Tam Coc liegt in der sogenannten trockenen Ha Long Bucht. Trockene Ha Long Bucht deswegen, weil es hier so ähnlich aussieht, wie in der Ha Long Bucht – nur ohne Meer. Ausreichend Wasser gibt es aber auch hier: schöne Flüsse schlängeln sich um die hohen Felsen und teilen die vielen und großen – im Wasser stehenden – leuchtend grünen Reisfelder.
Wir haben uns hier in Tam Coc für ein „Homestay“ mitten im Grünen entschieden, aber trotzdem nah genug, um zu Fuß zum zentralen „See“ und damit auch zur Bootsanlegestelle gehen zu können. „Tam Coc Nature“ heißt der schöne Ort – wir wohnen in einer kleinen Hütte, vor uns etwas Wasser und hohe Felsen.

Die hohen Felsen sind schön, übertragen aber auch wie in einem Freilufttheater den gesamten Lärm der Unterkunft – als gebe es eine Livebeschallung für alle Gäste… Als besonders anstrengend präsentiert sich uns die Familie der Besitzer, die aus Hanoi angereist ist, um hier ein schönes Wochenende zu verbringen… Sie haben wohl vergessen, dass wir hier nicht mehr in der lauten Großstadt sind und dass man nicht die ganze Zeit schreien muss… Anstrengend, laut und nervig – aber zum Glück nur am Sonntag – dann mussten sie zurück nach Hanoi.
Ohne die Familie ist es wirklich wunderschön hier – und außer uns sind nun fast nur noch sehr entspannte Backpacker hier. Solche, die morgens gerne lange schlafen, ungeduscht und in tiefer Entspannung frühstücken und abends ihre Gitarre rausholen, um immer wieder die gleiche Melodie zu klampfen. Ein Ort der Entspannung und Erholung 😊
Wenn man in dieser Gegend unterwegs ist, gehört natürlich auch die obligatorische Bootstour durch und um Tam Coc dazu. Die Ruderer haben hier übrigens ihre ganz eigene Technik, denn sie rudern die meiste Zeit mit den Füßen.

Wir lassen uns ca. 1,5 Stunden flussauf- und -abwärts paddeln und passieren dabei drei – zum Teil recht flache – Grotten.
„Versorgungsboote“ gibt es unterwegs auch jede Menge – Wasser, Saft, Bier, Sonnenblumenkerne, Kekse… man könnte wohl fast alles von den Damen und Herren in ihren „Kioskbooten“ bekommen.

Nach der Bootstour fahren wir mit unserem geliehenen Moped mehr oder weniger planlos durch die schöne Gegend. Wir hatten zuvor ein paar Tipps anderer Gäste und eine selbstgemalte Karte aus der Unterkunft bekommen – und damit sind wir nun unterwegs.
Hier nun im Zeitraffer ein paar Eindrücke unseres schönen Tages:
„Bich Dong“

Tolle Pagoden und Höhlen an einem Berg gelegen. Dazu eine wunderbare Aussicht von oben auf die umliegende Landschaft.
„Bai Dinh“

Eine riesige Tempelanlage!!! Sehr sehenswert – man sollte etwas Zeit haben…
„Hang Mua“

Grandiose Aussicht!!! Hier muss (!) man hoch – 580 Stufen…
Ihr seht: die Landschaft mit all ihren Farben, Hügel und Tempelchen ist wunderbar und es lohnt sich auf jeden Fall, für ein paar Tage hier zu sein. Viele Touristen besuchen Tam Coc von Hanoi aus als Tagesausflug… Wir waren nun zwei Nächte hier – hätten aber durchaus auch noch mehr sein können!
Nun fahren wir noch einmal für zwei Nächte zurück nach Hanoi und dann ist die Reise leider auch schon wieder zu Ende.
Liebe Grüße und HzG, Maike
Bin leider jetzt erst auf die Idee gekommen, mal wieder hier vorbeizuschauen. Ich mag deine Reisebeschreibungen sehr! Der Knaller ist die Massage-Beschreibung. Musste ordentlich lachen, weil ich mir alles bildlich vorgestellt habe. Hoffe, es gibt keine bleibenden Schäden! LG. Heike.
🙂 Vielen Dank, liebe Heike, für deinen netten Kommentar! Ich freue mich sehr darüber.
Die Massage war echt speziell, hat aber zum Glück keine bleibenden Schäden hinterlassen 🙂
Viele liebe Grüße, Maike