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HIMSBERG ZUM GRUSS

HIMSBERG ZUM GRUSS

Archiv des Autors: Maike

Froh zu sein bedarf es wenig

03 Mittwoch Jan 2024

Posted by Maike in Kanarische Inseln, Reisen, Spanien, Teneriffa

≈ 4 Kommentare

Schlagwörter

froh sein, Kakteen, Montaña Bilma, Sonne, Teide, Urlaub, Vulkan, Wandern

… „und wer froh ist, ist ein König“ – oder eine Königin. 👑

Nein, ich bin nicht übermütig geworden – aber die Glöckchen, die gestern Abend noch „Jingle Bells“ spielten, spielen heute tatsächlich „Froh zu sein bedarf es wenig“. 🥰 Mein Reden!

Ich bin wieder mit dem Bus nach Santiago der Teide gefahren, um von hier eine kleine Wanderung um einen kleinen Vulkankegel zu machen – den Montaña Bilma.
Gleich hinter der Bushaltestelle zweigt der Weg Richtung Montaña Bilma ab und nur einige Meter weiter geht es links ins „Wandergebiet“.

Ein gut markierter Wanderweg führt mich nun leicht bergauf Richtung Vulkankegel. Oh, es ist ein so schöner Weg und niemand scheint hier unterwegs zu sein. Rechts und links vom Weg raschelt es ordentlich im „Gebüsch“, wenn die Echsen vernehmen, dass jemand kommt, um sich schnell zu verstecken.

Und während ich hier so gehe, rundum zufrieden bin, höre ich in der „Ferne“ die Glocken, wie sie besagtes Lied spielen. Der Ohrwurm ist gesichert und mein Glücklichsein auch. 🥰🙏🏼

Schaut nur, wie schön es hier ist!!

So viele Kakteen am Wegesrand und so viel zu sehen. 😍

Sogar der Teide ist in der Ferne zu sehen. 😍

Es erstaunt mich, dass hier fast niemand unterwegs ist. Dabei ist es hier so abwechslungsreich und schön!
Etwa auf Höhe des Vulkankegels wechselt die Wegbeschaffenheit wieder – und zwar ziemlich abrupt. Unglaublich viel Lavagestein ist zu sehen und man geht über dieses bröselige Gestein – sehr eindrucksvoll.

Und kurz dahinter wieder dieser großartige Blick auf La Gomera – und überhaupt. 🥰

Froh zu sein bedarf es wenig!! 🙏🏼

https://www.komoot.de/tour/1406807418?ref=itd

Berg oder Küste…

02 Dienstag Jan 2024

Posted by Maike in Kanarische Inseln, Reisen, Spanien, Teneriffa

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Schlagwörter

Handtücher auf den Liegen, Küstenweg, Pauschalurlaub, Pool, Salzwasser-Pool, Sonne, Strand, Teneriffa, Vulkan

… das ist die heutige Frage – und ich entscheide mich zunächst für den Pool. 😂🤷🏻‍♀️

Aber nur aus logistischen Gründen. ☝🏼
Es ist wirklich gruselig, WIE schnell und wie penetrant hier die Sonnenliegen belegt sind und belegt bleiben. Ein großer und nerviger Nachteil am Pauschalurlaub. Ich frage mich, wann die Menschen hier bereits aufstehen, um die Liegen zu blockieren, die Handtücher mit Klammern befestigen, die Liegen zusammenklappen… Oft muss ich erst sehr genau hinschauen, um festzustellen, dass die Liegen bereits blockiert sind. Das läuft hier sehr „professionell“ ab… 🙄 🧐


Wenn ich nachmittags zurück ins Hotel komme, habe ich keine Chance auf eine „nette“ Liege… Aber dort mal zu liegen, gehört ja auch irgendwie mal zum Urlaub… 😂😎
Also hole ich heute zum Gegenschlag aus. Schließlich zählt auch die „Stärke“ in diesem Jahr zu den Begriffen / Eigenschaften, die mich begleiten sollen… 💪 Und los.
(Alternativ hätte sich auch der Frosch mal nützlich machen können – aber ich mag ihn nach wie vor nicht aus dem Zimmer lassen. 🙈)

Erfolgreich – wenn auch nicht so professionell – ergattere ich mir eine Liege am Pool und genieße es, den Vormittag im und am Pool zu verbringen. Ein wenig lesen, die Äuglein schließen, im Wasser abkühlen, Blog schreiben… Hier lässt es sich aushalten.


Für viele Menschen ist DAS Urlaub. Für mich auch – aber dann reicht es nach einem halben Tag auch häufig schon.

Da sich in den Bergen bereits einige Wolken versammeln, entscheide ich mich heute dann doch für die Küste und gehe wieder in Richtung Süden – immer an der Küste entlang. So weit, wie ich komme…

Ich passiere unglaublich viele Hotels, Ferienanlagen, luxuriöse Bungalows – komme aber auch an etlichen Ruinen vorbei und sehe, dass an einigen Orten scheinbar noch größere Vorhaben warten…
An dieser Stelle zeigt sich der Gegensatz besonders:


Mich beeindrucken während meines Weges immer wieder die vielen skurrilen Gebilde der versteinerten Vulkanschlacke – und die kleinen Badestellen, die zum einen natürlich entstanden sind, aber auch menschlich erweitert wurden.

Und überhaupt – schön ist es hier! 🥰


Neben den natürlichen Fels-Badestellen gibt es auch wieder den einen oder anderen Strand, aber ich denke, da würde ich lieber in einem natürlichen Pool baden wollen.

Ich hätte wohl noch eine ganze Weile einfach so an der Küste entlang gehen können…

Aber irgendwann ging es einfach nicht weiter. 🤷🏻‍♀️ Schade!

