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HIMSBERG ZUM GRUSS

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Schlagwort-Archiv: Jeep

Der Ijen – Schwefelträger, Dampf und blaue Flammen

06 Donnerstag Jul 2017

Posted by Maike in Indonesien, Java, Reisen

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Schlagwörter

Abbau, blaue Flammen, Gasmaske, Ijen, Java, Jeep, Schwefel, Schwefelträger, Sonnenaufgang, Taschenlampe, Vulkan

Wir hätten Abenteuer gebucht und keinen Urlaub – das erklärt uns unser Guide, als wir um Mitternacht (!!) abgeholt werden, um zum Ijen-Massiv zu fahren. Welch motivierende Ansage… 😳

Wir fahren zunächst eine gute Stunde mit dem Jeep – auf ca. 1850 Höhenmeter. Dort angekommen, erklärt man uns, dass wir nun noch ca. eine Stunde im Fahrzeug schlafen könnten, da das Eingangstor zur Vulkanbesteigung erst um 2h öffne… Wir verkneifen uns die Frage, warum wir dann nicht eine Stunde später losgefahren sind und schlummern noch ein wenig vor uns hin.

Bevor es dann konkret losgeht, bekommen wir jeder noch eine Gasmaske, die man bei Befarf komplett über den ganzen Kopf ziehen muss. Unser Guide ist sehr stolz darauf, da die Maske auch die Augen schütze… Wir packen das schwere Teil ein und machen uns auf den Weg. Knapp 3,5 km sind zu bewältigen – mit einem Höhenanstieg von gut 500m. Das heißt, der Weg ist zum Teil sehr steil…

Oben angekommen sehen wir erstmal nicht soo viel… viele Menschen und ansonsten nur Dunkelheit und Taschenlampenlichter. In der Tiefe sehen wir dann die sehr seltenen und ersehnten „blauen Flammen“, die entstehen, wenn brennende Schwegelgase austreten, an der Oberfläche mit Sauerstoff reagieren und sich entsprechend entzünden:  der eine von zwei Gründen für unsere Reise zum Ijen  😊 –  die blauen Flammen…

Zudem sehen wir aber auch nach und nach den weiten Weg nach unten – in Richtung Flammen und zum Ort des Schwefelabbaus – der sich durch die einzelnen Taschenlampenlichter der vielen Menschen bildet. Und wir sehen den (fast bedrohlichen) weißen Schwefelrauch, der zum Himmel steigt… Dieser Rauch ist auch der Grund für das Tragen der Gasmasken. Noch oben stehend (und nach unten blickend) weht ein heftiger Wind und unser Guide erklärt uns, dass es gut sei, wenn so ein starker Wind wehe und der Rauch zur Seite geweht werde… Das hoffe ich!

Der Weg nach unten ist in meinen Augen nicht ganz ungefährlich – das merke ich bei jedem Schritt, den ich versuche, mir mit der Taschenlampe zu erleuchten… wir steigen über Schotter und über etliche Steine, Platten und zwischen kleinen Felsplatten hinab. Zwischendurch ertönt das eine oder andere Mal der Ruf, dass ein Schwefelträger komme und man den Weg – wie auch immer auf dem engen Pfad in der Dunkelheit – frei machen möge, damit die Schwefelträger vorbei können. Die Schwefelträger – das ist der andere Grund weshalb wir hier sind. Am Ijen wird viel Schwefel abgebaut und dieser wird von den Schwefelträgern in Körben auf den Schultern nach oben getragen. Die Körbe wiegen insgesamt bis zu 100kg und sind mit fetten Schwefelblöcken beladen. Wahnsinn! Zudem gehen die Träger in FlipFlops den Weg entlang…


Was für eine Arbeit: erst der Abbau des Schwefels in den giftigen Dämpfen und dann der anstrengende Abtransport der Schwefelblöcke.  😳

Unten – in der Nähe der blauen Flammen und dicht am Schwefel – qualmt es extrem und wir haben wiedermal großes Glück  🍀  Der Wind steht tatsächlich so günstig, dass wir keine Gasmaske benötigen. Einmal drehte der Wind kurz und ich testete mal die Maske… 😳 Hilfe – damit hätte ich nie und nimmer den Abhang runter gehen wollen bzw. können. 😨

Wieder oben am Kraterrand stehend warten wir auf  den Sonnenaufgang, damit wir endlich den riesigen Kratersee des Ijens zu Gesicht bekommen…

Und dann zeigt er sich:


Auch hier am Ijen sind wir schwer beeindruckt von den Naturgewalten – und von der harten und gefährlichen Arbeit der Schwefelträger!!

Diesem Link folgend: http://www.vulkane.net/vulkane/kawah-ijen/kawah-ijen.html könnt ihr noch mehr über den Ijen erfahren und auch die blauen Flammen sehen 👍🏼

Auf dem Rückweg genießen wir weitere schöne Ausblicke, bevor wir wieder am Ausgangspunkt ankommen.

