Unser Sommerurlaub steht fest: Ein vierwöchiger „Roadtrip“ durch die Vereinigten Staaten von Amerika! Von Los Angeles aus geht es Richtung Osten, quer durch verschiedene Nationalparks, bis zum östlichsten Punkt unserer Route – Moab in Utah. Danach geht’s weiter nach Las Vegas, San Francisco und dann gemütlich an der Küste entlang zurück nach Los Angeles.
Vier Wochen USA – das wird wunderbar. 😎
Auf die Minute genau 24 Stunden vor Abflug sichern wir uns unsere Sitzplätze für den Direktflug von Frankfurt nach Los Angeles – auch wenn es wirklich frech ist, dass man dafür bei Condor mittlerweile zahlen muss…Aber was man nicht alles dafür, in einer Zweierreihung nebeneinander sitzen zu können.
Dann, kurz vor dem Boarding, werde ich aus der Schlange gebeten. Ein Mitarbeiterin betont: “She is selected.”
Juhuu – denke ich erfreut: Wow – Upgrade?! Business Class?! – und betone schnell und vehement, dass ich nicht allein reise. Aber der Traum vom Champagnerplatz zerplatzt dann doch recht unvermittelt: Ich war zwar „selected“ – aber nur für eine erweiterte Sicherheitskontrolle. Schuhe aus, Füße hoch, Taschen auf. Alles halb so wild, aber der Start war definitiv aufregend.
Der Flug an sich war entspannt, die Ankunft in Los Angeles unkompliziert – einzig das Kofferfinden war ein kleines Geduldsspiel, aber letztendlich auch problemlos.
Mit dem Shuttle ging’s weiter zum Mietwagenverleih – und auch dort hieß es erfreulicherweise: „Please – select your car.“ Haben wir getan – und nun werden wir mit einem Nissan Rogue durch die Gegend fahren.
Unser schönes erstes Hotel begrüßt uns herzlich – und bietet gleich noch eine weitere Auswahl an: Wein, umsonst, von 18-19.30 Uhr.
Selected! 👍🏼
Fazit Tag 1:
Wir sind angekommen. Ausgewählt, kontrolliert, entspannt, gut versorgt – und voller Vorfreude auf alles, was kommt. Der große USA-Roadtrip hat begonnen – und wir fühlen uns jetzt schon: selected. 🥰
Unsere Gruppe ist wirklich eine sehr disziplinierte und pünktliche Gruppe… Frühstück ist heute für 6.30h angesetzt (und Koffer / Taschen abgeben), Abfahrt um 7h. Schon vor 7h sitzen alle im Bus…
Ich muss allerdings einräumen, dass Arthur kurz vorher um etwas „Schnelligkeit“ gebeten hat, nachdem er die Info bekam, dass das Militär gleich viele Straßen im Zentrum der Stadt sperren wird. An etlichen Kreuzungen standen bereits die Soldaten bereit. Heute, am 20.07. ist kolumbianischer Nationalfeiertag. Vielleicht bekommt die Stadt Besuch eines wichtigen Politikers? Man weiß es nicht. Wir haben es in jedem Fall noch rechtzeitig geschafft, die Stadt zu verlassen, bevor die Straßen gesperrt werden. 🍀
Und nun sitzen wir zufrieden im Bus und fahren – kolumbianische Musik hörend – „in die Zona Cafetera, die Kaffeezone, eine der reizvollsten Regionen des Landes. Auf dem Weg dorthin durchqueren wir atemberaubende Berglandschaften und riesige sattgrüne Kaffeefelder, die sich im Schatten von Nussbäumen und Bananenstauden wie überdimensionale Teppiche über die steilen Hänge ziehen. In der Ferne schimmern die schneebedeckten Gipfel der Vulkane des Los Nevados Nationalparks. Dazwischen liegen pittoreske Dörfer, Plantagen mit Orangen, Lulo, Kakao, Papaya, bunte Blumen und Bäume.“
Wie schön sich die Reisebeschreibungen oft anhören… „pittoresk“, „atemberaubend“… nun ja… ich lasse das einfach mal so stehen – aber die Landschaft, die ich sehe, ist wirklich wunderschön. 🥰 Leider verschlafe ich im Bus aber auch immer einen Großteil der Strecke, so dass ich das gar nicht so recht beurteilen kann… 😂🤷🏻♀️😴
Bevor wir nach einem SEHR langen Fahrtag Salento erreichen, besuchen wir auf dem Weg dahin noch einen Botanischen Garten – mit Schmetterlingshaus…
…und einem schönen „Park“. Sich ein wenig zu bewegen ist nach einer so langen Fahrt immer gut.
Am frühen Abend erreichen wir dann Salento – die Straßen wieder schachbrettartig angelegt und dieses Mal recht steil nach oben oder unten führend. Was für ein hübscher Ort – und im Vergleich zu den letzten beschaulichen Orten ist hier recht viel los.