Es war ein schöner und abwechslungsreicher Küstenweg, der hier bei Komoot noch einmal genauer zu sehen ist.

https://www.komoot.de/tour/1406204583?ref=itd

Und am Abend? „Noche Latina“… 🍹



2024: Gelassenheit, Magie, Stärke…

01 Montag Jan 2024

Posted by Maike in Kanarische Inseln, Reisen, Spanien, Teneriffa

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Schlagwörter

eng, Jingle Bells, kurvig, Masca, schönstes Dorf, schmale Straßen, Sonne, Teneriffa

Das sollen angeblich Begriffe / Eigenschaften sein, die mich in diesem Jahr begleiten werden… Ich bin gespannt. Gespannt, was das neue Jahr so alles mit sich bringen wird. 🍀

Es startet in jedem Fall mit einem großartigen Frühstücksblick.
Am gestrigen Abend – während der langweiligen Feier – habe ich den gesamten Außenbereich des Hotels erkundet und dieses schöne Plätzchen gefunden – mit direktem Blick auf Los Gigantes.
„Gigantisch“ 😉 🤩

Breakfast with a view. So schön kann das Jahr gerne weitergehen – mit Gelassenheit, Magie und Stärke. 🙏🏼

Der erste Tag im Jahr muss nicht gleich der schönste werden – aber es schadet ja nichts, in „das schönste Dorf“ Teneriffas zu fahren. So steht es im Reiseführer aus dem Michael Müller Verlag: „Als schönstes Dorf Teneriffas wird Masca gerühmt, und das ist nicht übertrieben.“
Na dann…
Masca ist ein kleines Dorf im Tenogebirge mit einer sehr besonderen Lage. „Die Ortsteile liegen auf drei steilen, durch Schluchten getrennte Felsrücken.“

Ich freue mich auf den Besuch des kleinen Dorfes und fahre mit dem Bus erst bis nach Santiago del Teide und steige dort in einen kleineren Bus um, um nach Masca zu kommen. Ein großer Bus hätte hier auf der schmalen und kurvigen Bergstraße keine Chance. Vor uns fährt mittlerweile ein Wohnmobil und der Fahrer oder die Fahrerin tut mir zunehmend Leid. Aber warum tut man sich das auch an… Das Wohnmobil muss etliche Male an zahlreichen Kurven zurücksetzen, lenken, vorwärts kommen, zurück, vorwärts, um überhaupt um die Kurven zu kommen. 🫣
Wie gut, dass ich „entspannt“ 🫢 im Bus sitze.
Und wie gut, dass ich die Gelassenheit auf meiner Seite habe… 😇

Ich bin schon von der Busfahrt nach Masca hin und weg. Die Straße, die Ausblicke ins Tenogebirge, die Schluchten, das harte Bremsen des Busfahrers, bei plötzlich auftretendem Gegenverkehr, die grüne Landschaft… 😍

Auf dem Video vielleicht nicht so gut zu erkennen, aber es ist schon ein wenig atemberaubend.

In Masca angekommen, kann ich bestätigen, dass es definitiv eines der schönsten Dörfer Teneriffas sein muss. Schon beim ersten Anblick – ohne, dass ich überhaupt das Dorf betreten habe.

In Masca ist es heute sehr ruhig – ich vermute, weil Neujahr ist!? Alle kleinen Cafés / Restaurants / Bars (was auch immer) sind geschlossen und es herrscht eine absolut entspannte Atmosphäre hier oben.

Für die Rückfahrt hat mir jemand den Tipp gegeben, eine Busstation oberhalb von Masca einzusteigen, da ich dann eine größere Chance darauf habe, überhaupt mitfahren zu können. Die Plätze in diesen kleinen Bussen sind begrenzt und es gibt heute nur noch diesen einen Bus zurück. 😳
Den Tipp habe ich sehr gerne angenommen und auch der kurze Weg zur Haltestelle ist wunderschön.

Recht problemlos erreiche ich so zunächst wieder Santiago der Teide, wo ich wieder in den anderen Bus nach Puerto de Santiago wechsle. Während der Wartezeit läuten plötzlich die Glocken der kleinen Kirche von Santiago der Teide. Sie spielen „Jingle Bells“ – wie schön. 🥰
Ein schöner Neujahrstag! 🙏🏼

Der heutige Tag war zwar nicht sonderlich bewegungsintensiv – aber wunderschön. Hier der Link zu Komoot. (Ich liebe diese App.)

https://www.komoot.de/tour/1405353706?ref=itd

Wieder im Hotel habe ich den Abend mit dem Frosch ausklingen lassen. Ein Gläschen Wein auf unserem schönen Balkon. 🍷
Er lauscht gerne meinen Schilderungen und freut sich schon darauf, eines Tages mal mit nach draußen zu dürfen… 🐸

Ich kann seine Sehnsucht ja irgendwie verstehen…

Himsberg zum Gruß 🍷

Angekommen – in der Sonne

31 Sonntag Dez 2023

Posted by Maike in Kanarische Inseln, Reisen, Spanien, Teneriffa

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Schlagwörter

Frosch, Insel, Los Gigantes, Silvester, Sonne, Strand, Teneriffa

Ich liebe es, der Kälte, dem Regen, dem Wind – dem norddeutschen Ekelwetter – entfliehen zu dürfen und in die Sonne zu reisen.

