Schlagwörter
Cocora, Finca, Kaffee, Salento, Salsa, Wachspalmen, Willys Jeep
Unsere Gruppe ist wirklich eine sehr disziplinierte und pünktliche Gruppe… Frühstück ist heute für 6.30h angesetzt (und Koffer / Taschen abgeben), Abfahrt um 7h. Schon vor 7h sitzen alle im Bus…
Ich muss allerdings einräumen, dass Arthur kurz vorher um etwas „Schnelligkeit“ gebeten hat, nachdem er die Info bekam, dass das Militär gleich viele Straßen im Zentrum der Stadt sperren wird. An etlichen Kreuzungen standen bereits die Soldaten bereit. Heute, am 20.07. ist kolumbianischer Nationalfeiertag. Vielleicht bekommt die Stadt Besuch eines wichtigen Politikers? Man weiß es nicht.
Wir haben es in jedem Fall noch rechtzeitig geschafft, die Stadt zu verlassen, bevor die Straßen gesperrt werden. 🍀
Und nun sitzen wir zufrieden im Bus und fahren – kolumbianische Musik hörend – „in die Zona Cafetera, die Kaffeezone, eine der reizvollsten Regionen des Landes. Auf dem Weg dorthin durchqueren wir atemberaubende Berglandschaften und riesige sattgrüne Kaffeefelder, die sich im Schatten von Nussbäumen und Bananenstauden wie überdimensionale Teppiche über die steilen Hänge ziehen. In der Ferne schimmern die schneebedeckten Gipfel der Vulkane des Los Nevados Nationalparks. Dazwischen liegen pittoreske Dörfer, Plantagen mit Orangen, Lulo, Kakao, Papaya, bunte Blumen und Bäume.“
Wie schön sich die Reisebeschreibungen oft anhören… „pittoresk“, „atemberaubend“… nun ja… ich lasse das einfach mal so stehen – aber die Landschaft, die ich sehe, ist wirklich wunderschön. 🥰
Leider verschlafe ich im Bus aber auch immer einen Großteil der Strecke, so dass ich das gar nicht so recht beurteilen kann… 😂🤷🏻♀️😴
Bevor wir nach einem SEHR langen Fahrtag Salento erreichen, besuchen wir auf dem Weg dahin noch einen Botanischen Garten – mit Schmetterlingshaus…

…und einem schönen „Park“.
Sich ein wenig zu bewegen ist nach einer so langen Fahrt immer gut.

Am frühen Abend erreichen wir dann Salento – die Straßen wieder schachbrettartig angelegt und dieses Mal recht steil nach oben oder unten führend. Was für ein hübscher Ort – und im Vergleich zu den letzten beschaulichen Orten ist hier recht viel los.
Ich freue mich darauf, den Ort morgen bei Tageslicht zu betrachten. 😎 Heute reicht es nur noch für einen hübschen und leckeren „Sundowner with a view“- und später für eine köstliche Knobi-Forelle. 😋

Morgens um 8h holen uns dann die „typischen Willys Jeeps, das traditionelle Fortbewegungsmittel dieser Gegend,“ ab. Ob die Jeeps wirklich traditionell sind, kann ich nicht sagen – aber tatsächlich fahren hier sehr viele Menschen mit diesen Willy Jeeps durch die Gegend. Pro Fahrzeug sitzen 8 Personen unserer Gruppe IM Fahrzeug, während Daniela und Arthur jeweils hinten am Fahrzeug kleben – auf dem Trittbrett und am Dach festhaltend. Gute Fahrt…
Andere Fahrzeuge laden übrigens deutlich mehr Personen auf und ein – wir haben Glück.

Mit und in diesen Jeeps fahren wir hoch ins Cocora-Tal. „Im Schatten der mächtigen Berge des Nationalparks Los Nevados haben sich die Wachspalmen gleich in ganzen Wäldern versammelt. Kolumbiens Nationalbaum ragt bis zu 60 Meter in den Himmel. Auf sattgrünen Wiesen wandern wir bis zu einem Mirador, wo wir eine fantastische Aussicht auf das Wachspalmental haben“.

Ihr seht – es ist wirklich total schön hier – und die langen, schmalen Wachspalmen ragen eindrucksvoll in die Höhe.
Die Anzahl der anderen Touristen wuchs auch eindrucksvoll… Wahnsinn, was dort im Cocora-Tal los ist. Als wir am frühen Morgen ankamen, war alles noch recht beschaulich – auch wenn bereits anhand der Lädchen und aufgestellten „Attraktionen“ zu erahnen war, was dort im Verlauf des Tages abgehen könnte… Lange Selfie-Schlangen an besonderen „View-points“, der Hand (s. auf dem oberen Bild unten rechts), einem Willy-Jeep zum Posen und Räkeln und und und.
Einige Gäste reiten auf Pferden durch das Tal – dazu Essen und Getränke, Tüdelkram und jede Menge Hüte zum Kauf…
Ein kleiner Vergnügungspark. Wie gut, dass wir zeitig dort waren.
Zurück in Salento bleibt Zeit, um auf eigene Faust durch den Ort zu schlendern. Ich könnte fast jedes Haus und jede Tür fotografieren…
So viele schöne bunte Farben!

Am Nachmittag fahren wir – wieder mit den Willy Jeeps – zu einer Kaffee-Finca. Eine nette Dame führt uns über das Gelände, gibt uns Infos über den Anbau, Wachstum, Ernte etc. – und lässt uns die einzelnen Schritte selber ausführen. Clever. 😉
Und so bekommen wir alle ein kleines Körbchen vor den Bauch geschnallt und werden in die Kaffeeplantage geschickt, um die vollständig roten Kaffeekirschen zu ernten. Schade nur, dass vor uns vermutlich schon 20 andere Gruppen durch die Büsche geschickt wurden und kaum noch Reife Kaffeekirschen zu finden sind. Ist trotzdem ganz lustig, sich durchs Gestrüpp zu schlagen – auf der Suche nach der kleinen roten Kügelchen.
Abschließend dürfen wir natürlich alle einen frisch gemahlenen und aufgebrühten Kaffee probieren. ☕️

Zurück im Hotel und nach dem Abendessen schlendern wir – wieder zu dritt – durch die hübschen Gassen. Aus etlichen Häusern, Restaurants, Bars klingen die Salsa-Rhythmen, entspannte Menschen tanzen, trinken, genießen. Eine tolle Stimmung.
Es beeindruckt mich, mit welcher Leichtigkeit Menschen vor den Bars verweilen und einfach tanzen. 🥰 💃

Kolumbien ist toll! 🇨🇴 🥰


