Ok, heute ist schon wieder der letzte vollständige Tag auf Teneriffa – morgen geht´s zurück nach Bremen. Und natürlich möchte ich MIT dem 🐸 zurückreisen. Also muss er wohl heute noch etwas von der Insel sehen…
Das Hotelgelände grenzt direkt an die steinige Küste; ein schöner Weg liegt zwischen Meer, Küste und Hotel. Vom Balkon konnte der Frosch tagtäglich draufschauen. Aber nun, wo er das erste Mal richtig draußen ist, kann er sein Glück kaum fassen und möchte – wohl in der Natur eines Frosches gelegen – gleich ins Wasser springen.
Zum Glück konnte ich ihn noch rechtzeitig genug davon abhalten über den Zaun zu klettern und wir gehen zusammen vorsichtig die Steine hinunter bis ans Meer. Einige Paare stehen hier an diesem schönen Ort, fotografieren sich in romantischen Positionen. So ein Bild möchte der Frosch auch unbedingt als Erinnerung haben… 🙄 😂 Bei ihm sieht es irgendwie anders aus, als bei den Menschen – aber egal. Er hat seine Erinnerung.
Wir gehen weiter Richtung Steilküste Los Gigantes und immer wieder klettert er auf die Felsen, schaut aufs Meer – und genießt.
Und hier – Los Gigantes – er ist glücklich, denke ich. 🤩
Mein kleiner Genießerfrosch. 🥰
Auf dem Rückweg zum Hotel kommen wir noch an ein paar Lädchen vorbei und – so schnell konnte ich gar nicht reagieren – plötzlich springt er in einen Taschenladen, hüpft aufgeregt herum und klammert sich schließlich an einer Tasche fest, die er unbedingt haben möchte. 😳 Auch das noch. Der Ladenbesitzer schaut genauso irritiert zum Frosch wie ich. 😂🙄
Ach, was soll´s – es ist sein erster Urlaub und man ja hat ja doch gerne auch mal gegenständliche Erinnerungen an einen Urlaub. Er bekommt seine Tasche und wir gehen selig zurück ins Hotel.
Was für ein Tag. In jedem Fall sehr aufregend für den Frosch, so dass er schnell eingeschlafen ist.
Gute Nacht und Himsberg zum Gruß. 🐸
P.S.: Das war übrigens seine Ausbeute beim Geldsammeln. Interessante Mischung und gar nicht mal so wenig.
11 Uhr 17 ist meine Zeit, denn auch heute nehme ich nach einem entspannten Frühstück wieder den Bus 325 in Richtung Santiago del Teide – steige allerdings schon in Tamaimo aus. Von Tamaimo gebe es einen netten Wanderweg runter nach Puerto de Santiago – so hat es mir der Mensch gesagt, der mir den Tipp mit dem Buseinstieg VOR Masca gab – und so teilt es mir auch Komoot mit. Wunderbar – ich probiere es aus.
Der Anfang ist nicht sonderlich spektakulär – wird aber zunehmend schöner.
Schöner Weg, viel Gestrüpp, toller Ausblick. 👍🏼
„Kurz“ vorm Ende der Strecke passiert man eine (für meinen Geschmack) recht große Bananenplantage. Ich denke, die Besitzer:innen werden mit der Ernte zufrieden sein können… So viele Bananen. 😋
Und immer wieder schön ist für mich der Blick auf die Insel La Gomera – auch wenn ich mich wiederhole… 🤷🏻♀️ Ich denke, ich habe Lust, weitere kanarische Inseln kennenzulernen.
Fast „unten“ angekommen mache ich noch einen kleinen Schlenker am Boot, das etliche Postkarten ziert, um am Hafen vorbei. Ich muss ja schließlich auf meine täglichen Schritte kommen… 😉
Heute haben sich im Laufe des Tages ausgesprochen viele Wolken gebildet und wäre ich zu Hause in Bremen, so hätte ich mehrmals gedacht „gleich regnet´s“. Hier zum Glück nicht. 🙏🏼 Aber der Wellengang im Meer war deutlich heftiger als die Tage zuvor. Mit Wucht brechen die Wellen, bevor sie die kleinen Strände erreichen oder knallen mit lautem Grollen / Donnern an die vulkanischen Felsen. Ein schönes Geräusch. (So lange es warm und trocken bleibt! 🫢)
Vielleicht waren die Wolken am Himmel aber auch nur ein Vorgeschmack auf das, was mich erwartete, als ich zurück ins Hotel kam. Schon von weitem sah ich MEINEN FROSCH traurig am Hoteleingang sitzen… 😳
Er hatte seinen Hut vom Silvesterabend vor sich aufgestellt und sammelte Geld. Er war es Leid, immer nur im Zimmer oder gar im Schrank zu sitzen und nichts von der Insel zu sehen. Er wollte reisen, etwas erleben, etwas sehen von der Welt. Er wollte nicht eher zurück nach Hause, bevor er etwas von der Insel gesehen hat. Dafür das benötigte Geld… 🤷🏻♀️
Das habe ich nicht gewollt! 😢 Ich möchte, dass es dem Frosch gut geht. 🥰 Ich muss etwas unternehmen…
… „und wer froh ist, ist ein König“ – oder eine Königin. 👑
Nein, ich bin nicht übermütig geworden – aber die Glöckchen, die gestern Abend noch „Jingle Bells“ spielten, spielen heute tatsächlich „Froh zu sein bedarf es wenig“. 🥰 Mein Reden!