Angekommen auf Teneriffa bin ich zunächst erfreut, wie warm es am späten Nachmittag noch ist – UND wie gut so ein Pauschalurlaub letztendlich organisiert ist. 😂 Ich bin zwar schon viel gereist, aber ich habe erst das zweite Mal in meinem Leben so einen „offiziellen“ Pauschalurlaub eines sehr großen Reiseanbieters gebucht…
Und angekommen am Flughafen, ist alles bestens ausgeschildert, visualisiert und etliche Reisebusse stehen bereit, um die Gäste in ihre gebuchten Hotels zu fahren. Ok, es hat „ein wenig“ gedauert, bis der große Bus – mit ca. 15 Gästen – endlich los fuhr, aber egal. Alles klappt bestens und das mag ich – wenn sich all meine Sorgen und Gedanken in Luft auflösen. Sicherheit.

Das Hotel erreiche ich gerade noch rechtzeitig, um zu sehen, wie die untergehende Sonne hinter „La Gomera“ abtaucht. 😍


Den folgenden letzten Tag des Jahres verbringe ich damit, die fußläufige Gegend nördlich und südlich des Hotels zu erkunden. Ein schönes Fleckchen Erde ist das hier – Los Gigantes. Eine riesige Steilküste. Die Felsen fallen bis zu 450m steil ins Meer ab.

https://www.komoot.de/tour/1404372352?ref=itd

Am Nachmittag gehe ich dann in die südliche Richtung – vom Hotel aus gesehen. Dort soll es den einen oder anderen „schönen“ schwarzen Strand geben… Ich bin mir sicher, Geschmäcker sind verschieden! 😂

Kurz dahinter wird es aber wirklich schön und interessant. Versteinerte Vulkanschlacke als seltsam geformte Küstenlandschaft. Hübsch anzusehen.

https://www.komoot.de/tour/1404576835?ref=itd

Zurück im Hotel nehme ich diverse Vorbereitungen für den Silvesterabend wahr. Wie gut, dass ich hier bin – mich um nichts kümmern muss, nichts machen muss, keine Ahnung habe, was hier geplant ist – außer, dass es eine „Einladung“ für den „Special New Year’s Eve Dinner“ gibt.

Großzügig lädt das Hotel an diesem Abend alle Gäste nicht nur zum Essen (das ist eh inklusive) ein, sondern auch die Getränke gehen am Silvesterabend allesamt aufs Haus.
Am Restauranteingang bekommt jeder Gast einen gold oder silber glänzenden Hut oder einen „bezaubernden“ Haarreif gereicht… Darauf habe ich gewartet 🫢 – Die „Party“ kann beginnen. 🥳

Das Buffet ist wirklich sehr eindrucksvoll. Wahnsinn, was die alles aus dem Wasser gefischt und zubereitet haben. Ich hätte nur wissen müssen, WIE man das alles isst… 😂🤷🏻‍♀️
An einigen Tierchen habe ich mich zwar versucht, wäre wohl aber nicht satt geworden, so blöd wie ich mich angestellt habe. Aber es gab auch noch seeeeehr viele Alternativen.
Die Getränke waren auch köstlich 😉 – die „Party“ hingegen… 💤😴

Wie gut, dass ich eh nicht auf Partys stehe und so habe ich mir das „Treiben“ (welches aus einer recht langweilig spielenden Band bestand) lediglich ein Weilchen von der Seite angeschaut, bis ich einfach in mein schönes Zimmerchen gegangen bin, um selig ins neue Jahr zu schlafen.

Happy new year – und Himsberg zum Gruß 🥂🍀

Zum Jahresende…

30 Samstag Dez 2023

Posted by Maike in Kanarische Inseln, Reisen, Spanien, Teneriffa

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Schlagwörter

Frosch, Kermit, peinlich, Reisen, Silvester, Sonne, Teneriffa, Urlaub

Zum Jahresende lassen viele Menschen eine Revue passieren… Das war großartig, das möchte ich ändern, das hat mich traurig gemacht, das nehme ich mir fürs nächste Jahr vor..

Ich denke, es wäre an dieser Stelle zu persönlich, wenn ich all meine Freude, mein Traurigsein, Abschiede, Begegnungen, Fragen, Sorgen, meine Begeisterung etc. thematisieren würde, aber – all das gab und gibt es selbstverständlich im vergangenen (bzw. noch aktuellen) Jahr und bewegt mich zum Teil auch noch heute. 🤷🏻‍♀️

Doch nun genug davon. Wobei… eine Veränderung möchte ich doch noch mitteilen… Es gibt da wieder jemanden in meinem Leben… 😍
Er ist grün, recht emotional, vielseitig interessiert und möchte die Welt erkunden. 🫣

Er versteckte sich zu Weihnachten in einer Geschenktüte in Stade und ruckzuck saß er in meinem Auto und fuhr voller Erwartung mit mir nach Bremen.

Ihm wurde versprochen, dass er mit mir den Jahreswechsel auf Teneriffa verbringen darf – und nun ist wohl klar, dass es ein „Problem“ gibt…
Nein, nach Teneriffa zu kommen, ist nicht das Problem – ich habe gebucht (für eine Person) und freue mich drauf. 😎🙏🏼✈️
Der Frosch ist das Problem. 🤷🏻‍♀️🐸

Wenn ich dort auf Teneriffa in aller Öffentlichkeit mit einem Frosch auftrete, werde ich (mit Recht) vermutlich für so eine durchgeknallte Alte gehalten, die mit einer Stoffpuppe verreist. Aber darf ich ein Versprechen einfach so ignorieren.
(Oha, ich merke schon, es wird die „verrückte Alte“. 🙈)
So weit ist es nun schon mit mir gekommen…

Für den Frosch scheint das alles kein Problem zu sein – er macht sich gar keine Gedanken – ganz im Gegenteil… Er genießt, hat Spaß und bereitet sich auf seinen ersten Urlaub vor.