Ich freue mich darauf, den Ort morgen bei Tageslicht zu betrachten. 😎 Heute reicht es nur noch für einen hübschen und leckeren „Sundowner with a view“- und später für eine köstliche Knobi-Forelle. 😋
Morgens um 8h holen uns dann die „typischen Willys Jeeps, das traditionelle Fortbewegungsmittel dieser Gegend,“ ab. Ob die Jeeps wirklich traditionell sind, kann ich nicht sagen – aber tatsächlich fahren hier sehr viele Menschen mit diesen Willy Jeeps durch die Gegend. Pro Fahrzeug sitzen 8 Personen unserer Gruppe IM Fahrzeug, während Daniela und Arthur jeweils hinten am Fahrzeug kleben – auf dem Trittbrett und am Dach festhaltend. Gute Fahrt… Andere Fahrzeuge laden übrigens deutlich mehr Personen auf und ein – wir haben Glück.
Mit und in diesen Jeeps fahren wir hoch ins Cocora-Tal. „Im Schatten der mächtigen Berge des Nationalparks Los Nevados haben sich die Wachspalmen gleich in ganzen Wäldern versammelt. Kolumbiens Nationalbaum ragt bis zu 60 Meter in den Himmel. Auf sattgrünen Wiesen wandern wir bis zu einem Mirador, wo wir eine fantastische Aussicht auf das Wachspalmental haben“.
Ihr seht – es ist wirklich total schön hier – und die langen, schmalen Wachspalmen ragen eindrucksvoll in die Höhe.
Die Anzahl der anderen Touristen wuchs auch eindrucksvoll… Wahnsinn, was dort im Cocora-Tal los ist. Als wir am frühen Morgen ankamen, war alles noch recht beschaulich – auch wenn bereits anhand der Lädchen und aufgestellten „Attraktionen“ zu erahnen war, was dort im Verlauf des Tages abgehen könnte… Lange Selfie-Schlangen an besonderen „View-points“, der Hand (s. auf dem oberen Bild unten rechts), einem Willy-Jeep zum Posen und Räkeln und und und. Einige Gäste reiten auf Pferden durch das Tal – dazu Essen und Getränke, Tüdelkram und jede Menge Hüte zum Kauf… Ein kleiner Vergnügungspark. Wie gut, dass wir zeitig dort waren.
Zurück in Salento bleibt Zeit, um auf eigene Faust durch den Ort zu schlendern. Ich könnte fast jedes Haus und jede Tür fotografieren… So viele schöne bunte Farben!
Am Nachmittag fahren wir – wieder mit den Willy Jeeps – zu einer Kaffee-Finca. Eine nette Dame führt uns über das Gelände, gibt uns Infos über den Anbau, Wachstum, Ernte etc. – und lässt uns die einzelnen Schritte selber ausführen. Clever. 😉 Und so bekommen wir alle ein kleines Körbchen vor den Bauch geschnallt und werden in die Kaffeeplantage geschickt, um die vollständig roten Kaffeekirschen zu ernten. Schade nur, dass vor uns vermutlich schon 20 andere Gruppen durch die Büsche geschickt wurden und kaum noch Reife Kaffeekirschen zu finden sind. Ist trotzdem ganz lustig, sich durchs Gestrüpp zu schlagen – auf der Suche nach der kleinen roten Kügelchen. Abschließend dürfen wir natürlich alle einen frisch gemahlenen und aufgebrühten Kaffee probieren. ☕️
Zurück im Hotel und nach dem Abendessen schlendern wir – wieder zu dritt – durch die hübschen Gassen. Aus etlichen Häusern, Restaurants, Bars klingen die Salsa-Rhythmen, entspannte Menschen tanzen, trinken, genießen. Eine tolle Stimmung. Es beeindruckt mich, mit welcher Leichtigkeit Menschen vor den Bars verweilen und einfach tanzen. 🥰 💃
Bislang haben wir jeden Morgen das gleiche Frühstück bekommen…ich erwähnte die Zusammensetzung bereits mehrfach…Obsttellerchen, Toast, Eier. Heute wurde unsere Bitte nach einem „typisch kolumbianischen Frühstück“ erhört und Arthur hat dafür gesorgt, dass wir heute Reis mit Bohnen bekommen können + Chrorizo-Wurst oder erneut Eier. Hier das Resultat. 😁
Gut gestärkt starten wir nun in den Tag. „Die ungefähr fünfstündige Fahrt durch den Purace Nationalpark führt zunächst durch Nebelwald und später in die typische Páramo-Landschaft auf ca. 3.200 m Höhe.“ Dichter Nebelwald, Regen und eine fast dreistündige Schlaglochpiste prägen einen Großteil der heutigen Fahrt nach Popayán. (Ein gutes Stück der Strecke verläuft später allerdings auch auf der Panamericana.) Bei all der Huckelei tut es gut, für ca. 20-30 Minuten zwischendurch zu Fuß gehen zu können – auch wenn es immer wieder regnet.
Unten rechts (und auf dem linken Bild, unten) sind Frailejones-Pflanzen zu sehen. Die Pflanzen wachsen wohl typischerweise im Páramo.
Am frühen Nachmittag erreichen wir dann Popayán und – es ist wieder richtig warm! 😎 Herrlich.
