Unsere heutige Tour führt uns von Los Angeles – über den Joshua Tree Nationalpark – nach Lake Havasu City: das sind etwas mehr als 300 Meilen und 5 Stunden reine Fahrzeit.

Los Angeles verlassen wir erstaunlich stressfrei – der Verkehr hält sich in Grenzen, das Navi zeigt uns gute Alternativen zu vollen Straßen und in der Kombi aus „eine fährt, die andere schaut auf die Schilder“ kommen wir bestens voran. Schon nach kurzer Zeit liegt die riesengroße Stadt hinter uns, und es fühlt sich zunehmend so an, als würden wir ins Endlose fahren.

Die Landschaft wird karger, die Straßen gerader, der Horizont weiter. Uns es wird immer heißer. Sehr heiß. Das Thermometer zeigt mittlerweile um die 100 Fahrenheit an – fast 40 Grad Celsius… Wahnsinn

Am Eingang zum Infocenter vom „Joshua Tree Nationalpark“ werden wir per Schild und Flyer darauf hingewiesen, heute bitte nicht zu sterben.

„Do not die today.“ – Dazu ein paar Verhaltensweisen, die dabei helfen könnten.

Klingt dramatisch – aber es ist echt heiß. Wir möchten dementsprechend nur eine kleine Wanderung durch den Park machen und erkundigen uns nach Möglichkeiten und Touren. Sie malte uns auf der Karte eine einstündige Fahrt durch den Park ein… Wir erklären ihr erneut, dass wir WANDERN möchten… 🥾

Die Antwort ist knapp und klar. „No!“ – „Not today! It‘s too hot.“ Wir weisen noch darauf hin, dass es eine echt kurze Tour sein soll / kann… „No!“ – „Not today! It‘s too hot.“ Dazu der Hinweis auf einen möglichen Regen, Flut, Tod und Verderben. 😳🫣 OK, von „Verderben“ sprach sie nicht… 😂

Also fahren wir stattdessen gemütlich eine Stunde durch den Park. Kaum Verkehr, kaum Menschen – dafür umso mehr surreal wirkende Joshua-Bäume, bizarre Felsformationen und einfach eine großartige Landschaft!!!!

Wie schön, dass wir die Tour durch den Park gemacht haben. 🥰

Nach dem Park ändert sich die Landschaft wieder. Mal sandig, mal felsig, mal einfach nur leer – aber immer beeindruckend. Die Straße zieht sich scheinbar endlos geradeaus.

Kurz vor Lake Havasu dann der Blick auf den Colorado River. Wow – so ein großer Fluss und dazu plötzlich so ein schönes Grün, Palmen am Ufer und einfach so unglaublich viel Wasser.

Und: die dringende Erkenntnis, dass wir seit Stunden keine Toilette gesehen haben… 😳

Ein kleiner Burger-Stopp schafft Abhilfe – sowohl für den Magen als auch für die Blase. 😉

Angekommen im Hotel sind wir von außen zunächst recht angetan. Das Hotel macht einen guten Eindruck. Unser Zimmer ist dann eher „naja“ mit einer riesengroßen , lauten Klimaanlage, die fast das halbe Zimmer einnimmt – ok, das ist übertrieben, sie ist aber trotzdem riesig.

Egal… ein kaltes Bier, ein Blick auf die schönen Fotos des Tages, das Revue-passieren-lassen des Tages, Beer-Braised-Steak-Pringles – und alles ist bestens. 😍

Draußen hat es noch über 30 Grad. Drinnen ist es warm, aber immerhin „ruhig“ – ohne das Dröhnen der Klimaanlage. Und die lauten Menschen um uns herum gehen bestimmt auch bald schlafen…

Was für ein schöner Tag – viel zu schön, um zu sterben. Das möchten wir noch lange nicht!!!