Also gut. Mal sehen, wie ich das alles – möglichst wenig peinlich – über die Bühne bringe…

Wir beginnen unsere Reise in Hamburg – und damit auch das erste Drama. Hier in Hamburg ist Ines noch dabei und für uns war klar, dass wir ohne den Frosch ins Restaurant gehen würde. Für UNS war das klar. Nicht so für den Frosch. Wutanfall, Geschrei und Geheule.

Wir gehen trotzdem und finden bei Rückkehr einen traurig weinenden Frosch vor. 😟 OK, das haben wir nicht gewollt und gehen zusammen noch mal kurz in die Hotelbar. Ihr hättet sein Gesicht sehen sollen, als er davon erfuhr… 🤩

Gin Tonic – er mag es scheinbar, zu „genießen“…
Unsere peinlich berührten Gesichter, mit einem Frosch in der Hotelbar zu sitzen, erspare ich euch an dieser Stelle. 😂🫣

Ja, und nun sitze ich mittlerweile mit dem Frosch im Flugzeug, frage mich, ob das alles richtig so ist und freue mich (trotzdem 😉) auf eine schöne Woche auf Teneriffa.

Ein wenig Wärme, ein wenig Sonne, ein wenig abschalten – zum Jahresende.

Und im Stillen vielleicht doch ein wenig Revue passieren lassen – zum Jahresende. 🫢

Ein Kapitän muss es wissen!

14 Freitag Jul 2023

Posted by Maike in Kreuzfahrt, Reisen

≈ 2 Kommentare

Schlagwörter

Balkonkabine, genießen, Kreuzfahrt, Landausflüge, Mein Schiff, Mittelmeer, Sonne

„Seien Sie sich bewusst“, so begrüßte uns der Kapitän am ersten Morgen, „Sie sind zur richtigen Zeit am richtigen Ort!“ 😎🙏🏼🛳️

Das glaube ich mittlerweile gerne!! Dabei ist es fast unglaublich… Ich befinde mich auf einem Kreuzfahrtschiff und mache eine Mittelmeerkreuzfahrt…

Und spontaner hätte die Reise wohl kaum sein können… Noch einen Tag vor der Abreise hatte ich keinen Plan, wohin meine Reise in diesem Sommer wohl gehen würde – da ich lange Zeit auch nicht wusste, wohin die private Reise gehen würde…

Nun aber weiß ich beides und befinde mich bereits seit fast einer Woche auf einem fetten Schiff im Mittelmeer: mit Balkonkabine und stetem Blick aufs Meer oder einen Hafen. Zum Glück richtet sich der Blick nicht auf eine hässliche Stange vor meinem Balkon oder gar auf ein Rettungsboot. Da ich eine Glücks- oder Pechkabine gebucht habe, hätte letzteres wohl durchaus sein können. Doch mein Blick ist frei und ich habe großes Glück. 🙏🏼

Das Glück begann schon damit, dass ich die Reise überhaupt entdeckt habe (oder sie mich?) und dass ich einen Tag vor Abreise überhaupt noch einen Platz auf dem Schiff UND im Flieger von Hamburg nach Triest bekommen habe. 🙏🏼
Wie gesagt, so spontan habe ich noch keine Reise gebucht. Zwischen Buchung und Abreise lagen keine 24 Stunden… Und so legte am Sonntag, 9.7.2023, um 22Uhr „Mein Schiff“ in Triest ab.

„Oh, große Freiheit.
Ich hab mich nach dir gesehnt.
Du hast dich in mein Herz geträumt –
Es ist schön, dich wiederzuseh’n.
Große Freiheit.
Ich hab mich nach dir gesehnt.
Du hast dich in mein Herz geträumt –
Es ist schön, dich wiederzuseh‘n.
In deiner Urkraft liegt es, durch den Sturm zu gehen,
Im nordisch stillen Stolz
Jede Flut zu überstehen.“

Dieses Lied erklingt nun jedesmal auf dem Schiff, wenn wir einen Hafen verlassen…
„Große Freiheit“…
Dazu – sofern es nicht schon 22 Uhr ist – tönt dreimal das dumpfe Typhon, das Schiffshorn. Und schon ist man wieder auf der Fahrt zum nächsten Hafen…

Split, Dubrovnik, Bar, Catania, Valletta, Souda, Bodrum, Mykonos Stadt, Piräus und wieder Valletta – das sind die Häfen „meiner“ Reise.

Alles erscheint so unkompliziert hier an Bord… Essen und Trinken gibt es immer und natürlich viel zu viel. Zudem ein Wasserspender in der Nähe der Kabine, Kaffeemaschine auf dem Zimmer – ein umfangreiches Bordprogramm sorgt für Unterhaltung – WENN man es möchte…
Dabei hat man tagsüber die Wahl zwischen etlichen Sport-, Fitness- und Wellnessangeboten, kreativen Kursen (Schmuck herstellen, malen o. ä.)… man kann ins Casino oder shoppen gehen, Cocktail-Workshops belegen, Rum-, Gin-, Schokoladen-, Wein- oder Bierverkostungen buchen, lernen wie man einen Strudel herstellt oder oder oder… 😂🤷🏻‍♀️

Zwischendurch informiert der – äußerst unterhaltsame (!) – Kreuzfahrtdirektor Schifferle Steffen Waeger über die Angebote des Tages, Wichtiges, Unterhaltsames – und auch der Kapitän, Herr Andreas Greulich, hält jeden Tag seine Ansprache und teilt uns mit, mit wie viel Knoten wir wie viele Seemeilen bei welcher Windstärke zurücklegen werden etc.

Unser Kapitän klingt übrigens so, wie ein Kapitän meiner Meinung nach klingen sollte 😎 🥰🛳️ – was auch immer das heißen mag.