Nach einer kleinen Pause führt uns ein lokaler Guide durch die hübsche – weiße – Stadt. Sieht schön aus, klingt schön – mein Reisehandbuch liefert mir jedoch eine nicht so schöne Begründung für die weiße Farbe… 🙈🙉
„Zur Kolonialzeit, als sich Popayan (gegründet 1537) mithilfe der reichen Goldminen im Umland als wichtigste spanische Stadt nördlich von Quito etabliert hatte, wurden viele Bewohner der unteren Stände von Hautmilben geplagt, insbesondere in den Fußsohlen. Um dem Juckreiz Abhilfe zu schatfen, rieben sie ihre Füße an den Hauswänden und hinterließen Dreck und Blutspuren, Die spanischen Hausbesitzer – eher an der Ästhetik ihrer Fassaden als an der Gesundheit der Sklaven und Indigenen interessiert – ließen die Wände mit einem ätzenden Kalkgemisch bestreichen, das in den Wunden brannte und die Kranken verscheuchte. Die weiße Farbe wurde später zum Markenzeichen der Altstadt, in der allerdings kein Stein mehr original kolonial ist. 16 schwere Erdbeben, das letzte 1983, zerstörten die heutige Hauptstadt des Departamento Cauca immer wieder. Dennoch hat das weiße Zentrum seinen historischen Charme über die Zeit gerettet“ (Viktor Coco, Kolumbien, Stefan Loose Travel Handbücher).
Vom Stadtberg El Morro hat man einen wunderbaren Blick auf die Stadt. Heute sogar mit Regenbogen… 😍😢
Die Stimmung in der Stadt ist am frühen Abend besonders schön. Hier und da ertönt Musik, Händler möchten ihre vielfältigen Waren / Lebensmittel verkaufen – ohne dabei auch nur ansatzweise aufdringlich zu sein – Menschen sitzen, spazieren, genießen… Dazu das schöne Abendlicht – schön!
„Kühlere Region“ war leider etwas untertrieben… Man könnte auch sagen, dass es – vor allem im Gegensatz zur Wärme der Tatacoa-Wüste – ar…kalt ist hier oben. 🥶 Wir erreichen San Agustín am frühen Abend und die Feierlichkeiten für Carmen sind auch hier in vollem Gange. Allerdings in Form eines großen Gottesdienstes und nicht als Volksfest.
San Agustín ist „bekannt für die spektakulären archäologischen Ausgrabungen, die in der Umgebung getätigt wurden: Steinfiguren und -zeichnungen einer mysteriösen unbekannten Kultur“ (Viktor Coco, Kolumbien, Stefan Loose Travel Handbücher).
Und so besuchen wir am Vormittag (17.7.) mit unserem lokalen Guide Fabio zunächst den archäologischen Park von San Agustín.
Nachmittags besuchen wir weitere Ausgrabungsstätten, deren Erkundung erfreulicherweise mit einer kleinen Wanderung – und tollen Ausblicken – verbunden ist. 😎
Neben den alten Steinen und den in den Berg / Fels / Vulkan gemeißelten Figuren, sehe ich zum ersten Mal eine Koka-Pflanze in einem Garten stehen. Wenn man bedenkt, was deren Verarbeitung und der Konsum so alles anrichten – erscheint die Pflanze recht unspektakulär bzw. unscheinbar.
Umso spannender / interessanter ist der nächste Tag. 🤩
„Wir chartern einen Chiva, den klassisch bunt bemalten Bus, der in Kolumbien auch die entlegensten Bergdörfer anfährt.“
Wir müssen zwar unsere wärmsten Klamotten in dem offenen Bus ohne Fenster anziehen – aber die Fahrt macht total viel Spaß. 🥳
Wir fahren zunächst zur engsten Stelle des Rio Magdalenas und hüpfen ein wenig auf den Steinen / Felsplatten herum, um die beste Perspektive auf die schmale Passage des sonst so großen und breiten Flusses zu bekommen.
Dann gehts weiter in die Zuckerrohfelder – auf der Suche nach der Panela-Herstellung, einer Süßigkeit aus Zuckerrohr. In den Feldern gebe es an vielen Stellen kleinen „Fabriken“ zur Panela-Herstellung, die aber jeweils an unterschiedlichen Tagen betrieben werden, so dass man nicht genau wisse, wann welche „Fabrik“ betrieben werde. Fabio hält Ausschau nach dem etwas dunklem Rauch und wir werden mitten im Feld fündig. Hier wird Panela hergestellt.
Absolut interessant und spannend zu sehen!! Erst wird der Saft aus den langen Zuckerrohrstangen ausgepresst und dann erhitzt. Dabei wird die Flüssigkeit von Pfanne zu Pfanne geschüttet, wobei sich der Saft von Pfanne zu Pfanne immer weiter verdichtet und letztendlich zu einer zähflüssigen Melasse wird. Diese wird abschließend in Formen gegossen, wo sie dann recht schnell erhärtet und irgendwann als „Panela-Block“ verkauft wird. Wirklich spannend – und das alles mitten im Feld.
