Wir haben uns eine Massage gegönnt – das hatte ich bei dem Hanoi-Bericht ganz vergessen zu erwähnen, sollte aber nicht in Vergessenheit geraten, zumal es doch ein Erlebnis der besonderen Art war… 😆
Nachdem man sowieso den ganzen Tag über angequatscht wird, ob man eine Massaaaaasch möchte, entschieden wir uns am Abend für eine Kopf-, Hand-, Rücken- und Fußmassage – 70 Minuten.
In je einem kleinen Separee bekamen wir zunächst eine knielange Schlabberhose gereicht, die wir bitte anziehen sollten. Man nahm auf einem (Liege)Sessel platz, dessen Rückenteil sich per Knopfdruck hoch und runter regulieren ließ, während die Füße bereits im warmen Wasser baumelten.
In einer Nachbarkabine war ein deutliches Schnarchen zu vernehmen, während aus irgendeiner anderen Kabine eine Art Gejammer und das Klatschen auf nackter Haut zu vernehmen war… Letzteres ereignete sich, während mein Masseur gerade intensiv meine Beine und Füße knetete, drückte, mit den Fingern hinein bohrte und an den einzelnen Zehen knorpelte und selbige durch Langziehen zum Knacken brachte. Vieles davon war angenehm, einiges tat etwas weh und einiges war auch kitzelig. Ich fragte mich jedenfalls, was die jammernde Person wohl gebucht hat, das solche Geräusche zu vernehmen ist…
Ihr ahnt bestimmt, dass ich das schon bald selber erfahren sollte… 😳
Denn irgendwann waren Nacken und Rücken dran… Zum Nacken-/ Kopfbereich gehörte bei dieser Massage das gleiche „Kopfknacken“, das ich schon in Indien – ich glaube es war in Jaisalmer(?!) – bei dem alten Freiluftfriseur kennenlernen durfte. Der Inder hatte es damals geschafft, mich von einer wohltuenden Kopfmassage zu überzeugen, die damit endete, dass er meinen Kopf knackend – und völlig ohne Vorwarnung – zu beiden Seiten knackte (!). Was hatte ich mich damals erschrocken!
Und Gleiches gehört scheinbar auch zu einer vietnamesischen Massage, nur das der Typ hier das etwas ungeschickter anstellte. Er nahm meinen Kopf seitlich gedreht in eine Art Schwitzkasten, so dass ich natürlich angespannt war und das Knacken nicht so leicht funktionierte wie in Indien. Das war dann hier mein erster kleiner dezenter „Aufschrei“ in meinem Separee.
Zum besseren Verständnis des weiteren Ablaufs: Ich saß mittlerweile nach vorne an den Sitzrand des Sessels gerutscht, aufrecht sitzend – während sich der Masseur zwischen Sessellehne und meinem Rücken quetschte… Aus dieser Position heraus agierte er und schwang sein Bein mal rechts, mal links an meiner Hüfte vorbei, um mich in diverse Positionen zu drehen und zu dehnen.
Irgendwann bog er mich wider hin und her, er „knotete“ seine Beine hinter meinem Rücken und plötzlich lag ich – auf seinem Knie (? Bein?) aufgebockt – an den ausgestreckten Armen gehalten, aber ansonsten frei „schwebend“ in Rückenlage und sollte mich entspannen – bzw. ich denke, er versuchte meinen Rücken zum entspannten Knacken zu bringen… Das muss der Moment gewesen sein, bei dem ich zuvor die jammernden Schmerzgeräusche vernommen habe…
Was für eine Massage!!!
Haha – so etwas hatte ich zuvor noch nicht erlebt und ich bin mir auch noch nicht sicher, ob ich mich noch einmal für eine vietnamesische Rücken(!)Massage entscheiden werde….
Der Vorteil: man wird weitgehend angezogen massiert und man ist danach nicht so ölig.
Ein Erlebnis war und ist es und jedem Fall und sollte auch von euch ausprobiert werden, wenn ihr mal vor Ort seid…
Zu Risiken und Nebenwirkungen sage ich lieber nichts….
HzG und viel Spaß bei eurer nächsten Massaaaaaasch. 💆🏽♀️