Auch hatte er einen imposanten Auftritt am zweiten Abend der Reise. 🛳️ 👨🏼‍✈️
Im Rahmen einer Abendshow stellte er sich und etliche Offiziere des Schiffes vor, nachdem er (mit seiner Crew) aus dem Boden der Bühne empor gefahren kam. Auch die gesamte Show drumherum… – wirklich sehr unterhaltsam!

Nicht unerwähnt sollen die zahlreichen Landausflüge sein, die man bspw. ganz unkompliziert per App buchen kann. 😂 Haha – ich komme mir beim Schreiben gerade so vor, als würde ich Werbung für eine Kreuzfahrt mit diesem Schiff machen… Mache ich nicht, aber im Moment bin ich tatsächlich noch begeistert. Fast uneingeschränkt…

Unter uns gesagt… 🤫 WENN man die Möglichkeit hat, sollte man außerhalb der Ferienzeit buchen… 🙊 Es sind doch SEHR VIELE Kinder und Jugendliche an Bord…
Genauer gesagt: 406 „Kids und Teens“ zwischen 0 und 17 Jahren. 2663 Gäste insgesamt, bei einem Altersdurschnitt von 47,02 Jahren… 😳 Ups – und schwupps liege ich über dem Durchschnitt. 😂🤷🏻‍♀️

Die Crew des Schiffes besteht übrigens auch noch mal aus 908 Crewmitgliedern.

Zum Glück verläuft sich die Masse an Menschen hier auf dem Schiff und ich bin immer wieder positiv überrascht, dass es etliche Orte auf diesem Schiff gibt, an denen sich kaum jemand aufhält. Und dabei handelt es sich durchaus um schöne Orte mit toller Aussicht. 🤷🏻‍♀️ Ich genieße es, hier zu sein.

A propos „verlaufen“… Ich bin beruhigt, dass nicht nur ich mich in den ersten Tagen auf dem Schiff etwas blöd angestellt habe bzw. etwas desorientiert war. Fast immer, wenn Menschen den gemeinsam benutzten Fahrstuhl verlassen, gehen sie häufig zunächst in die falsche Richtung und kehren dann verwundert um oder überlegen laut, in welche Richtung sie wohl gehen müssen… 😂
Nun, nach fast einer Woche, weiß ich wo Bug und Heck, Steuer- und Backbord, alle wichtigen „Einrichtungen“ und wo meine Kabine ist. 👍🏼

Hier ist sie übrigens: meine hübsche Balkonkabine. 🥰

Und hier ist die Reiseroute meiner erlebnisreichen Kreuzfahrt durch das Mittelmeer noch mal im Überblick.

In diesem Sinne – Himsberg zum Gruß und viele liebe Grüße, Maike

Auf dem Weg nach Trinidad

30 Donnerstag Mär 2023

Posted by Maike in Kuba, Reisen, Trinidad

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Schlagwörter

Anreise, Casas Particulares, Sancti Spiritus, Sklaventurm, Trinidad, Zuckermühlental

Der Weg von Camagüey nach Trinidad ist lang – nicht für deutsche Verhältnisse, aber für kubanische schon: knapp 260 km liegen heute vor uns – mit mehreren Stopps UND einer Überraschung, wie Javier immer wieder ankündigt. 🤷🏻‍♀️

Unser erster offizieller Stopp ist Sancti Spiritus (A) – eine kleine Stadt, die wir nutzen, um uns die Füße bei einem „Bummelchen“ zu vertreten und um eine historische Steinbrücke – wohl die älteste Brücke Kubas – zu bewundern…

Sancti Spiritus ist ähnlich „beschaulich“, wie viele Orte hier auf Kuba, die wir bisher besucht haben…

Langsam aber sicher „wächst“ meiner Meinung nach allerdings das Warenangebot…
Hier und da gibt es mittlerweile mal ein Kekschen oder „Teilchen“ zu kaufen – und ein paar andere Dinge, die fast niemand braucht…

Hier in Sancti Spiritus gibt es sogar einen kleinen „Markt“…
Mehrere Stände haben sich aneinandergereiht und verkaufen ein paar Klamotten, Schuhe, Plastikutensilien…
Ich frage mich, ob das die „Mitbringsel“ DER Kubaner sind, die die Möglichkeit haben, nach Mexiko zu reisen, um dort einzukaufen und ihre Waren auf Kuba wieder zu VERkaufen… 🤷🏻‍♀️ Vielleicht…

Wir fahren weiter ins Tal der Zuckermühlen – ins Valle de los Ingenios…
Wir sehen auf Kuba leider nur noch sehr wenig Zuckerrohrfelder, aber damals gab es hier etliche Felder – und leider auch viele Sklaven. Mitten im Zuckermühlental steht der Torre de Iznaga (B) – der sogenannte Sklaventurm. Welch gruseliger Name für eine schlimme Vergangenheit. Wie passend, dass sich ausgerechnet heute Wolken am Himmel zeigen…

Von diesem Turm wurden die Sklaven beobachtet, dir damals in den scharfkantigen Zuckerrohrfeldern die Drecksarbeit erledigen mussten. „Die Sklaven wurden von der Turmglocke zur Arbeit gerufen und sie wurden auch von hier aus überwacht. Unruhe und Ansammlungen der Sklaven, die in Aufstände münden könnten, sollten so von den Aufsehern früh bemerkt werden. Heute gilt der Turm als Mahnmal. Man kann den Turm besteigen und einen weiten Ausblick über das Valle de los Ingenios genießen“ (Wikipedia 🙈)