Unser Chiva fährt uns zurück in die Nähe unseres Hotels und nun dürfen wir im Innenhof bei einer Familie den „Nationalsport Kolumbiens“ ausprobieren – „Tejo“. Der „Sport“ finde seinen Ursprung angeblich schon in der indigenen Kultur…
In den schrägen Kisten befindet sich Lehm und in der Mitte ein Zielring, auf dem kleine Tüten mit Schwarzpulver gelegt werden. Ziel ist es, mit einem Metallpuck in die Mitte des Zielkreises zu werfen und / oder die Schwarzpulvertütchen zum Explodieren zu bringen. Der Knall ist übrigens unglaublich laut!!! Die meisten von uns hatten viel Spaß. 🥳 Mir hat das Spiel in jedem Fall Spaß gemacht und – was soll ich sagen – das Bild oben rechts zeigt einen meiner Glückswürfe… Volltreffer. 🤩🙏🏼😂
Nach dem Spiel gehen die meisten von uns zurück ins Hotel. „Mein“ Trio nimmt das Angebot von Fabio an, noch eine kleine „Wanderung“ anzuschließen und so gehen wir mit Fabio und Daniela noch eine gute Stunde durch die Gegend, bis wir ebenfalls zum Hotel zurückkehren. Schön ist es hier in der Gegend – wenn auch etwas ungemütlich (regnerisch) und kalt.
Ich freue mich sehr, als ich nach der Dusche feststelle, dass im Haupthaus bereits der Kamin angefeuert wurde. 😍🔥🙏🏼 Mitten im Juli sitze ich nun also vor einem brennenden Kamin in Kolumbien und erfreue mich an der Wärme des Feuers. Was für ein gemütlicher Abend und schöner, abwechslungsreicher Tag! 🙏🏼
„Vormittags [am 14.7.] starten wir Richtung Süden. Auf der Fahrt besuchen wir das private Schutzgebiet El Turpial, ein Ort an dem das ursprüngliche Ökosystem des Andenwaldes restauriert und geschützt wird.“… „Das knapp fünf Hektar große Schutzgebiet liegt zwischen einer beeindruckenden, steilen ca. 160 m hohen Felswand, den alten Zugleisen und dem Fluss Bogotá. Wir laufen durch das üppige Grün des bereits seit 15 Jahren wiederhergestellten Ökosystem, bewundern die typische Flora und haben die Möglichkeit verschiedene Vogelarten der Gegend zu beobachten.“
So steht es in der Reisebeschreibung und so war es dann auch. Wobei… so viele verschiedene Vogelarten habe ich jetzt nicht beobachtet – vermutlich habe ich aber auch nicht aufmerksam genug danach geschaut. Für mich war es schön, sich endlich mal wieder ein wenig in der Natur zu bewegen. 🤩🙏🏼
„Am frühen Nachmittag setzen wir unsere Reise fort. … Die Straße führt uns abwärts in mildere Regionen bis nach Chinauta – die „Gartenstadt Kolumbiens“, bekannt für ihr angenehmes Klima und die fruchtbare Erde.“
Und… jaaaaaa – es wird tatsächlich endlich wärmer. 🥰😎🙏🏼 Es ist so schön! Vor meinem schönen Hotelzimmer erstreckt sich ein riesengroße Terrasse und davor: ein großartiger Blick in die hübsche Landschaft, auf die gegenüberliegende Berg-/ Hügelkette. Hier lässt es sich aushalten. 😍
Am Tag unserer Ankunft in Kolumbien hat es die kolumbianische Fußballmannschaft übrigens geschafft, ins Finale der „Copa Américana“ zu kommen – heute findet das Endspiel statt: Argentinien gegen Kolumbien. Unterwegs hingen bereits an vielen Orten Luftballons in den Farben der kolumbianischen Flagge, etliche Menschen trugen Trikots und / oder hatten die Flagge umhängen. Das Land ist freudig erregt und in Feierlaune. „Alle“ möchten das Fußballspiel sehen und so wird das für uns zubereitete Abendessen im Hotel eine halbe Stunde vorgezogen, damit die Mitarbeiter:innen nach Hause – oder wohin auch immer – können, um sich das Spiel anzuschauen. 😂
Vermutlich ist es mittlerweile nicht mehr schwer zu erraten, was es zum Abendessen gab… 🫣 ?! Richtig – wieder jede Menge Fleisch. Uns wurde eine „parrillada“ serviert – bestehend aus Fleisch, frittierten Kochbananen und Guacamole. Kaum jemand hat es geschafft, diese riesige Portion aufzuessen – schade drum. 🤷🏻♀️
(Kolumbien hat an diesem Abend übrigens 1:0 in der Verlängerung gegen Argentinien verloren. Schade für die Kolumbianer, aber Glückwunsch an die argentinische Mannschaft.)