Und nun…. nun gehts weiter nach Bali  😎👍🏼👏🏼😍

HzG

Der Bromo

04 Dienstag Jul 2017

Posted by Maike in Bali, Indonesien, Reisen

≈ 2 Kommentare

Schlagwörter

Asche, Bromo, Jeep, Krater, Pferd, Sonnenaufgang

Der Bromo braucht einen eigenen Beitrag – das sagte ich ja bereits…

Wir fuhren also mit unserem Jeep durch die Vulkanlandschaft bis uns der Fahrer irgendwann wieder bat, auszusteigen… Noch wussten wir nicht, was wir tun oder wohin wir gehen sollten. Zwar kamen gleich irgendwelche Menschen mit Pferd auf uns zu und boten uns ihre Dienste an, aber wir gingen davon aus, dass wir nicht hier sind, um zu reiten…

Und dann blickten wir endlich, wo wir waren und wohin wir gehen sollten  😀

Vor uns präsentierte sich der Vulkan Bromo…

In unserem Reiseprogramm stand nicht, dass wir selbigen schon heute besteigen, daher erschienen wir wohl auch so planlos. Aber nun sind wir da und machen uns auf den Weg. So ähnlich stelle ich mir z.T. auch eine Mondlandschaft vor…


Wir gehen durch den schwarzen Sand / die Asche bis hinauf zum Kraterrand und sind schier beeindruckt.

Wow – was für ein Naturschauspiel!!!

Es donnert und rumpelt im Schlund des Vulkans, als würden etliche Mottorräder ihr Runden drehen. Ein wenig unheimlich ist es schon, hier oben zu stehen und diese unglaubliche Naturgewalt zu spüren!!!

Von unserem Hotel haben wir auch noch mal einen tollen Blick auf die Kraterlandschaft:


Auch hier ahnen wir aber noch nicht, dass wir noch schöneres / beeindruckenderes sehen / erleben werden…

Um 3.30h werden wir – und all die anderen 1000000 Menschen – auf einen Hügel gefahren: zum Aussichtspunkt für den Sonnenaufgang und den perfekten Blick auf den Bromo und andere Vulkankegel. In einem Affentempo fahren wir holpernd und schaukelnd durch die Nacht. Oben angekommen warten wir – in der Masse stehend – auf den Sonnenaufgang… Warm ist es übrigens nicht gerade…

Und dann sehen wir endlich diesen Anblick… und dafür brauche ich keine weiteren Worte mehr  😍

Himsberg zum Gruß

Java – Insel der Vulkane

03 Montag Jul 2017

Posted by Maike in Indonesien, Java, Reisen

≈ 2 Kommentare

Schlagwörter

Blumenmarkt, Bromo, Jeep, Malang, Vogelmarkt, Vulkan

Mittlerweile sind wir in Malang, in Ost-Java, angekommen und hatten zuvor einen recht langen Fahrtag hinter uns. Während der Fahrt schlafen wir zwar auch erstaunlich oft ein, aber, wenn nicht, steigt die Herzfrequenz immer wieder rasant an, denn die Überholmanöver sämtlicher Verkehrsteilnehmer bringen mich immer wieder in Wallung  🙈

Daneben ist es aber auch interessant, sich das Treiben neben der Straße anzuschauen: die Menschen, die den Reis ernten, die Geld sammeln für den Bau irgendeiner Moschee oder für sich selbst, die vielen Verkäufer von Snacks und Getränken, Werkstätten, Shops, Obst- und Gemüsestände und und und…

Unser Tag in Malang beginnt ebenfalls erfreulich interessant. Wir starten mit einem Gang über den Blumen- und Vogelmarkt von Malang. Während ich natürlich schon mal einen Blumenmarkt gesehen habe, begeistert mich der Vogelmarkt umso mehr!! So viele Vögel singen und hocken hier in etlichen Käfigen – in allen möglichen Farben. Dazu ein paar extra Stände für das richtige Vogelfutter – mal in Trockenform, mal lebendig…  😳

Zudem gibt es neben den Vögeln auch ein paar Käfige mit Katzen und ein paar wenige Käfige mit Mäusen. Es macht Spaß, über den Markt zu bummeln und zu schauen, was es hier alles gibt.

Mit unserem Fahrer gehts noch knapp eine Stunde weiter, bevor wir in einen offenen Jeep umsteigen, um in die Region des Vulkans Bromo zu fahren.


Unterwegs werden wir erneut „rausgeschmissen“, um uns wieder einen Wasserfall – fernab der Straße und verbunden mit einer ordentlichen Höhendifferenz – anzuschauen. “ Go and come back“ – ja, das machen wir  👍🏼

Der Wasserfall ist mächtig. Höher, lauter und feuchter als der Wasserfall zuvor – und hier, am Rainbow-Wasserfall, ohne die picknickenden Menschen am Weges- bzw. Flussrand. 

Wir fahren weiter durch eine wunderbare Landschaft!!! Und – in der Krater-Vulkanlandschaft angekommen, teilt uns unser Jeepfahrer irgendwann wieder mit, was wir zu tun haben  😀  „You go out, walking“  –  haha, es ist einfach wunderbar, so unvorbereitet in irgendeinen Jeep zu steigen bzw. auszusteigen und einfach im Moment zu sein.

Es ist großartig!!! Seht selbst:


Und hier wissen wir noch nicht, dass DAS erst der Anfang ist…

Alles, was folgt, braucht einen eigenen Eintrag… Der Bromo und die anderen Vulkane – ich habe selten etwas SO beeindruckendes gesehen!!

Fortsetzung folgt  😉

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