Nachmittags erreichen wir dann Trinidad, steigen etwas oberhalb des Ortes aus und gehen zu Fuß in die Stadt. Etwas Bewegung nach so viel Fahrerei tut gut – auch wenn es nur etwas (!) Bewegung ist…

„Natürliche Gastlichkeit strahlt die rund 500 Jahre alte, museal anmutende Kolonialstadt mit ihren gepflasterten Sträßchen aus“, so sagt es der Kuba-Reiseführer aus dem Nelles Verlag – und so kann es wohl kaum passender sein, dass wir nun zwei Nächte in den sogenannten Casas Particulares, in Privatunterkünften, schlafen und frühstücken. Vor der Reise habe ich mich schon das eine oder andere Mal gefragt, was und wie das wohl werden wird – und bin überrascht… Unsere gesamte Reisegruppe wird auf drei Casas aufgeteilt und ich bin überrascht, dass wir zu viert im gleichen Casa wohnen und tatsächlich jede Reisende ein Einzelzimmer mit eigenem Bad bekommt. Damit habe ich wahrlich nicht gerechnet. Mein Zimmer ist geräumig, alles sauber und bestens – und von meinem Zimmer in der oberen Etage mit Blick in die Nachbarschaft. Wir wohnen in dem grünen Haus, die obere Etage sieht man nur am Rande, in orange…Es gibt sogar WLAN – nachdem der Vermieter seine Rechnung bezahlt und sein Datenvolumen noch mal aufgeladen hat… 😉 Schön ist es hier!

Hier noch etwas deutlicher die obere Etage – bzw. der Blick von der Etage und der untere Eingangsbereich unseres Hauses:

Hier gefällt es mir. 😎

Camagüey

30 Donnerstag Mär 2023

Posted by Maike in Bayamo, Camagüey, Kuba, Reisen

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Schlagwörter

Bayamo, Camagüey, Devisenläden, Nationalhymne, Notprodukte, Tonkrüge, Trinidad, Wassermangel

Gestern sind wir in Camagüey – in der „Stadt der Tonkrüge“ – angekommen und schon heute habe ich ein besseres Verständnis von der Bedeutung… 😂🙊
Javier erklärte uns bereits auf dem Weg hierher, dass es in Camagüey und Umgebung ein Wasserproblem gebe… Häufig sei zu wenig Wasser vorhanden, so dass man früher Regenwasser in riesigen Tonkrügen aufbewahrte, um die Zeiten der Dürre besser überstehen zu können. Die Tonkrüge schmücken auch heute noch viele Gärten und Vorhöfe – wenn auch nur zur Zierde.
Unser Hotel hat weder einen Tonkrug im Garten, noch scheint es auf Reservewasser zugreifen zu können…
Einige aus unserer Gruppe haben heute unter der Dusche oder beim Zähneputzen konkret erfahren können, was das bedeutet – sie hatten kein Wasser mehr. Ich habe es zum Glück noch rechtzeitig geschafft. Wie war das mit dem frühen Vogel?! 😉
(Und das aus meinem Munde… 😂)

Der gestrige Weg hierher bestand aus einem recht langen Fahrtag – mit einer Pause in Bayamo. Und damit sind wir auch schon wieder beim Thema Revolution und Freiheitskampf:
„Kubas erster Unabhängigkeitsheld Carlos Manuel de Céspedes wurde hier geboren“…
Und die kubanische Nationalhymne „La Bayamesa“ wurde hier das erste Mal öffentlich gesungen – was heute übrigens verboten sei. 🤷🏻‍♀️


Camagüey
ist ein beschauliches Städtchen, das eine entspannte Atmosphäre ausstrahlt… Wir besichtigen den Ort per Fahrradrikscha und schlendern zudem entspannt hindurch.

„Entspannte Atmosphäre“ – das trifft hier auf viele Orte zu…
Immer wieder – egal wo – sehen wir Menschen im Schaukelstuhl sitzen – in ihren Häusern, am offenen Fenster, vor ihren Häusern – Hauptsache Schaukelstuhl. Sie sitzen darin, schauen auf die Straße, tauschen sich mit anderen aus, dösen vor sich hin o.ä.
Oder sie sitzen einfach so vor ihren Häusern auf dem Bordstein, einer Stufe – worauf auch immer…
Javier betont immer wieder „Die Kubaner haben Zeit…“ – Das haben sie wohl… WENN sie nicht gerade irgendwo anstehen, um eines der rationierten Lebensmittel oder andere Notprodukte zu ergattern oder ihrer Kreativität nachgehen müssen, um überhaupt über die Runden kommen zu können. Kuba ist pleite und die meisten Kubaner haben wirklich wenig!! Ein Kubaner verdiene im Durchschnitt umgerechnet 40-50 € im Monat. Wie soll man davon leben?
Mit ihren Lebensmittelheftchen können sie sich (theoretisch) ihre rationierten Lebensmittel kaufen – doch die sind rar und so gibt es immer mehr Notprodukte, an die die Kubaner nur selten kommen – wenn überhaupt…
Und selbst wenn die Kubaner die Möglichkeit haben, in einem Devisenladen einkaufen zu können, gibt es die benötigten Produkte dort häufig leider nicht.

Rum gibt es fast überall und Bohnen – auch einige Kosmetika. Aber Waschmittel? Zahnbürsten? Kochöl zu bezahlbaren Preisen? Milchprodukte? Fleisch? Auch Brot war in den Orten, die wir bisher besucht haben, rar, so dass man sich – auch als Tourist – nicht „mal eben“ ein Brot / Sandwich o.ä. kaufen kann…
Kuba ist pleite und die Menschen haben Not – Punkt. 🤷🏻‍♀️
Erstaunlicherweise merkt man es den meisten Kubanern nicht an, in welch schwieriger Situation sie sich befinden. Sie strahlen, tanzen, singen – haben sich mit der Situation arrangiert und machen das beste daraus.