Zurück zur eigentlichen Reise. 😉
Der nächste Tag beginnt wunderbar. 🥰🙏🏼 Wir verlassen das Hotel heute erst um 9h – statt wie sonst um spätestens 8h. Zeit, um den Tag entspannt zu beginnen: aufstehen, duschen und dann hole ich mir schon mal einen Kaffee, um diesen mit einem großartigen und ruhigen Blick in die Landschaft zu genießen. Und: es ist warm. ☀️🙏🏼 Auch schon morgens um 7h. So kann es nun bleiben. 😉
Heute fahren wir weiter in südlicher Richtung – zwischen zwei Andenbergketten, im warmen Flachland, überqueren den großen Magdalena-Fluss und fahren immer weiter – bis in die Tatacoa-Wüste, die „Desierto de la Tatacoa“. Fachlich ausgedrückt handelt es sich bei der Tatacoa-Wüste um eine sogenannte „Regenschattenwüste“ – „Regen und Wind haben über viele Jahre die oberen Bodenschichten teilweise abgetragen, sodass sich ein zerklüftetes Gelände und geschwungene Hügel herausgebildet haben“ (Viktor Coco, Kolumbien, Stefan Loose Travel Handbücher) – ich hätte es nicht schöner erklären können. 😉
Doch bis wir dort in der Wüste ankommen, steht uns erst noch eine laaaaange Fahrt bevor – bis zum Ort Aipe. Mittlerweile ist es draußen übrigens richtig heiß. 😀☀️😎
In Aipe führt uns ein kleiner Spaziergang zu einem Fluss, den wir mit einem kleinen Boot eigentlich nur überqueren müssten – aber wir fahren zudem etwas auf und ab, auf der Suche nach dem einen oder anderen Tier- bzw. Vögelchen. Schön luftig warm ist es auf dem Boot und wir sehen u.a. einen Goldwäscher. Ich hätte nicht gedacht, dass man hier „einfach so“ noch Gold finden würde – aber es scheint sich noch zu lohnen. Sah zumindest sehr „professionell“ aus.
Auf der anderen Uferseite warten dann bereits TukTuks auf uns, die uns in die „Wüste“ – zu unserer Unterkunft – fahren.
Uns erwartet eine Art „Camp“ – mit einfachen, aber zweckmäßigen, Zimmern. Sogar Dusche und Toilette gibt es auf den Zimmern – wenn auch ohne temperaturregulierbares Wasser. Handys kann man an einer zentralen Stelle nahe des Essbereiches laden – Internet und der Kontakt zur „Außenwelt“ darf warten.
Ich genieße die Wärme und das Dasein „mitten“ in der Tatacoa-Wüste. Bei unserem Spaziergang zum Sonnenuntergang realisiere ich aber erst WIE wunderschön es hier ist. Ich könnte hier jetzt etliche Bilder einstellen… Hier eine kleine Auswahl. 🥰
Zum Abendessen gibt es wieder etwas „typisches“. 😂🙈🙊 Zumindest für viele von uns: 🐐. Ich habe mich gegen die Ziege entschieden und stattdessen Rind à la Schuhsohle bekommen. Vielleicht muss ich einfach immer bei den typischen Gerichten bleiben und einfach alles probieren?! Mal schauen, was in der kommenden Zeit noch so alles angeboten wird.
An diesem Abend gehen alle sehr früh schlafen – bevor die Mücken und andere Flugtiere im Schein des hellen Lichts einzelner Lampen angreifen. Ich habe keine Erinnerung daran, wann ich zuletzt so früh schlafen gegangen bin… Vielleicht während der letzten Trekkingtour in Nepal. Keine Ahnung – ist auch egal. Es ist nach wie vor sehr warm in der Hütte / dem Zimmer und ich liege – alle Viere von mir gestreckt – ohne Decke auf dem Bett. 😴😇
Schon um 5.30h treffen wir uns am nächsten Morgen zum Sonnenaufgangsspaziergang durch die urigen Sandgebilde der Wüste. Seht selbst – es ist so schön. 🥰🌵
Zurück im Camp wartet das übliche Frühstück auf uns 🥱: Eier, Obsttellerchen, „Brot“.
Und dann steht uns wieder ein langer Fahrtag bevor – zurück in die kühlere Höhe 😳 auf etwa 1700m – in die Kaffezone.
Die heutige Busfahrt führt uns von Bogotá aus Richtung Norden – nach „Villa de Leyva“. Dabei bleiben wir in den Bergen, bzw. im Hochland der nordöstlichen Anden, auf einer Höhe von über 2000m. Das sonnig-warme „Maike-Wetter“ wartet also noch 😉. Aber wir haben so viel Glück mit dem Wetter – bislang regnet es nur, wenn wir im Bus sitzen.
Auf dem Weg nach Villa de Leyva besuchen wir zunächst „Nemocón“ – „das ehemalige Zentrum der Salzgewinnung der Muisca-Indianer.“ Wir ziehen uns ein charmantes Haarnetz über den Kopf, werden mit einem Helm ausgestattet und dann gehts unter die Erde in die Mine.
Dort ist es erstaunlich „warm“ – bzw. zumindest nicht kalt – und das, was wir sehen, beeindruckt mich sehr. Hübsche Lichtinstallationen, die die Spiegelungen im Salzwassers wie eine optische Täuschung erscheinen lassen, in 1.600 Kilogramm schwerer Salzkristall, der in Herzform geschnitzt ist, Salzwände, Salzgebilde, eine kleine Kapelle – und noch vieles mehr.
Zudem war diese Salzmine Drehort eines Spielfilms über das tragische Minenunglück in Chile. „Los 33“ – deutscher Titel: „69 Tage Hoffnung“.