Ich bin wieder mit dem Bus nach Santiago der Teide gefahren, um von hier eine kleine Wanderung um einen kleinen Vulkankegel zu machen – den Montaña Bilma. Gleich hinter der Bushaltestelle zweigt der Weg Richtung Montaña Bilma ab und nur einige Meter weiter geht es links ins „Wandergebiet“.
Ein gut markierter Wanderweg führt mich nun leicht bergauf Richtung Vulkankegel. Oh, es ist ein so schöner Weg und niemand scheint hier unterwegs zu sein. Rechts und links vom Weg raschelt es ordentlich im „Gebüsch“, wenn die Echsen vernehmen, dass jemand kommt, um sich schnell zu verstecken.
Und während ich hier so gehe, rundum zufrieden bin, höre ich in der „Ferne“ die Glocken, wie sie besagtes Lied spielen. Der Ohrwurm ist gesichert und mein Glücklichsein auch. 🥰🙏🏼
Schaut nur, wie schön es hier ist!!
So viele Kakteen am Wegesrand und so viel zu sehen. 😍
Sogar der Teide ist in der Ferne zu sehen. 😍
Es erstaunt mich, dass hier fast niemand unterwegs ist. Dabei ist es hier so abwechslungsreich und schön! Etwa auf Höhe des Vulkankegels wechselt die Wegbeschaffenheit wieder – und zwar ziemlich abrupt. Unglaublich viel Lavagestein ist zu sehen und man geht über dieses bröselige Gestein – sehr eindrucksvoll.
Und kurz dahinter wieder dieser großartige Blick auf La Gomera – und überhaupt. 🥰
… das ist die heutige Frage – und ich entscheide mich zunächst für den Pool. 😂🤷🏻♀️
Aber nur aus logistischen Gründen. ☝🏼 Es ist wirklich gruselig, WIE schnell und wie penetrant hier die Sonnenliegen belegt sind und belegt bleiben. Ein großer und nerviger Nachteil am Pauschalurlaub. Ich frage mich, wann die Menschen hier bereits aufstehen, um die Liegen zu blockieren, die Handtücher mit Klammern befestigen, die Liegen zusammenklappen… Oft muss ich erst sehr genau hinschauen, um festzustellen, dass die Liegen bereits blockiert sind. Das läuft hier sehr „professionell“ ab… 🙄 🧐
Wenn ich nachmittags zurück ins Hotel komme, habe ich keine Chance auf eine „nette“ Liege… Aber dort mal zu liegen, gehört ja auch irgendwie mal zum Urlaub… 😂😎 Also hole ich heute zum Gegenschlag aus. Schließlich zählt auch die „Stärke“ in diesem Jahr zu den Begriffen / Eigenschaften, die mich begleiten sollen… 💪 Und los. (Alternativ hätte sich auch der Frosch mal nützlich machen können – aber ich mag ihn nach wie vor nicht aus dem Zimmer lassen. 🙈)
Erfolgreich – wenn auch nicht so professionell – ergattere ich mir eine Liege am Pool und genieße es, den Vormittag im und am Pool zu verbringen. Ein wenig lesen, die Äuglein schließen, im Wasser abkühlen, Blog schreiben… Hier lässt es sich aushalten.
Für viele Menschen ist DAS Urlaub. Für mich auch – aber dann reicht es nach einem halben Tag auch häufig schon.
Da sich in den Bergen bereits einige Wolken versammeln, entscheide ich mich heute dann doch für die Küste und gehe wieder in Richtung Süden – immer an der Küste entlang. So weit, wie ich komme…
Ich passiere unglaublich viele Hotels, Ferienanlagen, luxuriöse Bungalows – komme aber auch an etlichen Ruinen vorbei und sehe, dass an einigen Orten scheinbar noch größere Vorhaben warten… An dieser Stelle zeigt sich der Gegensatz besonders:
Mich beeindrucken während meines Weges immer wieder die vielen skurrilen Gebilde der versteinerten Vulkanschlacke – und die kleinen Badestellen, die zum einen natürlich entstanden sind, aber auch menschlich erweitert wurden.