Mit dem Wissen darum war es für die Gruppenmitglieder ohne ausreichend Wasser am heutigen Morgen wohl halb so wild, mal ungeduscht in den nächsten Ort zu reisen…

Weiter geht’s nach Trinidad – in die „Perle“ der kubanischen Städte. Vamos. 😎

Santiago de Cuba

28 Dienstag Mär 2023

Posted by Maike in Allgemein

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Schlagwörter

Casa de la Trova, Cocktail, Festung, Fidel Castro, Kaserne, La Cobre, Palares, Paul McCartney, Revolution, Rum, Rum-Museum, Santiago de Cuba

Unser Hotel, das Casa Granda, befindet sich gleich vis-à-vis von der großen Kathedrale des Ortes. Die Glocken läuten übrigens tags und nachts…
Auf der anderen Seite – schräg gegenüber vom Hotel – befindet sich das berühmte „Casa de la Trova“ – die „Wiege der kubanischen Musik“… Abendliche Konzerte laden zum Tanzen und Verweilen ein. Die Gruppen spielen bis ca. 1 Uhr nachts…
💤
Ich denke, ihr versteht, dass ich schon mal besser geschlafen habe?! Aber egal – ich mag Kirchen und ihre Glocken und ich mag Musik zum Einschlafen… – Auch wenn ich hier erst danach einschlafen konnte, da die Lautstärke nicht wirklich zum Einschlafen bestimmt war…
Aber schön war die Musik in jedem Fall und ich freue mich schon auf den Abend, wenn wir live vor Ort sein werden. 🤩

Wir haben gestern gelernt, dass man hier auf Kuba nie weiß, wann man was bekommt und so sind wir sehr gespannt, was es heute zum Frühstück gibt. Seht selbst. 😊

Bei dem weißen Klecks handelt es sich übrigens um Mayonnaise… 😂
Danach gab es aber auch noch ein Omelett und zudem SEHR leckeren Kaffee. Ein guter Start in den Tag – in der „Stadt der Helden“.
Santiago de Cuba – so sagt es unsere Reisebeschreibung – sei nicht nur „der Inbegriff des kubanischen Lebensgefühls“ – und dazu gehört auch wiedermal der Rum -, sondern auch / oder insbesondere „bekannt für ihre Helden, Revolutionäre und ihre Kultur.“

Und so fahren wir zunächst zur Moncada-Kaserne – zum damaligen Ausgangspunkt der kubanischen Revolution – am 26.07.1953 – gegen das Batista Regime. Damals wollte der noch junge Fidel Castro mit „seinen Leuten“ die Kaserne stürmen, was jedoch scheiterte.

Das Streben nach Unabhängigkeit wird auch noch mal am Revolutionsplatz von Santiago de Cuba deutlich: ein Freiheitskämpfer auf dem Pferd, nach oben gerichtete Stahlspitzen / Macheten…

Heute steht „Geschichte und Kultur pur“ auf dem Programm…

Und so besichtigen wir im Anschluss die heilige Pilgerkirche „Basilica der Cobre“ – mit der in gelb gekleideten Heiligenfigur.
Gläubige „Besucher“ sind entsprechend in gelb gekleidet und bringen überwiegend Sonnenblumen mit, die sie im Altarbereich niederlegen.

Auch der Blick von der Kirche ins Umland ist schön: der Blick in die Weite – bei strahlendem Sonnenschein – und auf die ehemaligen Kupferminen.

Weiter geht’s zum Castillo El Morro. Die Festung thront auf einem Hügel… Wow – welch großartiger Blick in die Ferne, aufs Meer…

Gleich neben der Festung essen wir zum Mittag – ebenfalls mit einem großartigen Blick: aufs glitzernde Meer und auf zwei Tänzer, die gerade einen Videoclip drehen. Beides schön, anzusehen…


Nach dem Mittagessen bleibt es entspannt…
Wir besuchen ein Rum“museum“ – erster Rummeister: Herr Bacardi… Hier wird der heutige Rum „Santiago de Cuba“ hergestellt, von dem wir auch ein Schlückchen probieren dürfen. Rum pur ist nach wie vor nicht meins… – aber die Cocktails schmecken… 😉

Abends sind wir zu Gast in einem sogenannten „Paladares“ (übersetzt: Gaumen) — einer Art Privatrestaurant. Super!!!
Unscheinbar mitten in einem Wohngebiet hält unser Reisebus und wir gehen allesamt durch die Wohnung der Familie in die obere Etage, um dort an einer langen Tafel zu speisen. Ein tolles Konzept: die Familie bekommt wertvolle Euro, wir haben einen tollen Abend – und woher die Familie all die Lebensmittel hat, bleibt einfach mal ein Geheimnis.

Wir werden mit einem Drei-Gänge-Menü verwohnt und die Stille beim Essen spiegelt vermutlich die Zufriedenheit aller Gäste wider.

Nach dem Abendessen gibt es einen Kaffee, dessen Zubereitung bis ins Detail zelebriert wird: Kaffeebohnen rösten, mahlen etc.
Ein schönes Schauspiel und ein noch viel besserer Kaffee.

Dazu gibt es – wie mittlerweile fast immer – Rum. 🤷🏻‍♀️
Heute aus ganz besonderen Trinkgefäßen.


Und als wäre das alles nicht schon Highlight genug, geht es im Anschluss – gegenüber von unserem Hotel – noch ins berühmte „Casa de la Trova“.

