 500 Jahre alte, museal anmutende Kolonialstadt mit ihren gepflasterten Sträßchen aus“, so sagt es der Kuba-Reiseführer aus dem Nelles Verlag – und so kann es wohl kaum passender sein, dass wir nun zwei Nächte in den sogenannten Casas Particulares, in Privatunterkünften, schlafen und frühstücken. Vor der Reise habe ich mich schon das eine oder andere Mal gefragt, was und wie das wohl werden wird – und bin überrascht… Unsere gesamte Reisegruppe wird auf drei Casas aufgeteilt und ich bin überrascht, dass wir zu viert im gleichen Casa wohnen und tatsächlich jede Reisende ein Einzelzimmer mit eigenem Bad bekommt. Damit habe ich wahrlich nicht gerechnet. Mein Zimmer ist geräumig, alles sauber und bestens – und von meinem Zimmer in der oberen Etage mit Blick in die Nachbarschaft. Wir wohnen in dem grünen Haus, die obere Etage sieht man nur am Rande, in orange…Es gibt sogar WLAN – nachdem der Vermieter seine Rechnung bezahlt und sein Datenvolumen noch mal aufgeladen hat… 😉 Schön ist es hier!

Hier noch etwas deutlicher die obere Etage – bzw. der Blick von der Etage und der untere Eingangsbereich unseres Hauses:

Hier gefällt es mir. 😎