Und überhaupt – schön ist es hier! 🥰
Neben den natürlichen Fels-Badestellen gibt es auch wieder den einen oder anderen Strand, aber ich denke, da würde ich lieber in einem natürlichen Pool baden wollen.
Ich hätte wohl noch eine ganze Weile einfach so an der Küste entlang gehen können…
Aber irgendwann ging es einfach nicht weiter. 🤷🏻♀️ Schade!
Es war ein schöner und abwechslungsreicher Küstenweg, der hier bei Komoot noch einmal genauer zu sehen ist.
Das sollen angeblich Begriffe / Eigenschaften sein, die mich in diesem Jahr begleiten werden… Ich bin gespannt. Gespannt, was das neue Jahr so alles mit sich bringen wird. 🍀
Es startet in jedem Fall mit einem großartigen Frühstücksblick. Am gestrigen Abend – während der langweiligen Feier – habe ich den gesamten Außenbereich des Hotels erkundet und dieses schöne Plätzchen gefunden – mit direktem Blick auf Los Gigantes. „Gigantisch“ 😉 🤩
Breakfast with a view. So schön kann das Jahr gerne weitergehen – mit Gelassenheit, Magie und Stärke. 🙏🏼
Der erste Tag im Jahr muss nicht gleich der schönste werden – aber es schadet ja nichts, in „das schönste Dorf“ Teneriffas zu fahren. So steht es im Reiseführer aus dem Michael Müller Verlag: „Als schönstes Dorf Teneriffas wird Masca gerühmt, und das ist nicht übertrieben.“ Na dann… Masca ist ein kleines Dorf im Tenogebirge mit einer sehr besonderen Lage. „Die Ortsteile liegen auf drei steilen, durch Schluchten getrennte Felsrücken.“
Ich freue mich auf den Besuch des kleinen Dorfes und fahre mit dem Bus erst bis nach Santiago del Teide und steige dort in einen kleineren Bus um, um nach Masca zu kommen. Ein großer Bus hätte hier auf der schmalen und kurvigen Bergstraße keine Chance. Vor uns fährt mittlerweile ein Wohnmobil und der Fahrer oder die Fahrerin tut mir zunehmend Leid. Aber warum tut man sich das auch an… Das Wohnmobil muss etliche Male an zahlreichen Kurven zurücksetzen, lenken, vorwärts kommen, zurück, vorwärts, um überhaupt um die Kurven zu kommen. 🫣 Wie gut, dass ich „entspannt“ 🫢 im Bus sitze. Und wie gut, dass ich die Gelassenheit auf meiner Seite habe… 😇
Ich bin schon von der Busfahrt nach Masca hin und weg. Die Straße, die Ausblicke ins Tenogebirge, die Schluchten, das harte Bremsen des Busfahrers, bei plötzlich auftretendem Gegenverkehr, die grüne Landschaft… 😍
Auf dem Video vielleicht nicht so gut zu erkennen, aber es ist schon ein wenig atemberaubend.
In Masca angekommen, kann ich bestätigen, dass es definitiv eines der schönsten Dörfer Teneriffas sein muss. Schon beim ersten Anblick – ohne, dass ich überhaupt das Dorf betreten habe.
In Masca ist es heute sehr ruhig – ich vermute, weil Neujahr ist!? Alle kleinen Cafés / Restaurants / Bars (was auch immer) sind geschlossen und es herrscht eine absolut entspannte Atmosphäre hier oben.
Für die Rückfahrt hat mir jemand den Tipp gegeben, eine Busstation oberhalb von Masca einzusteigen, da ich dann eine größere Chance darauf habe, überhaupt mitfahren zu können. Die Plätze in diesen kleinen Bussen sind begrenzt und es gibt heute nur noch diesen einen Bus zurück. 😳 Den Tipp habe ich sehr gerne angenommen und auch der kurze Weg zur Haltestelle ist wunderschön.
Recht problemlos erreiche ich so zunächst wieder Santiago der Teide, wo ich wieder in den anderen Bus nach Puerto de Santiago wechsle. Während der Wartezeit läuten plötzlich die Glocken der kleinen Kirche von Santiago der Teide. Sie spielen „Jingle Bells“ – wie schön. 🥰 Ein schöner Neujahrstag! 🙏🏼
Der heutige Tag war zwar nicht sonderlich bewegungsintensiv – aber wunderschön. Hier der Link zu Komoot. (Ich liebe diese App.)
