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Delhi, Indien, Mahatma Gandhi, müde, Stufenbrunnen, unterwegs, Wikinger-Reisen
Entspannt starten wir von unserem Hotel in Frankfurt per Shuttle-Express zum Flughafen und alles ist bestens: reibungsloser, schneller Check-In, Zeit für ein Getränk vor dem Boarding, auf dem letzten Drücker noch einen Adapter für Indien kaufen und dann beginnt auch schon bald das Boarding. Mit ca. 20 Minuten Verspätung heben wir ab und der Captain verkündet, dass das heute nun sein letzter Flug aus Frankfurt raus – und seine Dienstzeit damit beendet sei. Alles schön.
Wie üblich schlafe ich im Flugzeug schnell ein, werde jedoch nach ca. einer halben / dreiviertel (?) Stunde wieder geweckt, als der Captain die Durchsage macht, dass wir nun wieder zurück nach Frankfurt fliegen werden, da ein Signal eine Störung an einer vorderen Tür meldet…
Wir bräuchten uns jedoch keine Sorgen machen – alles laufe nun nach einem vorgegebenen Plan ab: die erneute Landeerlaubnis sei beantragt und man müsse nun so viel Kersosin ablassen und fliegen, bis wir das zulässiges Landegewicht erreicht haben. 🙈
Unsere Klimabilanz war ja eh schon nicht gut… aber nun?! 😟
Aber es ist, wie es ist und gegen 15.30 Uhr sind wir wieder in Frankfurt – ca. 2 Stunden nachdem wir uns auf den Weg nach Delhi gemacht haben…
Erst ist unklar, ob wir im Flugzeug warten werden, bis die Störung behoben ist oder ob wir in ein anderes Flugzeug wechseln müssen / dürfen. Letztendlich ist es dann aber so, dass wir alle aussteigen und uns „zunächst“ in den Wartebereich begeben sollen…
Ein neues Flugzeug und eine neue Crew müssen her + einen neue Tankfüllung 🙈…
(Wir haben zudem übrigens auch das Gefühl, dass langsam etwas zu Essen her müsste…)
Die neue Abflugszeit wird zunächst mit 17 Uhr angegeben, später mit 18 Uhr – gegen 19.15 Uhr heben wir zum zweiten Mal ab und machen uns auf den Weg nach Delhi.
Statt nachts um 1.30 Uhr erreichen wir Delhi morgens gegen 7 Uhr. Immerhin! Wir sind gesund und munter angekommen. Das Schöne daran ist, dass man gleich sieht, wo man ist. 😍
Allerdings sehen wir unseren Reiseleiter und die anderen Mitreisenden lange Zeit nicht. Einerseits war ich dadurch etwas beunruhigt, auf der anderen Seite hatte ich vollstes Vertrauen darin, dass der Reiseleiter den Flughafen nicht verlassen würde, wenn die Gruppe nicht vollzählig ist. Mein Vertrauen hat mich nicht getäuscht – irgendwann haben wir uns alle gefunden – und alles ist gut. Nun kann die Indienreise richtig beginnen – wenn auch völlig übermüdet.
Jeder Gast bekommt eine Willkommensblumenkette um den Hals gelegt und so fahren wir zunächst ins Hotel, haben Zeit für ein Frühstück und eine Dusche und tauchen dann endlich ein – in die Stadt Delhi.
Delhi, nun haben wir die dritte Chance, uns besser kennenzulernen und zu mögen.
Wir fahren zunächst zur größten Moschee Indiens – „Jama Masjid“. Die Moschee thront auf einem kleinen „Hügel“ und erscheint immer imposanter, je weiter man die einzelnen Stufen nach oben geht. Langsam kommen Erinnerungen hoch – hier waren wir auch schon bei meiner ersten Indienreise (von Delhi nach Ladakh).
Blauer Himmel und Sonnenstrahlen, die durch eine leichte Dunstglocke dringen, wechseln sich ab und sorgen für eine besondere Stimmung in der Anlage der Moschee. Ein schöner Einstieg! 🥰

Von hier bummeln wir anschließend durch die Altstadt – durch Gassen, in die der Schmuck für Hochzeiten erworben werden kann, Hochzeitsutensilien, Einladungskarten, Hochzeitskleidung, Gassen mit Streetfood, Schreibwaren, Blumen für Tempel oder Moscheen, Sari-Läden und und und.
UND ich habe größten Respekt vor unserem Reiseleiter Jai, der diesen Gang mit einer 15-köpfige Reisegruppe macht, von denen viele das erste Mal in Indien sind. Mopeds und Rikschas, die auch durch die kleinen Gassen fahren möchten, das laute Gehupe, die Menschen, die Stromkabel, die Lädchen… all das muss verarbeitet werden.
Man darf den Anschluss an die Gruppe nicht verlieren und jeder möchte ein wenig schauen. All das klappt hervorragend: Jai jongliert uns ruhig und souverän durch die Gassen, zählt seine Schäfchen immer wieder durch – und irgendwann stehen wir alle wieder vor unserem Bus, steigen ein und fahren zum nächsten Programmpunkt – zur Verbrennungsstätte von Mahatma Gandhi. 🙏🏼
Es handelt sich dabei um eine große Parkanlage, in deren Zentrum sich der mit einer schwarzen Marmorplatte markierte Verbrennungsplatz befindet.

Die Gruppe ist beeindruckt, aber unglaublich müüüüüüde 🥱
Uns fehlt immerhin eine ganze Nacht – und das macht sich langsam bemerkbar…
Bei der Besichtigung des in die Erde versenkten Stufenbrunnens „Agrasen Ki Baoli“ mit 108 Stufen werden wir alle schon etwas lethargischer – dennoch bei gleichbleibender Begeisterung.

A propos Begeisterung… Mir gefiel Delhi heute ausgesprochen gut und bin so versöhnt, dass ich von nun an keinen großen Bogen mehr um die Stadt machen werde – ganz im Gegenteil. Und mein Visum ist noch fast ein Jahr gültig… Mal schauen, was sich in der Zeit noch alles ergeben wird… 😉
Aber nun freue ich mich erstmal auf die nächsten Tage in Indien.
Das Gefühl für dieses großartige Land war übrigens schnell wieder da… 🥰




















