Alles sehr eindrucksvoll. Im Nachhinein empfinde ich es auch als sehr eindrucksvoll, dass ich da unten in der Mine tatsächlich (vorsichtig) an der Wand geleckt habe – wie es uns fast schon angepriesen wurde – um den Salzgehalt zu erschmecken…. 😂 Was man nicht alles macht…
Am späten Nachmittag / frühen Abend erreichen wir dann den Ort „Villa de Leyva“ – und unser Hotel „Sol de la Villa“. Ein schöner Name für ein schönes Hotel in einem sehr hübschen Ort. 🥰
Ob diese Pferde hier nur zur Dekoration stehen oder ob hier wirklich gerade zwei Reiter einfach nur eine Pause machen, kann ich leider nicht beantworten. Auf jedem Fall steht auch IM Restaurant / in der Bar ein Pferd… 😂
„Am Abend taucht der Schein des gelben Laternenlichts Villa de Leyva in ein magisches Licht und verleiht dem Städtchen ein spezielles Flair.“ So steht es in der Reisebeschreibung und so ist es auch. – Allerdings verleiht an diesem Wochenende auch die heilige Carmen dem Örtchen ein spezielles Flair… 😂
Viele Gäste besuchen an diesem Wochenende den Ort und feiern… (gerne auch die ganze Nacht hindurch). So bleibt auch nicht so viel vom angeblich größten Hauptplatz / Stadtplatz des Landes zu sehen, der aktuell mit zahlreichen Verkaufsständen, Hüpfburgen, Essensständen etc. übersät ist. Eine besondere Stimmung schafft das aber definitiv auch. 😉
Zum Abendessen lernen wir wieder ein besonderes Gericht kennen: stundenlang gegartes Fleisch aus / in großen unterirdischen Öfen. Dafür besuchen wir das Restaurant „Mercado Municipal“ – und ich lasse mir das zum „Klops“ gepresste, zarte, faserige Lammfleisch schmecken. 🙊🫣 Barbacoa de Cordero. Sehr lecker. 🤷🏻♀️
Zum „Einschlafen“ tönen kolumbianische Rhythmen und Lieder nicht nur aus der Ferne in mein Zimmer… Es hört sich fast so an, als spiele eine Liveband direkt im Innenhof des Hotels und ich fühle mich an Cuba erinnert, als ich versuchte, die Klänge aus dem Casa de la Trova in eine Traumgeschichte einzubauen, um einschlafen zu können. 😴🎶💃
Arthur hatte uns bzgl. der möglicherweise eingeschränkten Nachtruhe zudem übrigens schon vorgewarnt und mitgeteilt, dass bereits gegen 4.30h Feuerwerk abgefeuert werden könnte. Dem war dann auch so… Alles zur Feier der heiligen Jungfrau Carmen. 🥳 😇
In Villa de Leyva verbringen wir wieder zwei Nächte, so dass wir heute, am Samstag, nur „kurze“ Strecken mit dem Bus zurücklegen müssen.
Und zunächst gehen wir Stückchen zu Fuß, um zum örtlichen Open-Air-Markt zu gehen. 🤩 Tolle Stimmung, interessante Menschen, Obst, Gemüse, Kekse, Gegrilltes, Korbwaren… Ein schöner Markt.
Mit dem Bus fahren wir weiter in den Ort „Ráquira“, den Ort der Töpfer. Wie es häufig Teil einer Gruppenreise ist, besuchen wir einen Handwerker – hier einen Töpfer – und schauen uns seine Arbeit, den Herstellungsprozess etc. an. Zum Glück gibt es heute nicht den anschließenden Gang in den Verkaufsraum… – Stattdessen gibt es „Freizeit“, um entspannt durch die umliegenden Einkaufsstraßen zu schlendern, Kaffee zu trinken – was auch immer.
Und da wir lange kein Fleisch hatten (🫣 – der Fleischkonsum ist hier wirklich sehr hoch…) lernen wir zum Mittag die für diese Region typische „Longanica“-Wurst kennen. Wir halten dafür in „Sutamarchan“ und teilen uns diverse Flaaaischplatten… Nutzt ja nix – wir wollen ja schließlich viel vom Land kennenlernen. 🤷🏻♀️
Abbitte können wir danach im Dominikanerkloster „Santo Ecce Homo“ leisten. 🫣🙏🏼
Abschließend fahren wir noch zum kleinen Museum „El Fósil“. Ich wiederhole mich, wenn ich sage Maike und Museum bei unerwartetem Sonnenschein und toller Landschaft = muss nicht sein! Aber hier bin ich RICHTIG beeindruckt: wir sehen ein etwa 120 Millionen Jahre altes und fast 10m langes versteinertes Skelett eines Meeresreptils. Wahnsinn! 🐊
Den Abend lassen wir wieder in Villa de Leyva ausklingen – im Restaurant „El Chipa“, mit Blick über den trubeligen Hauptplatz, wo die Feierlichkeiten für die Heilige Jungfrau Carmen nach wie vor in vollem Gang sind.
Zum Frühstück trifft die Gruppe erstmals fast vollständig aufeinander – zwei TeilnehmerInnen haben es noch nicht geschafft, da sie keinen Platz im Flieger bekommen haben. Ich stelle dabei fest, dass ich die einzige bin, die mit Air France fliegen durfte und mit all den Annehmlichkeiten während meines Fluges großes Glück hatte. 🙏🏼🍀
Das Frühstück wird in einem urig gemütlichen Raum angeboten und besteht aus einem leckeren Obstteller, Toast und einer frisch zubereiteten Eiervariante. Dazu frisch gepresster Orangensaft – und natürlich Kaffee.