Wieder im Hotel habe ich den Abend mit dem Frosch ausklingen lassen. Ein Gläschen Wein auf unserem schönen Balkon. 🍷 Er lauscht gerne meinen Schilderungen und freut sich schon darauf, eines Tages mal mit nach draußen zu dürfen… 🐸
Ich liebe es, der Kälte, dem Regen, dem Wind – dem norddeutschen Ekelwetter – entfliehen zu dürfen und in die Sonne zu reisen.
Angekommen auf Teneriffa bin ich zunächst erfreut, wie warm es am späten Nachmittag noch ist – UND wie gut so ein Pauschalurlaub letztendlich organisiert ist. 😂 Ich bin zwar schon viel gereist, aber ich habe erst das zweite Mal in meinem Leben so einen „offiziellen“ Pauschalurlaub eines sehr großen Reiseanbieters gebucht… Und angekommen am Flughafen, ist alles bestens ausgeschildert, visualisiert und etliche Reisebusse stehen bereit, um die Gäste in ihre gebuchten Hotels zu fahren. Ok, es hat „ein wenig“ gedauert, bis der große Bus – mit ca. 15 Gästen – endlich los fuhr, aber egal. Alles klappt bestens und das mag ich – wenn sich all meine Sorgen und Gedanken in Luft auflösen. Sicherheit.
Das Hotel erreiche ich gerade noch rechtzeitig, um zu sehen, wie die untergehende Sonne hinter „La Gomera“ abtaucht. 😍
Den folgenden letzten Tag des Jahres verbringe ich damit, die fußläufige Gegend nördlich und südlich des Hotels zu erkunden. Ein schönes Fleckchen Erde ist das hier – Los Gigantes. Eine riesige Steilküste. Die Felsen fallen bis zu 450m steil ins Meer ab.
Am Nachmittag gehe ich dann in die südliche Richtung – vom Hotel aus gesehen. Dort soll es den einen oder anderen „schönen“ schwarzen Strand geben… Ich bin mir sicher, Geschmäcker sind verschieden! 😂
Kurz dahinter wird es aber wirklich schön und interessant. Versteinerte Vulkanschlacke als seltsam geformte Küstenlandschaft. Hübsch anzusehen.
Zurück im Hotel nehme ich diverse Vorbereitungen für den Silvesterabend wahr. Wie gut, dass ich hier bin – mich um nichts kümmern muss, nichts machen muss, keine Ahnung habe, was hier geplant ist – außer, dass es eine „Einladung“ für den „Special New Year’s Eve Dinner“ gibt.
Großzügig lädt das Hotel an diesem Abend alle Gäste nicht nur zum Essen (das ist eh inklusive) ein, sondern auch die Getränke gehen am Silvesterabend allesamt aufs Haus. Am Restauranteingang bekommt jeder Gast einen gold oder silber glänzenden Hut oder einen „bezaubernden“ Haarreif gereicht… Darauf habe ich gewartet 🫢 – Die „Party“ kann beginnen. 🥳
Das Buffet ist wirklich sehr eindrucksvoll. Wahnsinn, was die alles aus dem Wasser gefischt und zubereitet haben. Ich hätte nur wissen müssen, WIE man das alles isst… 😂🤷🏻♀️ An einigen Tierchen habe ich mich zwar versucht, wäre wohl aber nicht satt geworden, so blöd wie ich mich angestellt habe. Aber es gab auch noch seeeeehr viele Alternativen. Die Getränke waren auch köstlich 😉 – die „Party“ hingegen… 💤😴
Wie gut, dass ich eh nicht auf Partys stehe und so habe ich mir das „Treiben“ (welches aus einer recht langweilig spielenden Band bestand) lediglich ein Weilchen von der Seite angeschaut, bis ich einfach in mein schönes Zimmerchen gegangen bin, um selig ins neue Jahr zu schlafen.
Zum Jahresende lassen viele Menschen eine Revue passieren… Das war großartig, das möchte ich ändern, das hat mich traurig gemacht, das nehme ich mir fürs nächste Jahr vor..
Ich denke, es wäre an dieser Stelle zu persönlich, wenn ich all meine Freude, mein Traurigsein, Abschiede, Begegnungen, Fragen, Sorgen, meine Begeisterung etc. thematisieren würde, aber – all das gab und gibt es selbstverständlich im vergangenen (bzw. noch aktuellen) Jahr und bewegt mich zum Teil auch noch heute. 🤷🏻♀️
Doch nun genug davon. Wobei… eine Veränderung möchte ich doch noch mitteilen… Es gibt da wieder jemanden in meinem Leben… 😍 Er ist grün, recht emotional, vielseitig interessiert und möchte die Welt erkunden. 🫣
Er versteckte sich zu Weihnachten in einer Geschenktüte in Stade und ruckzuck saß er in meinem Auto und fuhr voller Erwartung mit mir nach Bremen.
