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HIMSBERG ZUM GRUSS

HIMSBERG ZUM GRUSS

Schlagwort-Archiv: Wärme

Wärme und „Wüste“ 😎 🌵

16 Dienstag Jul 2024

Posted by Maike in Kolumbien, Reisen

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El Turpial, Fluss, Goldwäscher, Parrillada, Suesca, Tatacoa-Wüste, TukTuk, Wärme

„Vormittags [am 14.7.] starten wir Richtung Süden. Auf der Fahrt besuchen wir das private Schutzgebiet El Turpial, ein Ort an dem das ursprüngliche Ökosystem des Andenwaldes restauriert und geschützt wird.“… „Das knapp fünf Hektar große Schutzgebiet liegt zwischen einer beeindruckenden, steilen ca. 160 m hohen Felswand, den alten Zugleisen und dem Fluss Bogotá. Wir laufen durch das üppige Grün des bereits seit 15 Jahren wiederhergestellten Ökosystem, bewundern die typische Flora und haben die Möglichkeit verschiedene Vogelarten der Gegend zu beobachten.“

So steht es in der Reisebeschreibung und so war es dann auch. Wobei… so viele verschiedene Vogelarten habe ich jetzt nicht beobachtet – vermutlich habe ich aber auch nicht aufmerksam genug danach geschaut. Für mich war es schön, sich endlich mal wieder ein wenig in der Natur zu bewegen. 🤩🙏🏼

„Am frühen Nachmittag setzen wir unsere Reise fort. … Die Straße führt uns abwärts in mildere Regionen bis nach Chinauta – die „Gartenstadt Kolumbiens“, bekannt für ihr angenehmes Klima und die fruchtbare Erde.“

Und… jaaaaaa – es wird tatsächlich endlich wärmer. 🥰😎🙏🏼
Es ist so schön! Vor meinem schönen Hotelzimmer erstreckt sich ein riesengroße Terrasse und davor: ein großartiger Blick in die hübsche Landschaft, auf die gegenüberliegende Berg-/ Hügelkette. Hier lässt es sich aushalten. 😍


Am Tag unserer Ankunft in Kolumbien hat es die kolumbianische Fußballmannschaft übrigens geschafft, ins Finale der „Copa Américana“ zu kommen – heute findet das Endspiel statt: Argentinien gegen Kolumbien. Unterwegs hingen bereits an vielen Orten Luftballons in den Farben der kolumbianischen Flagge, etliche Menschen trugen Trikots und / oder hatten die Flagge umhängen. Das Land ist freudig erregt und in Feierlaune. „Alle“ möchten das Fußballspiel sehen und so wird das für uns zubereitete Abendessen im Hotel eine halbe Stunde vorgezogen, damit die Mitarbeiter:innen nach Hause – oder wohin auch immer – können, um sich das Spiel anzuschauen. 😂

Vermutlich ist es mittlerweile nicht mehr schwer zu erraten, was es zum Abendessen gab… 🫣 ?! Richtig – wieder jede Menge Fleisch. Uns wurde eine „parrillada“ serviert – bestehend aus Fleisch, frittierten Kochbananen und Guacamole. Kaum jemand hat es geschafft, diese riesige Portion aufzuessen – schade drum. 🤷🏻‍♀️

(Kolumbien hat an diesem Abend übrigens 1:0 in der Verlängerung gegen Argentinien verloren. Schade für die Kolumbianer, aber Glückwunsch an die argentinische Mannschaft.)

Zurück zur eigentlichen Reise. 😉

Der nächste Tag beginnt wunderbar. 🥰🙏🏼
Wir verlassen das Hotel heute erst um 9h – statt wie sonst um spätestens 8h.
Zeit, um den Tag entspannt zu beginnen: aufstehen, duschen und dann hole ich mir schon mal einen Kaffee, um diesen mit einem großartigen und ruhigen Blick in die Landschaft zu genießen.
Und: es ist warm. ☀️🙏🏼
Auch schon morgens um 7h. So kann es nun bleiben. 😉

Heute fahren wir weiter in südlicher Richtung – zwischen zwei Andenbergketten, im warmen Flachland, überqueren den großen Magdalena-Fluss und fahren immer weiter – bis in die Tatacoa-Wüste, die „Desierto de la Tatacoa“. Fachlich ausgedrückt handelt es sich bei der Tatacoa-Wüste um eine sogenannte „Regenschattenwüste“ – „Regen und Wind haben über viele Jahre die oberen Bodenschichten teilweise abgetragen, sodass sich ein zerklüftetes Gelände und geschwungene Hügel herausgebildet haben“ (Viktor Coco, Kolumbien, Stefan Loose Travel Handbücher) – ich hätte es nicht schöner erklären können. 😉

