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Bislang haben wir jeden Morgen das gleiche Frühstück bekommen…ich erwähnte die Zusammensetzung bereits mehrfach…Obsttellerchen, Toast, Eier. Heute wurde unsere Bitte nach einem „typisch kolumbianischen Frühstück“ erhört und Arthur hat dafür gesorgt, dass wir heute Reis mit Bohnen bekommen können + Chrorizo-Wurst oder erneut Eier. Hier das Resultat. 😁

Gut gestärkt starten wir nun in den Tag. „Die ungefähr fünfstündige Fahrt durch den Purace Nationalpark führt zunächst durch Nebelwald und später in die typische Páramo-Landschaft auf ca. 3.200 m Höhe.“ Dichter Nebelwald, Regen und eine fast dreistündige Schlaglochpiste prägen einen Großteil der heutigen Fahrt nach Popayán. (Ein gutes Stück der Strecke verläuft später allerdings auch auf der Panamericana.) Bei all der Huckelei tut es gut, für ca. 20-30 Minuten zwischendurch zu Fuß gehen zu können – auch wenn es immer wieder regnet.

Unten rechts (und auf dem linken Bild, unten) sind Frailejones-Pflanzen zu sehen. Die Pflanzen wachsen wohl typischerweise im Páramo.
Am frühen Nachmittag erreichen wir dann Popayán und – es ist wieder richtig warm! 😎 Herrlich.
Nach einer kleinen Pause führt uns ein lokaler Guide durch die hübsche – weiße – Stadt. Sieht schön aus, klingt schön – mein Reisehandbuch liefert mir jedoch eine nicht so schöne Begründung für die weiße Farbe… 🙈🙉
„Zur Kolonialzeit, als sich Popayan (gegründet 1537) mithilfe der reichen Goldminen im Umland als wichtigste spanische Stadt nördlich von Quito etabliert hatte, wurden viele Bewohner der unteren Stände von Hautmilben geplagt, insbesondere in den Fußsohlen. Um dem Juckreiz Abhilfe zu schatfen, rieben sie ihre Füße an den Hauswänden und hinterließen Dreck und Blutspuren, Die spanischen Hausbesitzer – eher an der Ästhetik ihrer Fassaden als an der Gesundheit der Sklaven und Indigenen interessiert – ließen die Wände mit einem ätzenden Kalkgemisch bestreichen, das in den Wunden brannte und die Kranken verscheuchte. Die weiße Farbe wurde später zum Markenzeichen der Altstadt, in der allerdings kein Stein mehr original kolonial ist. 16 schwere Erdbeben, das letzte 1983, zerstörten die heutige Hauptstadt des Departamento Cauca immer wieder. Dennoch hat das weiße Zentrum seinen historischen Charme über die Zeit gerettet“ (Viktor Coco, Kolumbien, Stefan Loose Travel Handbücher).
Vom Stadtberg El Morro hat man einen wunderbaren Blick auf die Stadt. Heute sogar mit Regenbogen… 😍😢

Die Stimmung in der Stadt ist am frühen Abend besonders schön. Hier und da ertönt Musik, Händler möchten ihre vielfältigen Waren / Lebensmittel verkaufen – ohne dabei auch nur ansatzweise aufdringlich zu sein – Menschen sitzen, spazieren, genießen… Dazu das schöne Abendlicht – schön!
Ein kurzer, aber schöner Aufenthalt in Popayán.

Morgen gehts sehr früh weiter.