Ihm wurde versprochen, dass er mit mir den Jahreswechsel auf Teneriffa verbringen darf – und nun ist wohl klar, dass es ein „Problem“ gibt… Nein, nach Teneriffa zu kommen, ist nicht das Problem – ich habe gebucht (für eine Person) und freue mich drauf. 😎🙏🏼✈️ Der Frosch ist das Problem. 🤷🏻♀️🐸
Wenn ich dort auf Teneriffa in aller Öffentlichkeit mit einem Frosch auftrete, werde ich (mit Recht) vermutlich für so eine durchgeknallte Alte gehalten, die mit einer Stoffpuppe verreist. Aber darf ich ein Versprechen einfach so ignorieren. (Oha, ich merke schon, es wird die „verrückte Alte“. 🙈) So weit ist es nun schon mit mir gekommen…
Für den Frosch scheint das alles kein Problem zu sein – er macht sich gar keine Gedanken – ganz im Gegenteil… Er genießt, hat Spaß und bereitet sich auf seinen ersten Urlaub vor.
Also gut. Mal sehen, wie ich das alles – möglichst wenig peinlich – über die Bühne bringe…
Wir beginnen unsere Reise in Hamburg – und damit auch das erste Drama. Hier in Hamburg ist Ines noch dabei und für uns war klar, dass wir ohne den Frosch ins Restaurant gehen würde. Für UNS war das klar. Nicht so für den Frosch. Wutanfall, Geschrei und Geheule.
Wir gehen trotzdem und finden bei Rückkehr einen traurig weinenden Frosch vor. 😟 OK, das haben wir nicht gewollt und gehen zusammen noch mal kurz in die Hotelbar. Ihr hättet sein Gesicht sehen sollen, als er davon erfuhr… 🤩
Gin Tonic – er mag es scheinbar, zu „genießen“… Unsere peinlich berührten Gesichter, mit einem Frosch in der Hotelbar zu sitzen, erspare ich euch an dieser Stelle. 😂🫣
Ja, und nun sitze ich mittlerweile mit dem Frosch im Flugzeug, frage mich, ob das alles richtig so ist und freue mich (trotzdem 😉) auf eine schöne Woche auf Teneriffa.
Ein wenig Wärme, ein wenig Sonne, ein wenig abschalten – zum Jahresende.
Und im Stillen vielleicht doch ein wenig Revue passieren lassen – zum Jahresende. 🫢
„Seien Sie sich bewusst“, so begrüßte uns der Kapitän am ersten Morgen, „Sie sind zur richtigen Zeit am richtigen Ort!“ 😎🙏🏼🛳️
Das glaube ich mittlerweile gerne!! Dabei ist es fast unglaublich… Ich befinde mich auf einem Kreuzfahrtschiff und mache eine Mittelmeerkreuzfahrt…
Und spontaner hätte die Reise wohl kaum sein können… Noch einen Tag vor der Abreise hatte ich keinen Plan, wohin meine Reise in diesem Sommer wohl gehen würde – da ich lange Zeit auch nicht wusste, wohin die private Reise gehen würde…
Nun aber weiß ich beides und befinde mich bereits seit fast einer Woche auf einem fetten Schiff im Mittelmeer: mit Balkonkabine und stetem Blick aufs Meer oder einen Hafen. Zum Glück richtet sich der Blick nicht auf eine hässliche Stange vor meinem Balkon oder gar auf ein Rettungsboot. Da ich eine Glücks- oder Pechkabine gebucht habe, hätte letzteres wohl durchaus sein können. Doch mein Blick ist frei und ich habe großes Glück. 🙏🏼
Das Glück begann schon damit, dass ich die Reise überhaupt entdeckt habe (oder sie mich?) und dass ich einen Tag vor Abreise überhaupt noch einen Platz auf dem Schiff UND im Flieger von Hamburg nach Triest bekommen habe. 🙏🏼 Wie gesagt, so spontan habe ich noch keine Reise gebucht. Zwischen Buchung und Abreise lagen keine 24 Stunden… Und so legte am Sonntag, 9.7.2023, um 22Uhr „Mein Schiff“ in Triest ab.