Nach einem kurzen „Briefing“ unseres Reiseleiters, mit der Darstellung des geplanten Reiseverlaufs etc., starten wir in den Tag – mit einer Fahrt auf den Hausberg der Stadt, dem Monserrate. Die Höhenlage Bogotás (und des Berges) merke ich recht deutlich: Bogotá selbst liegt auf etwa 2640m, die Pilgerkirche Basilica del Señor de Monserrate auf etwa 3200m.
Es ist zwar immer wieder bewölkt und recht frisch, aber es bleibt trocken und so haben wir nicht nur eine gute Aussicht auf die riesige Stadt, sondern können später sogar noch bei Sonnenschein durch die Gassen und über die großen Plätze schlendern. Darüber freue ich mich ganz besonders.
Zur Einstimmung auf die vielfältigen Obst- und Gemüsesorten, die uns hier in Kolumbien erwarten, besuchen wir (neben einem Blumenmarkt) die große Markthalle von Bogotá. Wer mich kennt weiß, wie sehr ich einheimische Märkte mag. 🥰 Arthur und Daniela (die zweite Reisebegleitung) lassen uns etliche Früchte probieren, so dass wir letztendlich alle mit klebrigen Händen und den verschiedensten Geschmäckern im Mund zufrieden dastehen.
Freundlicherweise haben wir am heutigen Morgen alle einen großen Umschlag mit weiteren Infos zum Land Kolumbien, einem Armband, einem kolumbianischen Schlüsselanhänger UND – einem Heftchen über die verschiedenen Obstsorten bekommen… So kann ich später gut noch mal nachlesen, was ich da überhaupt alles gegessen habe. 😉🙊
Auch das Goldmuseum steht auf dem heutigen Programm… Ich bin ja leider nicht so die Museumsgängerin – und schon gar nicht, wenn draußen (unerwarteterweise) die Sonne scheint… – Aber ich muss sagen, dass es schon recht beeindruckend war, etwas über die Geschichte des Goldes in Kolumbien zu erfahren und die Exponate zu betrachten.
Nach unserem offiziellen Programm geht jede:r seinen eigenen Weg – und ich gehe mit zwei anderen Reiseteilnehmerinnen (die eine lustigerweise aus Bremen, die andere auch Sonderpädagogin) und Arthur zu einem kleinen, schönen Platz mit mehreren Kneipen und Restaurants, um mit einem „Poker“ auf den ersten Tag anzustoßen. 🤩🍻
Zum Abendessen lernen wir das typische Gericht Bogotás kennen: Ajiaco – bestehend aus einer Suppe mit Hühnchenfleisch etc. & dazu Reis, Avocado u.a. War lecker, aber viel. 😉
Viel Essen und viele Eindrücke am ersten richtigen Tag in Kolumbien – visuell, akustisch, geschmacklich – und überhaupt.
Himsberg zum Gruß und liebe Grüße aus dem „Casa de la Vega“ 😴
El Dorado international Airport… was für ein Name. Gelandet in Bogotá – und bereit, das Land in drei Wochen kennenlernen zu dürfen.
Schon die Anreise nach Bogotá war vielversprechend: mit Air France von Hamburg über Paris nach Bogotá. Der Umstieg in Paris war zwar etwas stressig, aber letztendlich hat alles gut geklappt. Kurzzeitig dachte ich allerdings, dass mich die für Kolumbien stets mahnend erwähnte Kurzzeitentführung schon am Pariser Flughafen erwischt haben könnte… Mit dem Flughafen-Bus sind wir gefühlt (ich habe nicht auf die Uhr geschaut) bestimmt 15-20 Minuten über das Flughafengelände gefahren, bevor wir dann doch irgendwo im Nirgendwo auf ein wartendes Flugzeug trafen und die lange Etappe nach Bogotá antreten konnten.
Der Service an Bord: großartig!!! Das hatte ich so in der Art schon lange nicht mehr. 🙏🏼🥰 Bequeme Sitze mit ausreichend Beinfreiheit, ein großer Bildschirm mit toller Filmauswahl, supernettes Personal, nicht zu warm und nicht zu kalt, köstliches Essen und Trinken – und… Champagner. 🥂
Pünktlich um 19.20h Ortszeit lande ich – und nach der ganzen Einreiseprozedur treffe ich sogleich auf Arthur, unseren Reiseleiter. Ich habe zudem das Glück, dass die ersten vier vor mir angekommenen Teilnehmerinnen noch nicht zum Hotel unterwegs sind, ich schnell hinzustoßen kann und somit bereits recht zeitnah nach der Landung im Hotel bin.
Zusammen mit einer anderen Reiseteilnehmerin machen wir am Abend sogar noch einen Mini-Rundgang nahe des Hotels, um schon mal einen ganz kleinen Eindruck von Bogotá bekommen zu können. Bei mir überwiegt dann jedoch die Vorsicht – mit dem Wissen um all die mahnenden Worte, aufzupassen, nicht unvorsichtig zu sein etc., so dass ich (wir) zurück zum Hotel gehen und ein erstes Willkommensgetränk zu uns nehmen.
