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„Vormittags [am 14.7.] starten wir Richtung Süden. Auf der Fahrt besuchen wir das private Schutzgebiet El Turpial, ein Ort an dem das ursprüngliche Ökosystem des Andenwaldes restauriert und geschützt wird.“… „Das knapp fünf Hektar große Schutzgebiet liegt zwischen einer beeindruckenden, steilen ca. 160 m hohen Felswand, den alten Zugleisen und dem Fluss Bogotá. Wir laufen durch das üppige Grün des bereits seit 15 Jahren wiederhergestellten Ökosystem, bewundern die typische Flora und haben die Möglichkeit verschiedene Vogelarten der Gegend zu beobachten.“

So steht es in der Reisebeschreibung und so war es dann auch. Wobei… so viele verschiedene Vogelarten habe ich jetzt nicht beobachtet – vermutlich habe ich aber auch nicht aufmerksam genug danach geschaut. Für mich war es schön, sich endlich mal wieder ein wenig in der Natur zu bewegen. 🤩🙏🏼

„Am frühen Nachmittag setzen wir unsere Reise fort. … Die Straße führt uns abwärts in mildere Regionen bis nach Chinauta – die „Gartenstadt Kolumbiens“, bekannt für ihr angenehmes Klima und die fruchtbare Erde.“

Und… jaaaaaa – es wird tatsächlich endlich wärmer. 🥰😎🙏🏼
Es ist so schön! Vor meinem schönen Hotelzimmer erstreckt sich ein riesengroße Terrasse und davor: ein großartiger Blick in die hübsche Landschaft, auf die gegenüberliegende Berg-/ Hügelkette. Hier lässt es sich aushalten. 😍


Am Tag unserer Ankunft in Kolumbien hat es die kolumbianische Fußballmannschaft übrigens geschafft, ins Finale der „Copa Américana“ zu kommen – heute findet das Endspiel statt: Argentinien gegen Kolumbien. Unterwegs hingen bereits an vielen Orten Luftballons in den Farben der kolumbianischen Flagge, etliche Menschen trugen Trikots und / oder hatten die Flagge umhängen. Das Land ist freudig erregt und in Feierlaune. „Alle“ möchten das Fußballspiel sehen und so wird das für uns zubereitete Abendessen im Hotel eine halbe Stunde vorgezogen, damit die Mitarbeiter:innen nach Hause – oder wohin auch immer – können, um sich das Spiel anzuschauen. 😂

Vermutlich ist es mittlerweile nicht mehr schwer zu erraten, was es zum Abendessen gab… 🫣 ?! Richtig – wieder jede Menge Fleisch. Uns wurde eine „parrillada“ serviert – bestehend aus Fleisch, frittierten Kochbananen und Guacamole. Kaum jemand hat es geschafft, diese riesige Portion aufzuessen – schade drum. 🤷🏻‍♀️

(Kolumbien hat an diesem Abend übrigens 1:0 in der Verlängerung gegen Argentinien verloren. Schade für die Kolumbianer, aber Glückwunsch an die argentinische Mannschaft.)

Zurück zur eigentlichen Reise. 😉

Der nächste Tag beginnt wunderbar. 🥰🙏🏼
Wir verlassen das Hotel heute erst um 9h – statt wie sonst um spätestens 8h.
Zeit, um den Tag entspannt zu beginnen: aufstehen, duschen und dann hole ich mir schon mal einen Kaffee, um diesen mit einem großartigen und ruhigen Blick in die Landschaft zu genießen.
Und: es ist warm. ☀️🙏🏼
Auch schon morgens um 7h. So kann es nun bleiben. 😉

Heute fahren wir weiter in südlicher Richtung – zwischen zwei Andenbergketten, im warmen Flachland, überqueren den großen Magdalena-Fluss und fahren immer weiter – bis in die Tatacoa-Wüste, die „Desierto de la Tatacoa“. Fachlich ausgedrückt handelt es sich bei der Tatacoa-Wüste um eine sogenannte „Regenschattenwüste“ – „Regen und Wind haben über viele Jahre die oberen Bodenschichten teilweise abgetragen, sodass sich ein zerklüftetes Gelände und geschwungene Hügel herausgebildet haben“ (Viktor Coco, Kolumbien, Stefan Loose Travel Handbücher) – ich hätte es nicht schöner erklären können. 😉

Doch bis wir dort in der Wüste ankommen, steht uns erst noch eine laaaaange Fahrt bevor – bis zum Ort Aipe.
Mittlerweile ist es draußen übrigens richtig heiß. 😀☀️😎

In Aipe führt uns ein kleiner Spaziergang zu einem Fluss, den wir mit einem kleinen Boot eigentlich nur überqueren müssten – aber wir fahren zudem etwas auf und ab, auf der Suche nach dem einen oder anderen Tier- bzw. Vögelchen. Schön luftig warm ist es auf dem Boot und wir sehen u.a. einen Goldwäscher. Ich hätte nicht gedacht, dass man hier „einfach so“ noch Gold finden würde – aber es scheint sich noch zu lohnen. Sah zumindest sehr „professionell“ aus.

Auf der anderen Uferseite warten dann bereits TukTuks auf uns, die uns in die „Wüste“ – zu unserer Unterkunft – fahren.

Uns erwartet eine Art „Camp“ – mit einfachen, aber zweckmäßigen, Zimmern. Sogar Dusche und Toilette gibt es auf den Zimmern – wenn auch ohne temperaturregulierbares Wasser. Handys kann man an einer zentralen Stelle nahe des Essbereiches laden – Internet und der Kontakt zur „Außenwelt“ darf warten.

Ich genieße die Wärme und das Dasein „mitten“ in der Tatacoa-Wüste. Bei unserem Spaziergang zum Sonnenuntergang realisiere ich aber erst WIE wunderschön es hier ist. Ich könnte hier jetzt etliche Bilder einstellen… Hier eine kleine Auswahl. 🥰

Zum Abendessen gibt es wieder etwas „typisches“. 😂🙈🙊
Zumindest für viele von uns: 🐐.
Ich habe mich gegen die Ziege entschieden und stattdessen Rind à la Schuhsohle bekommen. Vielleicht muss ich einfach immer bei den typischen Gerichten bleiben und einfach alles probieren?! Mal schauen, was in der kommenden Zeit noch so alles angeboten wird.

An diesem Abend gehen alle sehr früh schlafen – bevor die Mücken und andere Flugtiere im Schein des hellen Lichts einzelner Lampen angreifen. Ich habe keine Erinnerung daran, wann ich zuletzt so früh schlafen gegangen bin… Vielleicht während der letzten Trekkingtour in Nepal. Keine Ahnung – ist auch egal. Es ist nach wie vor sehr warm in der Hütte / dem Zimmer und ich liege – alle Viere von mir gestreckt – ohne Decke auf dem Bett. 😴😇

Schon um 5.30h treffen wir uns am nächsten Morgen zum Sonnenaufgangsspaziergang durch die urigen Sandgebilde der Wüste. Seht selbst – es ist so schön. 🥰🌵

Zurück im Camp wartet das übliche Frühstück auf uns 🥱: Eier, Obsttellerchen, „Brot“.

Und dann steht uns wieder ein langer Fahrtag bevor – zurück in die kühlere Höhe 😳 auf etwa 1700m – in die Kaffezone.