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Schlagwort-Archiv: Töpferkunst

Villa de Leyva und die heilige Jungfrau Carmen

13 Samstag Jul 2024

Posted by Maike in Kolumbien, Reisen

≈ 5 Kommentare

Schlagwörter

Dominikaner, El Fosil, Fossilien, Kloster, Longaniza, Los 33, Markt, Nemocón, Raquira, Salz, Santo Ecce Homo, Sol de la Villa, Sutamarchan, Töpferkunst, Villa de Leyva

Die heutige Busfahrt führt uns von Bogotá aus Richtung Norden – nach „Villa de Leyva“. Dabei bleiben wir in den Bergen, bzw. im Hochland der nordöstlichen Anden, auf einer Höhe von über 2000m. Das sonnig-warme „Maike-Wetter“ wartet also noch 😉.
Aber wir haben so viel Glück mit dem Wetter – bislang regnet es nur, wenn wir im Bus sitzen.

Auf dem Weg nach Villa de Leyva besuchen wir zunächst „Nemocón“ – „das ehemalige Zentrum der Salzgewinnung der Muisca-Indianer.“
Wir ziehen uns ein charmantes Haarnetz über den Kopf, werden mit einem Helm ausgestattet und dann gehts unter die Erde in die Mine.


Dort ist es erstaunlich „warm“ – bzw. zumindest nicht kalt – und das, was wir sehen, beeindruckt mich sehr.
Hübsche Lichtinstallationen, die die Spiegelungen im Salzwassers wie eine optische Täuschung erscheinen lassen, in 1.600 Kilogramm schwerer Salzkristall, der in Herzform geschnitzt ist, Salzwände, Salzgebilde, eine kleine Kapelle – und noch vieles mehr.


Zudem war diese Salzmine Drehort eines Spielfilms über das tragische Minenunglück in Chile. „Los 33“ – deutscher Titel: „69 Tage Hoffnung“.

Alles sehr eindrucksvoll.
Im Nachhinein empfinde ich es auch als sehr eindrucksvoll, dass ich da unten in der Mine tatsächlich (vorsichtig) an der Wand geleckt habe – wie es uns fast schon angepriesen wurde – um den Salzgehalt zu erschmecken…. 😂 Was man nicht alles macht…


Am späten Nachmittag / frühen Abend erreichen wir dann den Ort „Villa de Leyva“ – und unser Hotel „Sol de la Villa“. Ein schöner Name für ein schönes Hotel in einem sehr hübschen Ort. 🥰

Ob diese Pferde hier nur zur Dekoration stehen oder ob hier wirklich gerade zwei Reiter einfach nur eine Pause machen, kann ich leider nicht beantworten. Auf jedem Fall steht auch IM Restaurant / in der Bar ein Pferd… 😂


„Am Abend taucht der Schein des gelben Laternenlichts Villa de Leyva in ein magisches Licht und verleiht dem Städtchen ein spezielles Flair.“ So steht es in der Reisebeschreibung und so ist es auch. – Allerdings verleiht an diesem Wochenende auch die heilige Carmen dem Örtchen ein spezielles Flair… 😂


Viele Gäste besuchen an diesem Wochenende den Ort und feiern… (gerne auch die ganze Nacht hindurch). So bleibt auch nicht so viel vom angeblich größten Hauptplatz / Stadtplatz des Landes zu sehen, der aktuell mit zahlreichen Verkaufsständen, Hüpfburgen, Essensständen etc. übersät ist. Eine besondere Stimmung schafft das aber definitiv auch. 😉


Zum Abendessen lernen wir wieder ein besonderes Gericht kennen: stundenlang gegartes Fleisch aus / in großen unterirdischen Öfen. Dafür besuchen wir das Restaurant „Mercado Municipal“ – und ich lasse mir das zum „Klops“ gepresste, zarte, faserige Lammfleisch schmecken. 🙊🫣 Barbacoa de Cordero. Sehr lecker. 🤷🏻‍♀️


Zum „Einschlafen“ tönen kolumbianische Rhythmen und Lieder nicht nur aus der Ferne in mein Zimmer… Es hört sich fast so an, als spiele eine Liveband direkt im Innenhof des Hotels und ich fühle mich an Cuba erinnert, als ich versuchte, die Klänge aus dem Casa de la Trova in eine Traumgeschichte einzubauen, um einschlafen zu können. 😴🎶💃

Arthur hatte uns bzgl. der möglicherweise eingeschränkten Nachtruhe zudem übrigens schon vorgewarnt und mitgeteilt, dass bereits gegen 4.30h Feuerwerk abgefeuert werden könnte. Dem war dann auch so… Alles zur Feier der heiligen Jungfrau Carmen. 🥳 😇




In Villa de Leyva verbringen wir wieder zwei Nächte, so dass wir heute, am Samstag, nur „kurze“ Strecken mit dem Bus zurücklegen müssen.

Und zunächst gehen wir Stückchen zu Fuß, um zum örtlichen Open-Air-Markt zu gehen. 🤩 Tolle Stimmung, interessante Menschen, Obst, Gemüse, Kekse, Gegrilltes, Korbwaren… Ein schöner Markt.


Mit dem Bus fahren wir weiter in den Ort „Ráquira“, den Ort der Töpfer. Wie es häufig Teil einer Gruppenreise ist, besuchen wir einen Handwerker – hier einen Töpfer – und schauen uns seine Arbeit, den Herstellungsprozess etc. an. Zum Glück gibt es heute nicht den anschließenden Gang in den Verkaufsraum… – Stattdessen gibt es „Freizeit“, um entspannt durch die umliegenden Einkaufsstraßen zu schlendern, Kaffee zu trinken – was auch immer.


Und da wir lange kein Fleisch hatten (🫣 – der Fleischkonsum ist hier wirklich sehr hoch…) lernen wir zum Mittag die für diese Region typische „Longanica“-Wurst kennen.
Wir halten dafür in „Sutamarchan“ und teilen uns diverse Flaaaischplatten… Nutzt ja nix – wir wollen ja schließlich viel vom Land kennenlernen. 🤷🏻‍♀️


Abbitte können wir danach im Dominikanerkloster „Santo Ecce Homo“ leisten. 🫣🙏🏼


Abschließend fahren wir noch zum kleinen Museum „El Fósil“. Ich wiederhole mich, wenn ich sage Maike und Museum bei unerwartetem Sonnenschein und toller Landschaft = muss nicht sein! Aber hier bin ich RICHTIG beeindruckt: wir sehen ein etwa 120 Millionen Jahre altes und fast 10m langes versteinertes Skelett eines Meeresreptils. Wahnsinn! 🐊


Den Abend lassen wir wieder in Villa de Leyva ausklingen – im Restaurant „El Chipa“, mit Blick über den trubeligen Hauptplatz, wo die Feierlichkeiten für die Heilige Jungfrau Carmen nach wie vor in vollem Gang sind.


Himsberg zum Gruß 🇨🇴

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