„Oh, große Freiheit. Ich hab mich nach dir gesehnt. Du hast dich in mein Herz geträumt – Es ist schön, dich wiederzuseh’n. Große Freiheit. Ich hab mich nach dir gesehnt. Du hast dich in mein Herz geträumt – Es ist schön, dich wiederzuseh‘n. In deiner Urkraft liegt es, durch den Sturm zu gehen, Im nordisch stillen Stolz Jede Flut zu überstehen.“
Dieses Lied erklingt nun jedesmal auf dem Schiff, wenn wir einen Hafen verlassen… „Große Freiheit“… Dazu – sofern es nicht schon 22 Uhr ist – tönt dreimal das dumpfe Typhon, das Schiffshorn. Und schon ist man wieder auf der Fahrt zum nächsten Hafen…
Split, Dubrovnik, Bar, Catania, Valletta, Souda, Bodrum, Mykonos Stadt, Piräus und wieder Valletta – das sind die Häfen „meiner“ Reise.
Alles erscheint so unkompliziert hier an Bord… Essen und Trinken gibt es immer und natürlich viel zu viel. Zudem ein Wasserspender in der Nähe der Kabine, Kaffeemaschine auf dem Zimmer – ein umfangreiches Bordprogramm sorgt für Unterhaltung – WENN man es möchte… Dabei hat man tagsüber die Wahl zwischen etlichen Sport-, Fitness- und Wellnessangeboten, kreativen Kursen (Schmuck herstellen, malen o. ä.)… man kann ins Casino oder shoppen gehen, Cocktail-Workshops belegen, Rum-, Gin-, Schokoladen-, Wein- oder Bierverkostungen buchen, lernen wie man einen Strudel herstellt oder oder oder… 😂🤷🏻♀️
Zwischendurch informiert der – äußerst unterhaltsame (!) – Kreuzfahrtdirektor Schifferle Steffen Waeger über die Angebote des Tages, Wichtiges, Unterhaltsames – und auch der Kapitän, Herr Andreas Greulich, hält jeden Tag seine Ansprache und teilt uns mit, mit wie viel Knoten wir wie viele Seemeilen bei welcher Windstärke zurücklegen werden etc.
Unser Kapitän klingt übrigens so, wie ein Kapitän meiner Meinung nach klingen sollte 😎 🥰🛳️ – was auch immer das heißen mag.
Auch hatte er einen imposanten Auftritt am zweiten Abend der Reise. 🛳️ 👨🏼✈️ Im Rahmen einer Abendshow stellte er sich und etliche Offiziere des Schiffes vor, nachdem er (mit seiner Crew) aus dem Boden der Bühne empor gefahren kam. Auch die gesamte Show drumherum… – wirklich sehr unterhaltsam!
Nicht unerwähnt sollen die zahlreichen Landausflüge sein, die man bspw. ganz unkompliziert per App buchen kann. 😂 Haha – ich komme mir beim Schreiben gerade so vor, als würde ich Werbung für eine Kreuzfahrt mit diesem Schiff machen… Mache ich nicht, aber im Moment bin ich tatsächlich noch begeistert. Fast uneingeschränkt…
Unter uns gesagt… 🤫 WENN man die Möglichkeit hat, sollte man außerhalb der Ferienzeit buchen… 🙊 Es sind doch SEHR VIELE Kinder und Jugendliche an Bord… Genauer gesagt: 406 „Kids und Teens“ zwischen 0 und 17 Jahren. 2663 Gäste insgesamt, bei einem Altersdurschnitt von 47,02 Jahren… 😳 Ups – und schwupps liege ich über dem Durchschnitt. 😂🤷🏻♀️
Die Crew des Schiffes besteht übrigens auch noch mal aus 908 Crewmitgliedern.
Zum Glück verläuft sich die Masse an Menschen hier auf dem Schiff und ich bin immer wieder positiv überrascht, dass es etliche Orte auf diesem Schiff gibt, an denen sich kaum jemand aufhält. Und dabei handelt es sich durchaus um schöne Orte mit toller Aussicht. 🤷🏻♀️ Ich genieße es, hier zu sein.
A propos „verlaufen“… Ich bin beruhigt, dass nicht nur ich mich in den ersten Tagen auf dem Schiff etwas blöd angestellt habe bzw. etwas desorientiert war. Fast immer, wenn Menschen den gemeinsam benutzten Fahrstuhl verlassen, gehen sie häufig zunächst in die falsche Richtung und kehren dann verwundert um oder überlegen laut, in welche Richtung sie wohl gehen müssen… 😂 Nun, nach fast einer Woche, weiß ich wo Bug und Heck, Steuer- und Backbord, alle wichtigen „Einrichtungen“ und wo meine Kabine ist. 👍🏼
Hier ist sie übrigens: meine hübsche Balkonkabine. 🥰
Und hier ist die Reiseroute meiner erlebnisreichen Kreuzfahrt durch das Mittelmeer noch mal im Überblick.