Doch bis wir dort in der Wüste ankommen, steht uns erst noch eine laaaaange Fahrt bevor – bis zum Ort Aipe.
Mittlerweile ist es draußen übrigens richtig heiß. 😀☀️😎

In Aipe führt uns ein kleiner Spaziergang zu einem Fluss, den wir mit einem kleinen Boot eigentlich nur überqueren müssten – aber wir fahren zudem etwas auf und ab, auf der Suche nach dem einen oder anderen Tier- bzw. Vögelchen. Schön luftig warm ist es auf dem Boot und wir sehen u.a. einen Goldwäscher. Ich hätte nicht gedacht, dass man hier „einfach so“ noch Gold finden würde – aber es scheint sich noch zu lohnen. Sah zumindest sehr „professionell“ aus.

Auf der anderen Uferseite warten dann bereits TukTuks auf uns, die uns in die „Wüste“ – zu unserer Unterkunft – fahren.

Uns erwartet eine Art „Camp“ – mit einfachen, aber zweckmäßigen, Zimmern. Sogar Dusche und Toilette gibt es auf den Zimmern – wenn auch ohne temperaturregulierbares Wasser. Handys kann man an einer zentralen Stelle nahe des Essbereiches laden – Internet und der Kontakt zur „Außenwelt“ darf warten.

Ich genieße die Wärme und das Dasein „mitten“ in der Tatacoa-Wüste. Bei unserem Spaziergang zum Sonnenuntergang realisiere ich aber erst WIE wunderschön es hier ist. Ich könnte hier jetzt etliche Bilder einstellen… Hier eine kleine Auswahl. 🥰

Zum Abendessen gibt es wieder etwas „typisches“. 😂🙈🙊
Zumindest für viele von uns: 🐐.
Ich habe mich gegen die Ziege entschieden und stattdessen Rind à la Schuhsohle bekommen. Vielleicht muss ich einfach immer bei den typischen Gerichten bleiben und einfach alles probieren?! Mal schauen, was in der kommenden Zeit noch so alles angeboten wird.

An diesem Abend gehen alle sehr früh schlafen – bevor die Mücken und andere Flugtiere im Schein des hellen Lichts einzelner Lampen angreifen. Ich habe keine Erinnerung daran, wann ich zuletzt so früh schlafen gegangen bin… Vielleicht während der letzten Trekkingtour in Nepal. Keine Ahnung – ist auch egal. Es ist nach wie vor sehr warm in der Hütte / dem Zimmer und ich liege – alle Viere von mir gestreckt – ohne Decke auf dem Bett. 😴😇

Schon um 5.30h treffen wir uns am nächsten Morgen zum Sonnenaufgangsspaziergang durch die urigen Sandgebilde der Wüste. Seht selbst – es ist so schön. 🥰🌵

Zurück im Camp wartet das übliche Frühstück auf uns 🥱: Eier, Obsttellerchen, „Brot“.

Und dann steht uns wieder ein langer Fahrtag bevor – zurück in die kühlere Höhe 😳 auf etwa 1700m – in die Kaffezone.

Vamos… ☀️

27 Montag Mär 2023

Posted by Maike in Gibara

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Schlagwörter

Cocktails, Gibara, Holguin, Hotel Ordoño, Kochöl, leere Regale, Mangelwirtschaft, Notprodukte, Rum, Santiago de Cuba, Spaziergang, Waschmittel, Wärme

Aus dem kalten, nassen Deutschland kommend, muss ich mich nach der Landung am späten Abend in Holguín tatsächlich erst einmal an die ungewohnte Wärme gewöhnen – selbst abends gegen 22 Uhr…

Die Kontrolle der Einreiseformulare, Passkontrolle, Koffer, Reiseleiter und -gruppe finden – alles erfreulich unkompliziert. Mit unserem Busfahrer „Junior“ und Javier, dem Reiseleiter, fahren wir nun in knapp einer Stunde durch die Dunkelheit – bis nach Gibara.
Unser koloniales Hotel wirkt urig – wo genau wir hier angekommen sind sehe ich erst am Morgen, bei Tageslicht.