Angekommen in Bogotá – und bereit, das Land kennenlernen zu dürfen.
Ok, heute ist schon wieder der letzte vollständige Tag auf Teneriffa – morgen geht´s zurück nach Bremen. Und natürlich möchte ich MIT dem 🐸 zurückreisen. Also muss er wohl heute noch etwas von der Insel sehen…
Das Hotelgelände grenzt direkt an die steinige Küste; ein schöner Weg liegt zwischen Meer, Küste und Hotel. Vom Balkon konnte der Frosch tagtäglich draufschauen. Aber nun, wo er das erste Mal richtig draußen ist, kann er sein Glück kaum fassen und möchte – wohl in der Natur eines Frosches gelegen – gleich ins Wasser springen.
Zum Glück konnte ich ihn noch rechtzeitig genug davon abhalten über den Zaun zu klettern und wir gehen zusammen vorsichtig die Steine hinunter bis ans Meer. Einige Paare stehen hier an diesem schönen Ort, fotografieren sich in romantischen Positionen. So ein Bild möchte der Frosch auch unbedingt als Erinnerung haben… 🙄 😂 Bei ihm sieht es irgendwie anders aus, als bei den Menschen – aber egal. Er hat seine Erinnerung.
Wir gehen weiter Richtung Steilküste Los Gigantes und immer wieder klettert er auf die Felsen, schaut aufs Meer – und genießt.
Und hier – Los Gigantes – er ist glücklich, denke ich. 🤩
Mein kleiner Genießerfrosch. 🥰
Auf dem Rückweg zum Hotel kommen wir noch an ein paar Lädchen vorbei und – so schnell konnte ich gar nicht reagieren – plötzlich springt er in einen Taschenladen, hüpft aufgeregt herum und klammert sich schließlich an einer Tasche fest, die er unbedingt haben möchte. 😳 Auch das noch. Der Ladenbesitzer schaut genauso irritiert zum Frosch wie ich. 😂🙄
Ach, was soll´s – es ist sein erster Urlaub und man ja hat ja doch gerne auch mal gegenständliche Erinnerungen an einen Urlaub. Er bekommt seine Tasche und wir gehen selig zurück ins Hotel.
Was für ein Tag. In jedem Fall sehr aufregend für den Frosch, so dass er schnell eingeschlafen ist.
Gute Nacht und Himsberg zum Gruß. 🐸
P.S.: Das war übrigens seine Ausbeute beim Geldsammeln. Interessante Mischung und gar nicht mal so wenig.
11 Uhr 17 ist meine Zeit, denn auch heute nehme ich nach einem entspannten Frühstück wieder den Bus 325 in Richtung Santiago del Teide – steige allerdings schon in Tamaimo aus. Von Tamaimo gebe es einen netten Wanderweg runter nach Puerto de Santiago – so hat es mir der Mensch gesagt, der mir den Tipp mit dem Buseinstieg VOR Masca gab – und so teilt es mir auch Komoot mit. Wunderbar – ich probiere es aus.
Der Anfang ist nicht sonderlich spektakulär – wird aber zunehmend schöner.
Schöner Weg, viel Gestrüpp, toller Ausblick. 👍🏼
„Kurz“ vorm Ende der Strecke passiert man eine (für meinen Geschmack) recht große Bananenplantage. Ich denke, die Besitzer:innen werden mit der Ernte zufrieden sein können… So viele Bananen. 😋
Und immer wieder schön ist für mich der Blick auf die Insel La Gomera – auch wenn ich mich wiederhole… 🤷🏻♀️ Ich denke, ich habe Lust, weitere kanarische Inseln kennenzulernen.
Fast „unten“ angekommen mache ich noch einen kleinen Schlenker am Boot, das etliche Postkarten ziert, um am Hafen vorbei. Ich muss ja schließlich auf meine täglichen Schritte kommen… 😉
Heute haben sich im Laufe des Tages ausgesprochen viele Wolken gebildet und wäre ich zu Hause in Bremen, so hätte ich mehrmals gedacht „gleich regnet´s“. Hier zum Glück nicht. 🙏🏼 Aber der Wellengang im Meer war deutlich heftiger als die Tage zuvor. Mit Wucht brechen die Wellen, bevor sie die kleinen Strände erreichen oder knallen mit lautem Grollen / Donnern an die vulkanischen Felsen. Ein schönes Geräusch. (So lange es warm und trocken bleibt! 🫢)
Vielleicht waren die Wolken am Himmel aber auch nur ein Vorgeschmack auf das, was mich erwartete, als ich zurück ins Hotel kam. Schon von weitem sah ich MEINEN FROSCH traurig am Hoteleingang sitzen… 😳
Er hatte seinen Hut vom Silvesterabend vor sich aufgestellt und sammelte Geld. Er war es Leid, immer nur im Zimmer oder gar im Schrank zu sitzen und nichts von der Insel zu sehen. Er wollte reisen, etwas erleben, etwas sehen von der Welt. Er wollte nicht eher zurück nach Hause, bevor er etwas von der Insel gesehen hat. Dafür das benötigte Geld… 🤷🏻♀️
Das habe ich nicht gewollt! 😢 Ich möchte, dass es dem Frosch gut geht. 🥰 Ich muss etwas unternehmen…