In diesem Sinne – Himsberg zum Gruß und viele liebe Grüße, Maike
Von unserem schönen Regenwald-Resort führt uns heute eine lange Autofahrt weiter Richtung Süden – nach Mersing, einer Hafenstadt. Ich hatte gehofft, dass es sich um ein schönes Fischerdörfchen handeln könnte – dem war aber leider nicht so. Mersing ist eine Hafenstadt, mehr nicht. Nicht gerade schön, aber zweckmäßig.
Von hier setzen wir am nächsten Tag mit der Fähre zur Insel Tioman über. Ca. 60 km trennen die Insel vom Festland und so brauchen wir fast 2 Stunden mit dem Schiff, bevor wir die Insel erreichen.
Hier verbringen wir nun vier Tage zum Abschluss unserer schönen Malaysia-Reise 😎
Sonne, Strand, Entspannung…. so ist der Plan.
Kurz nachdem wir ankommen regnet es jedoch erstmal in Strömen… Zum Glück sitzen wir gerade im Hotelrestaurant und können dem Schauspiel entspannt beiwohnen. Und so schnell wie der Regen gekommen ist, ist er auch schon wieder vorbei – zu unserer großen Freude sogar für die nächsten vier Tage 🙏🏼
Wir haben ein Hüttchen in Strandnähe und verlassen die Anlage während der gesamten Zeit nicht einmal. Nur – um ins Wasser zu gehen…
Und während auf dem Hotelgelände auch der eine oder andere Waran spazieren geht, schwimmen in Strandnähe tatsächlich kleine Haie im Wasser. Zumindest EIN kleiner Hai. Nachdem Matthias schon während unseres Perhantian-Aufenthaltes der Meinung war, einen Hai gesehen zu haben (was ich zu dem Zeitpunkt noch eher belächelt habe), habe ich ihn nun auch mit eigenen Augen gesehen! Im seichten Gewässer nahe einer Sandbank drehte er seine Runden… Ein wenig verwundert war ich darüber schon, zumal ich NICHT damit gerechnet hätte, dass man hier einfach so baden gehen kann / sollte, wenn da draußen Haie schwimmen. Auch wenn der Hai wirklich sehr klein war…
Nun bekommt auch die Rettungswesten eines Fahrgastes von der Überfahrt zur Insel Perhantian eine ganz andere Bedeutung für mich. 😳
Zum Glück gab es aber nicht nur den kleinen Hai hier im Wasser sondern auch viele andere hübsche Fischchen. Besonders schön war es, die fliegenden Fische zu beobachten. Immer mal wieder hüpften sie aus dem Wasser und flogen mit Schwung über die Wasseroberfläche.
Leider gab es auch am Strand das eine oder andere fliegende oder hüpfende Tierchen…
Das Mittel, das man gegen die Sandflies nutzen konnte, roch so, wie es riecht, wenn ich mit meinem Auto durch die Waschanlage fahre… Geholfen hat es leider auch nicht. Die Biester haben mich ganz schön gepiesackt und so bin ich nach vier Tagen und total zerstochenen Füßen und Beinen nicht soooooo traurig, dass wir die Insel wieder verlassen.
Irgendwann reicht es dann eh, sich am Strand von der Sitz- in die Liegeposition zu bringen und wieder zurück. Aber schön warˋs trotzdem 😎
So geht es also zurück zum Festland – noch einmal nach Kuala Lumpur. Noch einmal Großstadtluft, bevor es morgen zurück nach Deutschland geht…
Wunderschön ist sie – die Bucht vor Ha Long mit ihren knapp 2000 Inseln und Inselchen. Wir machen hier nun eine dreitägige Bootstour und schippern auf den unterschiedlichsten Booten hin und her.
Unser Hauptboot ist ein „großes“ Schiff mit 14 Kabinen und netten Menschen an Board. Kulinarisch werden wir hier während der gesamten Tour bestens versorgt. Und so beginnt unser Aufenthalt auf dem Schiff auch gleich mit einem sehr leckeren Mittagessen. Zwar gibt es zu jeder Mahlzeit auch immer diese oberfettigen frittierten „Sachen“ – aber eben auch diverse Seafood-Salate, Seafood-BBQ oder einfach Seafood. 😊
Wenn man den Hafen verlässt und sich auf den Weg zu den vielen Inseln macht, dann geschieht das zeitgleich mit gefühlten 50 weiteren Booten – wir alle wollen die Schönheiten der Ha Long Bucht sehen.