Ich freue mich, morgens die großen alten Balkontüren meines Zimmers zu öffnen, Luft ins stickige Zimmer zu lassen – und diesen Blick bis aufs Meer genießen zu können. 😍
Kuba, ich bin bereit. „Vamos“, wie Javier von nun an immer wieder sagen wird. Vamos – gehen wir.

Noch bevor wir das Hotel verlassen, bekommen wir nicht nur ein Frühstück mit frischem Obst, Omelett, etwas Käse / Wurst, „Toast“ – und sehr leckerem Kaffee, sondern Javier vermittelt uns im Anschluss einen ersten Eindruck vom Leben der Kubaner hier auf Kuba, der wirtschaftlichen Situation u.a. – Genau richtig und im richtigen Maß, um nicht allzu verwundert durch den teilweise doch recht leeren Ort und die manchmal fast schon gespenstisch wirkenden Straßen des Ortes zu gehen.

Und das verdeutlich auch schnell die aktuelle Situation Kubas – Mangelwirtschaft! Stark angestiegene Preise! Fehlende Lebensmittel und fehlende Produkte des täglichen Bedarfs. Und fehlender Tourismus…

Und auch wenn der Tourismus sehr wichtig und gut ist für die Kubaner, fühlt es sich schon etwas merkwürdig an, wenn man um den enormen Mangel und die Not der Kubaner weiß – und auf der anderen Seite bekommen wir später ein köstliches Mittagessen – mit frischem Oktopus – in einem herrlich gelegenen Restaurant serviert.

„Der Kubaner“ steht währenddessen für Kartoffeln an… 🙈 – und geht ansonsten mit seinem Lebensmittelheftchen „einkaufen“ und hofft auf die richtigen Produkte und Lebensmittel.

Das Land braucht Devisen und „hartes Geld“ – der Tourismus fehlt im Land, Covids Auswirkungen sind unverkennbar.
Statt CUC und CUP gibt es mittlerweile nur noch CUP – den kubanischen Peso – und MLC, eine digitale Währung für die Kubaner – für die man sich häufig aber leider auch nicht wirklich viel kaufen kann…
Und natürlich Euro und Dollar.
Doch während mir meine App zur Währungsumrechnung nach wie vor ausrechnet, dass man für 1 Euro knapp 25 CUP bekommt, sieht die Realität komplett anders aus – zum großen Nachteil / Schaden für die Kubaner. Mittlerweile ist der offizielle Umrechnungskurs 1 : 120!!!!
Der inoffizielle Umtausch noch schlimmer für die Kubaner. Die Preise sind explodiert, die Kubaner brauchen Geld und Produkte.
Javier suche schon seit längerer Zeit nach Waschmittel und bezahlbarem Kochöl… – nun suchen 28 weitere Augen mit. 👀

Wir sind hier, um das Land, die Menschen, das „System“ kennenzulernen – aber damit auch die schönen Seiten.
Das Leben der Menschen, ihre Ideen in dieser schwierigen Situation, die kleinen Orte und großen Städte, die Landschaft, wichtige Orte der Geschichte, Rum, Tabak, Sonne, Strand und Meer. Vamos!

Nach unserem Start in Gibara fahren wir heute schon weiter – über Holguin – nach Santiago de Cuba.

In der Reisebeschreibung steht, dass „die Dachterrasse unseres Hotels (lockt), um mit einem Cocktail in der Hand kubanischer Musik zu lauschen“. Oh jaaa, das macht sie… Was für ein Blick von hier oben über die Stadt / auf das Meer / zur Kathedrale… 😍

Dazu genießen wir tatsächlich einen ersten (und zweiten) Cocktail: Mojito und Ron Collins. Das ist auch Kuba! Rum, Rum, Rum…
Als wir an unserem ersten Abend – nach Ankunft im Hotel in Gibara – gerne noch ein Willkommensbier getrunken hätten, teilte man uns mit, dass wir noch einen Kaffee oder Cocktail bekommen könnten – aber kein Bier.
Also gut – dann geben wir uns nun „geschlagen“ und trinken ab heute Cocktails. 🍹
Zum Wohl und Himsberg zum Gruß

Noch etwas:
Internet ist hier rar…
Bislang hatte wir nur kurz im ersten Hotel Internetzugang. Hier in Santiago de Cuba: keine Chance. Ob es tatsächlich an der möglicherweise nicht vorhandenen Internetverbindung – oder am Engagement der Hotelmitarbeiter:innen liegt – bleibt unbeantwortet.
Ich hoffe, dass ich diesen Beitrag später posten kann…

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