Tolle Live-Musik, tolle Atmosphäre, tanzende Cubaner – großartig. Ich wünschte, man könnte die Stimmung einfangen…

Mit kubanischen Rhythmen in den Ohren geht der Tag nun zu Ende…
HzG 💃

Vamos… ☀️

27 Montag Mär 2023

Posted by Maike in Gibara

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Schlagwörter

Cocktails, Gibara, Holguin, Hotel Ordoño, Kochöl, leere Regale, Mangelwirtschaft, Notprodukte, Rum, Santiago de Cuba, Spaziergang, Waschmittel, Wärme

Aus dem kalten, nassen Deutschland kommend, muss ich mich nach der Landung am späten Abend in Holguín tatsächlich erst einmal an die ungewohnte Wärme gewöhnen – selbst abends gegen 22 Uhr…

Die Kontrolle der Einreiseformulare, Passkontrolle, Koffer, Reiseleiter und -gruppe finden – alles erfreulich unkompliziert. Mit unserem Busfahrer „Junior“ und Javier, dem Reiseleiter, fahren wir nun in knapp einer Stunde durch die Dunkelheit – bis nach Gibara.
Unser koloniales Hotel wirkt urig – wo genau wir hier angekommen sind sehe ich erst am Morgen, bei Tageslicht.

Ich freue mich, morgens die großen alten Balkontüren meines Zimmers zu öffnen, Luft ins stickige Zimmer zu lassen – und diesen Blick bis aufs Meer genießen zu können. 😍
Kuba, ich bin bereit. „Vamos“, wie Javier von nun an immer wieder sagen wird. Vamos – gehen wir.

Noch bevor wir das Hotel verlassen, bekommen wir nicht nur ein Frühstück mit frischem Obst, Omelett, etwas Käse / Wurst, „Toast“ – und sehr leckerem Kaffee, sondern Javier vermittelt uns im Anschluss einen ersten Eindruck vom Leben der Kubaner hier auf Kuba, der wirtschaftlichen Situation u.a. – Genau richtig und im richtigen Maß, um nicht allzu verwundert durch den teilweise doch recht leeren Ort und die manchmal fast schon gespenstisch wirkenden Straßen des Ortes zu gehen.

Und das verdeutlich auch schnell die aktuelle Situation Kubas – Mangelwirtschaft! Stark angestiegene Preise! Fehlende Lebensmittel und fehlende Produkte des täglichen Bedarfs. Und fehlender Tourismus…

Und auch wenn der Tourismus sehr wichtig und gut ist für die Kubaner, fühlt es sich schon etwas merkwürdig an, wenn man um den enormen Mangel und die Not der Kubaner weiß – und auf der anderen Seite bekommen wir später ein köstliches Mittagessen – mit frischem Oktopus – in einem herrlich gelegenen Restaurant serviert.

„Der Kubaner“ steht währenddessen für Kartoffeln an… 🙈 – und geht ansonsten mit seinem Lebensmittelheftchen „einkaufen“ und hofft auf die richtigen Produkte und Lebensmittel.

Das Land braucht Devisen und „hartes Geld“ – der Tourismus fehlt im Land, Covids Auswirkungen sind unverkennbar.
Statt CUC und CUP gibt es mittlerweile nur noch CUP – den kubanischen Peso – und MLC, eine digitale Währung für die Kubaner – für die man sich häufig aber leider auch nicht wirklich viel kaufen kann…
Und natürlich Euro und Dollar.
Doch während mir meine App zur Währungsumrechnung nach wie vor ausrechnet, dass man für 1 Euro knapp 25 CUP bekommt, sieht die Realität komplett anders aus – zum großen Nachteil / Schaden für die Kubaner. Mittlerweile ist der offizielle Umrechnungskurs 1 : 120!!!!
Der inoffizielle Umtausch noch schlimmer für die Kubaner. Die Preise sind explodiert, die Kubaner brauchen Geld und Produkte.
Javier suche schon seit längerer Zeit nach Waschmittel und bezahlbarem Kochöl… – nun suchen 28 weitere Augen mit. 👀

Wir sind hier, um das Land, die Menschen, das „System“ kennenzulernen – aber damit auch die schönen Seiten.
Das Leben der Menschen, ihre Ideen in dieser schwierigen Situation, die kleinen Orte und großen Städte, die Landschaft, wichtige Orte der Geschichte, Rum, Tabak, Sonne, Strand und Meer. Vamos!

Nach unserem Start in Gibara fahren wir heute schon weiter – über Holguin – nach Santiago de Cuba.

In der Reisebeschreibung steht, dass „die Dachterrasse unseres Hotels (lockt), um mit einem Cocktail in der Hand kubanischer Musik zu lauschen“. Oh jaaa, das macht sie… Was für ein Blick von hier oben über die Stadt / auf das Meer / zur Kathedrale… 😍

Dazu genießen wir tatsächlich einen ersten (und zweiten) Cocktail: Mojito und Ron Collins. Das ist auch Kuba! Rum, Rum, Rum…
Als wir an unserem ersten Abend – nach Ankunft im Hotel in Gibara – gerne noch ein Willkommensbier getrunken hätten, teilte man uns mit, dass wir noch einen Kaffee oder Cocktail bekommen könnten – aber kein Bier.
Also gut – dann geben wir uns nun „geschlagen“ und trinken ab heute Cocktails. 🍹
Zum Wohl und Himsberg zum Gruß

Noch etwas:
Internet ist hier rar…
Bislang hatte wir nur kurz im ersten Hotel Internetzugang. Hier in Santiago de Cuba: keine Chance. Ob es tatsächlich an der möglicherweise nicht vorhandenen Internetverbindung – oder am Engagement der Hotelmitarbeiter:innen liegt – bleibt unbeantwortet.
Ich hoffe, dass ich diesen Beitrag später posten kann…

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