Und nachdem man sich nach einem Weilchen etwas vereinzelt hat, trifft man sich auf der Ti Top- Insel wieder. Dafür wechselt man zunächst vom großen Boot auf ein Tender-Boot und wird massenweise zur genannten Insel gefahren. Das besondere an der Insel ist, dass man ihre höchste Erhebung „besteigen“ kann und man dann einen unglaublich schönen Blick auf eine Vielzahl der Inseln hat. Und zu unserem sehr großen Glück haben wir bestes Wetter – die Sonne scheint. 😊☀️
Was für ein Ausblick 😍
Für unser kleines Grüppchen der „Gray Line“-Cruise geht es im Anschluss noch weiter zu einer der größten Höhlen der Ha Long Bucht – auf die „Insel der Überraschungen“ – zur „Sung Sot“-Grotte. Wow – was für eine riesige und beeindruckende Höhle. Im Stefan Loose-Reiseführer steht schön beschrieben:
„Ein etwa 500 m langer Weg führt durch die drei Kammern, in der Tropfsteine wie Fantasieschlösser emporwachsen; andere erinnern an große Blumen und Bäume und wieder andere, so sehen es die Vietnamesen, an meditierende Drachen.“ (M.Markand)
Und auch hier an diesem schönen Ort haben wir Glück, denn wir sind an dem Tag die letzte Gruppe, die in die Höhle gelassen wird, und so haben wir die Höhle fast für uns alleine. Das muss man hier in der Ha Long Bucht erstmal schaffen 😉
Zurück auf dem großen Schiff hat man nun die Gelegenheit, an einem kleinen „Kochkurs“ teilzunehmen, bevor es dann das eigentliche Abendessen gibt. Der „Kurs“ wird aber auch noch am nächsten Abend angeboten, so dass wir heute darauf verzichten und es einfach genießen, in der Ha Long Bucht zu sein – mit einem traumhaften Sonnenuntergang…
Der nächste Tag beginnt früh – für all diejenigen, die es mögen, um 6.30h Tai Chi auf dem Schiffsdeck zu machen. 👯♂️
Wir gehören nicht dazu, aber auch für uns beginnt der Tag früh mit dem Frühstück (daher ja auch der Name..) um7h. 😉
Dann heißt es wieder Umsteigen ins Tender-Boot, wieder zur Ti Top Insel und wieder umsteigen auf ein anderes (mittelgroßes) Schiff. Dort finden sich nach und nach Reisende verschiedener Reedereien ein und dann beginnt unser Tagesprogramm. 😊
Zunächst steuern wir wieder einmal eine Höhle an. Und wieder sind wir allein in der Höhle – wie schön. Unser „Guide“ vom Boot begleitet uns – ein lustiger Typ, der gerne seine Witze macht. So habe ich ihm zunächst auch nicht geglaubt, als er uns mitteilte, dass wir bei der Besichtigung der Höhle mehrfach krabbeln müssen, um von „Raum“ zu „Raum“ zu kommen – aber so war es… Und in jedem „Raum“ gab es Neues zu entdecken: diverse Steintiere, dazu riesige Stalaktiten und Stalagmiten… Und der Klang der Stalaktiten… In einem absolut dunklem Höhlenbereich schlug der Guide verschiedene Stalaktiten an und es ertönten schöne Klänge – wie bei der Gamelan-Musik 😊
Ein durchaus interessanter Höhlenbesuch.
Im Anschluss schippern wir weiter zu einer Bucht, in der wir die Möglichkeit haben, im Kajak zu paddeln. Auch das machen wir 👍🏼
Und so paddeln wir um eine Insel herum zu einer weiteren Höhle, besichtigen selbige kurz, um dann noch an einen kleinen Strand zu paddeln. Und Matthias kann endlich baden 😊
Nach dem Mittagessen auf dem Schiff gibt es zunächst eine verordnete Mittagsruhe und das gesamte Boot verfällt in Dämmerstimmung. Und das alles in einer ruhigen Bucht, in der kein anderes Boot zu sehen ist. Nach all dem, was ich zuvor über die Ha Long Bucht gehört hatte, hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass es das geben kann…
Bevor wir am späten Nachmittag wieder zu unserem eigentlichen „großen“ Schiff der Gray Line Cruise zurückkehren, besichtigen wir noch schnell eine Perlenfarm.
Immerhin war tatsächlich eine Perle in der vor unseren Augen geöffneten Auster.
Wieder auf unserem Hauptboot gingen Entspannung, Nachmittagsfrüchte, der Kurs zur Herstellung frischer Frühlingsrollen (bei uns in Deutschland auch oft Sommerrollen genannt) und das Abendessen nahtlos ineinander über. Der letzte Abend bricht an und wir hatten eine rundum schöne Ha Long Cruise!
Nun gehts für eine Nacht wieder nach Hanoi und dann weiter in die sogenannte trockenen Ha Long Bucht – nach Tam Coc.